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16. FEB. 2018

Update: Wo und wann erfolgt die Volldigitalisierung?

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Infos zur Beendigung der analogen Übertragung im Kabel

PŸUR wird zum 20. März 2018 in der UNESCO-Welterbestadt Quedlinburg die Übertragung der analogen TV- und Radiosignale beenden. Mit der Volldigitalisierung sind höhere Internet-Bandbreiten möglich und Angebote in UHD/4K werden erprobt. Perspektivisch soll auf den neuen Datenübertragungsstandard DOCSIS 3.1 umgestellt werden. Die Erfahrungen in Quedlinburg sind die Basis für die volldigitale Umstellung bundesweit.

Vodafone führte am 9. Januar 2018 ein Pilotprojekt in Landshut und Dingolfing durch. Hier wurde das Kabelnetz erfolgreich voll digitalisiert. Am 15. Mai 2018 folgt ein zweites Pilotprojekt in Nürnberg und Umgebung, bevor im Sommer 2018 die Analogabschaltung in allen versorgten Bundesländern beginnt. Durch die Abschaltung der analogen Radio- und TV-Inhalte werden Kapazitäten frei, die Vodafone für gigabitschnelle Internet-Anschlüsse und neue TV-Angebote in High Definition nutzen kann. Erste UHDTV-Sender sind ebenfalls im Vodafone-Netz vorgesehen.

Auch der norddeutsche Kabelnetzbetreiber wilhelm.tel hat 2017 positive Erfahrungen gesammelt. Im November 2017 erfolgte ein Testtag zur Vorbereitung der längeren Umstellung im 1. Quartal 2018. Mit Laufbändern im analogen Signal wurde auf die Beendigung der analogen TV-Übertragung hingewiesen. Betroffene Nutzer konnten den Handlungsbedarf sofort erkennen und reagieren. Die Umstellungen sind nun ab dem 16. Januar bis Mitte März in Norderstedt schrittweise geplant. Eine Umsortierung der TV-Programme erfolgt nicht, so dass digitale TV-Nutzer von den Maßnahmen nicht betroffen sind. Auch für Nutzer von UKW über das Kabel ändert sich nichts. 

Auch der regionale Netzbetreiber NetCologne hat die Analogabschaltung angekündigt.

M-net testet die Verbreitung von digitalen Radioprogrammen im DAB+-Standard in seinem Kabelnetz in Essenbach bei Landshut.

In Bayern und Sachsen ist die Analogabschaltung in den Kabelnetzen zum 31. Dezember 2018 gesetzlich vorgeschrieben, in den anderen Bundesländern gibt es keine entsprechenden Vorgaben. Für Bremen hat der Bremer Senat im Entwurf für ein neues Landesmediengesetz den 31. Dezember 2018 als gesetzliche Frist für die Abschaltung der analogen Rundfunkübertragung im Kabel festgeschrieben (§ 36 Abs. 3 LMG-Entwurf). Die Frist betrifft sowohl das analoge Fernsehen als auch UKW. Die Bremer Bürgerschaft wird voraussichtlich im April 2018 final über den Gesetzesentwurf abstimmen.

Der bayerische Kabelnetzbetreiber Herzo Media wird die Verbreitung der analogen TV Sender am 04.12.2018 beenden.

Als erster Kabelnetzbetreiber hat Unitymedia im Juli 2017 in seinem Kabelnetz die Abschaltung der analogen TV-Signale vollzogen, um so in den Kabelnetzen Platz für mehr digitale TV-Sender sowie einen Hochgeschwindigkeits-Internetzugang im Gigabit-Bereich zu schaffen. Ab 30. Januar werden neben weiteren HDTV-Sendern erstmals zwei UHD-TV-Sender im Kabel übertragen.


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