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20. SEPT. 2011

Wettbewerb ist die beste Basis für Breitbandausbau


Netzbetreiber warnen gemeinsam vor Breitband-Universaldienst

Köln/Berlin, 20. September 2011 – Im Bundestag geht die Novellierung des Telekommunikationsgesetzes in die entscheidende Phase. Eine Forderung ist nach wie vor die Einführung eines Breitband-Universaldienstes mit dem Ziel der Förderung des Breitbandausbaus in unterversorgten Gebieten. Die Verbände ANGA, BITKOM, BREKO, VATM und VKU sind davon überzeugt, dass die Unternehmen der deutschen Telekommunikationsbranche das Land schneller, kostengünstiger und besser flächendeckend mit leistungsfähigem Internet versorgen können, als dies mit einer staatlichen Ausbauverpflichtung in Form eines Breitband-Universaldienstes möglich wäre. In einer gemeinsamen Stellungnahme warnen sie vor den Konsequenzen einer solchen Verpflichtung und appellieren an die Politik, auch künftig auf den Wettbewerb und die Investitionskraft der Branche zu setzen.

Thomas Braun, Präsident der ANGA: „Der Einstieg der Kabelnetzbetreiber in den Breitbandmarkt hat den Wettbewerb angekurbelt und den Ausbau in Deutschland beschleunigt. Auch zukünftig werden unsere Mitglieder den Ausbau vorantreiben und den Verbrauchern schnelle und vor allem kostengünstige Zugänge anbieten. Dies ist jedoch aus unserer Sicht nur durch einen freien und fairen Wettbewerb ohne staatliche Eingriffe möglich. Eine verfehlte Regulierung würde dies gefährden und nicht fördern.“

Beim Ausbau des Breitbandnetzes sind die Kabelnetzbetreiber besonders aktiv. Seit Jahren investieren die Mitglieder der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber durchschnittlich über 20 % ihrer Umsätze in den Netzausbau. Im Jahr 2010 waren es ca. 900 Mio. Euro. Mittlerweile können 24 Mio. Haushalte über das Breitbandkabel im Internet surfen. Dabei stehen allen Kunden 32 MBit/s-Anschlüsse zur Verfügung. Durch den Ausbau auf den Standard DOCSIS 3.0 sind sogar Übertragungsraten von 100 MBit/s möglich. Dieser Ausbau soll bereits 2012 abgeschlossen sein. Dann können ca. zwei Drittel aller Haushalte über das Breitbandkabel mit Hochgeschwindigkeit im Internet surfen. Bereits heute buchen fast 40 Prozent aller Neukunden ihre Festnetz-Internetanschlüsse bei den Kabelnetzbetreibern.

Die gemeinsame Stellungnahme finden Sie auf der Webseite www.anga.de.



Kontakt
: Jenny Grümer • Tel.: 0221/3909000 • jenny.gruemer@anga.dewww.anga.de

Informationen über die ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.:

Die ANGA vertritt die Interessen von 160 Unternehmen der deutschen Breitbandkabelbranche. Die Netze der im Verband zusammengeschlossenen Kabelnetzbetreiber versorgen mehr als 18 Millionen Kabelhaushalte.

Über Breitbandkabelnetze beziehen mehr als die Hälfte der deutschen Fernsehhaushalte ihre TV-Programme. Neben einem umfangreichen analogen und digitalen Fernsehangebot sind über Kabelanschluss auch interaktive Dienste, insbesondere Breitbandinternet und Telefonie ver¬fügbar. Schon heute nutzen in Deutschland ca. 3 Millionen Haushalte ihren Kabel¬anschluss auch für breitbandigen Internetzugang und Telefonie. Die Kabelnetzbetreiber der ANGA treiben damit den Infrastrukturwettbewerb um Breitband¬zu¬gänge und Triple-Play-Bündel aus TV, Internet und Telefonie entschlossen voran.



PM Wettbewerb ist die beste Basis für Breitbandausbau (pdf, 24 KB) Branchenappell Bundestag (pdf, 161 KB)

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