Presse
10. DEZ. 2009

Kabelnetze als Motor der Breitbandentwicklung - ANGA legt Positionspapier vor

  • Kabelnetzbetreiber errichten zukunftssichere Hochleistungsbreitbandnetze
  • Investitionen von über 2,5 Milliarden Euro in den letzten 5 Jahren
  • Substanzieller Beitrag zu den Breitbandzielen der Bundesregierung
  • Nur die Förderung des nachhaltigen Infrastrukturwettbewerbs sichert zukünftige Breitbandentwicklung

Berlin/Köln, 10. Dezember 2009 – „Leistungsfähige Breitbandnetze zum schnellen Informations- und Wissensaustausch sind die Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum“. Zur Erreichung dieses auch von der Bundesregierung unterstützen Ziels leisten die Kabelnetzbetreiber seit einigen Jahren einen stetig und rasant wachsenden Beitrag. Dies geht aus einem heute veröffentlichten Positionspapier des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) hervor.

Mit ihren modernen HFC-Breitbandnetzen, einer Kombination aus Glasfaser und Koaxialkabel, errichten die Kabelnetzbetreiber in Deutschland eine zukunftssichere Breitbandinfrastruktur.  Mit Bandbreiten von 100 MBit/s und mehr, wie man sie sonst nur von Glasfasernetzen, insbesondere FTTB-Netzen kennt, entwickeln sich die Kabelnetzbetreiber mehr und mehr zum Motor für den Breitbandwettbewerb. Dazu Thomas Braun, Präsident der ANGA: „Die deutschen Kabelnetzbetreiber haben in den letzten 5 Jahren über 2,5 Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Breitbandkabelnetze investiert. Mit 24 Millionen anschließbaren und versorgbaren Haushalten verfügen sie über eine enorm leistungsfähige Infrastruktur. Durch ihre Marktführerschaft, die die Kabelnetzbetreiber schon seit Jahren beim Preis-, Bandbreiten- und Leistungsverhältnis innehaben, zwingen sie auch die anderen Netzbetreiber zu Investitionen in ihre Netze, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Damit leisten die Kabelnetzbetreiber einen substanziellen Beitrag zu den Breitbandzielen der Bundesregierung.“

So ermöglichten die Kabelnetzbetreiber in den letzten Jahren ca. 2 Millionen Haushalten, einen Hochgeschwindigkeits-Internetzugang zu nutzen. Begünstigt wird dies durch die Tatsache,  dass beim Breitbandkabel – anders als beim Telefondraht – die für den Kunden verfügbare Bandbreite nicht mit der Entfernung von der Kopfstelle zum Endkunden abnimmt. Damit ist das Kabel technologisch besonders für die hochwertige Versorgung von weiter abgelegenen Haushalten geeignet. Einen noch weit höheren Beitrag können die Kabelnetzbetreiber zur Erreichung des Ziels leisten, bis zum Ende des Jahres 2014 insgesamt 75 % aller Haushalte mit dem Zugang zu einem Breitbandanschluss von mindestens 50 MBit/s zu versorgen. Fast im Alleingang kann das Kabel bis zu 24 Millionen Haushalte ohne staatliche Unterstützung mit solchen Anschlüssen versorgen und damit das Ziel zu 80 % aus eigener Kraft und in zahlreichen Regionen sogar vollständig allein erfüllen.

Voraussetzung dafür ist allerdings ein Regulierungsrahmen, der auch weiterhin Anreize für Investitionen in eigene Infrastrukturen schafft und einen effizienten Wettbewerb ermöglicht. Eine finanzielle Förderung des Aufbaus von Breitbandnetzen darf den Wettbewerb zu bestehenden Breitbandnetzen genauso wenig verzerren wie Kooperationsmodelle zum Aufbau solcher Netze. Dazu Thomas Braun: „Unsere Mitgliedsunternehmen haben seit Jahren aus eigener Kraft erhebliche Summen investiert und stellen sich einem fairen Wettbewerb der Infrastrukturen. Staatliche Eingriffe in diesen wettbewerbsintensiven Markt dürfen daher nur dort erfolgen, wo dies nicht bereits getätigte Investitionen entwertet oder weitere Investitionen verhindert. Deutschland verfügt bereits über eine gute Ausgangslage für die weitere Breitbandentwicklung und die Kabelnetzbetreiber können und wollen auch weiterhin dieses Geschäftsfeld vorantreiben.“



ANGA_Positionspapier_zu_Breitbandpolitik_und_Breitbandfoerderung_Dezember_2009_02 (pdf, 205 KB) PM_ANGA_Kabelnetze_als_Motor_der_Breitbandentwicklung (pdf, 183 KB)

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