Presse
07. SEPT. 2009

Kabel beim Digitalempfang auf der Überholspur

  • Rasantes Wachstum für digitalen TV-Empfang: Jetzt 5,8 Millionen Haushalte mit digitalem Kabelanschluss – lückenlose Verfügbarkeit im allen Netzen
  • Position als reichweitenstärkste Infrastruktur für TV-Programme untermauert
  • Weitere Steigerung der digitalen  Nutzung zu erwarten – HD-Programme müssen auch Kabelkunden zur Verfügung stehen
  • Der Staat kann die digitale Nutzung fördern

Berlin/Bonn, 9. September 2009 – Die deutschen Kabelnetzbetreiber befinden sich bei der Steigerung des Digitalempfangs auf der Überholspur. Dies geht aus dem gestern veröffentlichten Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten hervor: Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen die deutschen Kabelnetzbetreiber ein Plus von 46 % bei der digitalen Nutzung. Insgesamt sehen jetzt 5,8 Millionen Haushalte in Deutschland Kabelfernsehen in digitaler Qualität – knapp 2 Millionen mehr als im Vorjahr. Damit überholt das digitale Kabel nicht nur die Gesamtzahl an Haushalten, die DVB-T nutzen, sondern legt auch ein deutlich schnelleres Wachstumstempo vor als der Satellitenempfang. Als Ursache sieht der Verband der deutschen Kabelnetzbetreiber ANGA die attraktive Vielfalt von inzwischen weit über 300 TV-Programmen im digitalen Kabel und die intensive Vermarktung durch die Mitgliedsunternehmen. Gleichzeitig behauptet das Kabel seinen ersten Platz als reichweitenstärkste Infrastruktur und steigerte den Anteil der Haushalte, die über einen Kabelanschluss verfügen, sogar um 200.000 Haushalte auf 52,8 %.

Dazu Thomas Braun, Präsident der ANGA: „Der Digitalisierungsbericht belegt anschaulich, dass die Akzeptanz der Kabelkunden für digitale Angebote insbesondere im letzten Jahr deutlich gestiegen ist. Die Strategie der ANGA-Unternehmen, für ihre Kunden auch weiterhin ein attraktives analoges Angebot aufrecht zu erhalten und gleichzeitig jedem Kunden die Möglichkeit zu geben, auf digitale Angebote umzusteigen, zeigt Früchte. Das Kabel liegt nicht nur bei der Gesamtzahl der angeschlossenen Haushalte unangefochten an der Spitze, es übernimmt auch die Führung bei der Anzahl der Haushalte, die digitale Angebote in den letzten 12 Monaten erstmals nutzten. Wir wissen, dass dieses Vorgehen den Interessen unserer Endkunden, der Wohnungswirtschaft und den Verbraucher­ver­bänden entspricht.“

Die Kabelnetzbetreiber gehen davon aus, dass die Nutzung digitaler Angebote im Kabel auch weiterhin stark zunehmen wird. Die Vermarktung von digitalen Videorekordern, die zunehmende Anzahl von verfügbaren HD-Programmen und der vermehrte Verkauf  von digitalen integrierten Flachbildschirmen wird das Interesse der Endkunden an digitalen Angeboten weiter steigern.

Braun weiter: „Für eine erfolgreiche Einführung digitaler Programme ist es daher wichtig, dass auch die öffentlich-rechtlichen Sender ihre HD-Programme dem Kabel zu markt­üblichen Konditionen – wie auch über Satellit – zur Verfügung stellen. Von der Politik erwarten wir, dass wir unsere marktgetriebene Digitalisierung weiter vorantreiben können. Allerdings wäre – auch angesichts der aus der Versteigerung von Rundfunkfrequenzen zu erwartenden Lizenzerlösen – eine Einrichtung eines Digitalisierungsfonds, aus dem so wie in Österreich der Erwerb von HDTV-Empfangsgeräten infrastrukturneutral unterstützt würde, eine überlegenswerte Aktion. Dieser Digitalisierungsfonds wäre für die gesamtwirt­schaft­liche Entwicklung von unschätzbarem Wert.“



PM_ANGA_Kabel_beim_Digitalempfang_auf_der_UEberholspur (pdf, 183 KB)

Mitglieder