Presse
12. FEB. 2015

IPTV und DVB-C: ANGA präsentiert das Beste aus beiden Welten

Klassisches Kabelfernsehen (DVB-C) und IPTV lassen sich immer besser ergänzen, sowohl in hybriden Kabel- als auch in reinen Glasfasernetzen. Diesen Eindruck erhielten über 100 Branchenexperten, die gestern auf einem Preview-Workshop der Fachmesse ANGA COM miteinander diskutierten.

  • Workshop mit ARRIS, AVM, EWE TEL, M7 Deutschland, Ocilion, Samsung, Unitymedia KabelBW, Zattoo und 100 Branchenexperten
  • Kabelfernsehen und IPTV ergänzen sich perfekt – in Kabel- und in reinen Glasfasernetzen
  • Hybride DVB-/IPTV-Endgeräte ermöglichen effiziente Multiscreen-Angebote
  • Neue Erlösquellen durch zeitversetzte TV-Dienste (Replay TV)
  • Ausblick auf die Kongressmesse ANGA COM vom 9. bis 11 Juni 2015


Köln, 12. Februar 2015 ­ Klassisches Kabelfernsehen (DVB-C) und IPTV lassen sich immer besser ergänzen, sowohl in hybriden Kabel- als auch in reinen Glasfasernetzen. Diesen Eindruck erhielten über 100 Branchenexperten, die gestern auf einem Preview-Workshop der Fachmesse ANGA COM in Frankfurt am Main miteinander diskutierten.

Jürgen Magull, M7 Deutschland, der mit einem Überblick über die Entwicklung der Fernsehnutzung den Auftakt machte, belegte mit aktuellen Marktzahlen, dass die TV-Nutzung über Tablets und Smart Phones rasant an Bedeutung gewonnen hat. Diesem Trend müssten auch kleinere Kabelanbieter und Stadtnetzbetreiber  Rechnung tragen. IPTV sei nicht nur eine Alternative als First Screen-Angebot, sondern könne auch hervorragend DVB-C ergänzen, um die sogenannten Second Screens zu bedienen.

Daniel Hesselbarth, Unitymedia KabelBW, präsentierte den aktuellen Stand der Horizon-Plattform, die neben DVB-C auch IP-Dienste umfasst. Mit dem IP-Produkt Horizon Go wird den Kunden eine grenzenlose Unterwegs-Nutzung geboten. Verstärkt in den Blick nehme man zudem Multiroom-Lösungen. Besonders wichtig sei bei aller Art von Videodiensten die Quality of Service. Die Messlatte seien hier nach wie vor die etablierten DVB-C-Angebote des klassischen Kabelfernsehens. Dieses Niveau müssten auch IPTV-Dienste erreichen, wenn sie sich erfolgreich am Markt etablieren wollen.

Gernot Jaeger, Zattoo, stellte die B2B-Strategie des bekannten OTT-Anbieters vor. Kabel- und Stadtnetzbetreibern biete man White Label-Angebote sowohl für den First Screen als auch als Second Screen-Ergänzung eines etablierten Fernsehangebotes an. Die Netzbetreiber könnten dadurch von der langjährigen IPTV-Erfahrung von Zattoo in einem wettbewerbsintensiven Endkundenmarkt profitieren.

Hans Kühberger, Ocilion, betonte im Zusammenhang mit IPTV besonders die Marktchancen, die sich für Kabelnetzbetreiber aus netzseitigem, zeitversetztem Fernsehen ergäben. Die Erfahrungen mit sogenannten Replay-Angeboten in der Schweiz zeigten, dass damit neue Erlösquellen für die gesamte Bezugskette entstehen. Die Einführung der neuen Angebote habe dort durch eine Steigerung der Attraktivität des Kabelempfangs zu einer spürbaren Erhöhung auch der regulären Kabel-TV-Umsätze geführt, von der über Lizenzentgelte letztlich auch die Fernsehveranstalter und Verwertungsgesellschaften profitierten. Diese sollten ihre abwartende Haltung in Deutschland daher auch im eigenen Interesse schnellstmöglich aufgeben.

Heiner Meyer, EWE TEL, erläuterte den TV-Ansatz des regionalen Netzbetreibers EWE TEL, der mit Fernsehen im klassischen Kabelstandard („LWL TV“) über Glasfasernetze (FTTH) und IPTV über DSL-Anschlüsse verschiedene Technologien in einem Unternehmen verbindet. DSL-Kunden können dabei zwischen Online-TV über PCs und der TV App für Tablets und Smart Phones wählen.

Thorsten Kraus, Samsung, stellte die neusten Trends bei Endgeräten für IPTV vor. Mit der Direct2TV-Technologie stünde inzwischen auch eine Lösung ohne Set-Top-Box und SmartCard zur Verfügung.

Tim Kroll, AVM, erläuterte wie mit der jüngsten Endgerätegeneration von AVM für Kabelkunden DVB-C-Signale in IP-Streams umgewandelt werden können, um dann über WiFi mehrere Endgeräte mit Fernsehprogrammen zu versorgen. AVM setze dabei auf eine enge Abstimmung mit den jeweiligen Kabelunternehmen.

Cornel Ciocirlan, ARRIS, erläuterte wie im Zuge der Einführung von DOCSIS 3.1 das Spektrum in den Kabelnetzen effizient für IPTV genutzt werden könne. Dadurch wüchsen High Speed Data und Video over IP mit modernen Apps noch enger zusammen. Damit öffne sich zugleich eine Option zu All-IP.

Carsten Engelke, ANGA, fasste den Verlauf des Workshops zusammen: „IPTV gewinnt bei der TV-Versorgung rasant an Bedeutung. Dies zeigte auch das große Interesse an dem ANGA COM-Workshop. Bei der Einführung von IPTV neben den vorhandenen DVB-C-Diensten darf die Quality of Experience bei den Endkunden nicht leiden. Konzepte mit Unicast- und Multicast-Lösungen müssen vor der Einführung genau betrachtet werden, damit der Dienst wirtschaftlich erfolgreich implementiert werden kann. Der Trend zu All-IP mit DOCSIS 3.1 schreitet klar voran. Die Kabelnetze sind hier optimal aufgestellt.“

Die Diskussion wird auf der ANGA COM – Fachmesse und Kongress für Breitband, Kabel & Satellit – vom 9. bis 11. Juni 2015 in Köln fortgesetzt. Es liegen bereits mehr als 350 Ausstelleranmeldungen vor. Die ANGA COM wird von einer Tochtergesellschaft des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) ausgerichtet und seit vielen Jahren vom ZVEI-Fachverband Satellit & Kabel unterstützt. Zu den Kooperationspartnern zählen: BITKOM e.V., BREKO e.V., BUGLAS e.V., Deutsche TV-Plattform e.V., DVB, FTTH Council Europe, Kölner Forschungsstelle für Medienrecht,  SCTE – The Society for Broadband Professionals, Society of Cable Telecommunications Engineers, VATM e.V., VPRT e.V. und WKÖ. Sponsoringpartner der Veranstaltung sind Alcatel-Lucent, ASTRA Deutschland, AVM, NAGRA, QVC, Sky Deutschland und Unitymedia KabelBW (www.angacom.de).



15-02-12_PM ANGA COM_IPTV und DVB-C (pdf, 94 KB)

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