Presse
05. OKT. 2010

Breitbandkabel als Treiber des Infrastrukturwettbewerbs: Ausbau des Kabels schafft nachhaltigen Wettbewerb, Wachstum und Beschäftigung

  • Solon-Studie „Wirtschaftsfaktor Kabel“ auf der Mitgliederversammlung der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber vorgestellt
  • Breitbandkabel treibt Wettbewerb um Internetge­schwin­digkeiten und Vielfalt der multimedialen Angebote voran
  • Mit Breitband­versorgung auch im ländlichen Raum, Medienvielfalt und -pluralität leisten die Kabelnetzbetreiber einen erheblichen Beitrag zu den Zielen der Politik

Köln/Berlin, 5. Oktober 2010 – Hohe Bandbreiten, Vielfalt und Qualität: Das deutsche Breitbandkabel ist eine der modernsten Multimediainfrastrukturen für analoges und digitales Fernsehen, Internet und Telefon. Neben dem reichweitenstärksten TV-Über­tragungs­weg bieten die Kabelnetzbetreiber mit ihren modernen Netzen eine wett­bewerbs­starke Infrastruktur für Breitbandinternet. Sie dynamisieren damit den Wettbewerb im Breitbandmarkt und tragen aktiv zur Erreichung der Ziele der Breitbandstrategie der Bundesregierung bei. Diese Wirkung kann sich jedoch nur fortsetzen, wenn sich auch in Zukunft die Investitionen in eigene Netze lohnen.

Eine von der Strategieberatung Solon im Auftrag der ANGA Verband Deutscher Kabelnetz­betreiber erstellte Studie gibt einen umfassenden Einblick in den ökonomischen Beitrag, die Herausforderungen und Leistungsfähigkeit der deutschen Breit­band­kabel­branche. So sehen über die Hälfte aller deutschen TV-Haushalte (19,4 Mio.) über Kabelnetze fern. Zusätzlich können bereits heute 60 % der deutschen Haushalte schnelle Internetdienste über das Breitbandkabel nutzen, 2012 werden die Kabelnetzbetreiber knapp zwei Drittel aller Haushalte mit 120 MBit/s und mehr versorgen können. Dabei kommen über eine Million Haushalte in ehemals „weißen Flecken“ dank internetfähiger Kabelnetze erstmals in den Genuss hoher Bandbreiten. Im Wettbewerb um Breit­bandkunden sind die Kabel­netzbetreiber inzwischen die bedeutendsten Herausforderer der Deutschen Telekom geworden. In 2009 entschieden sich etwa 770.000 neue Kunden für einen Kabelinternet­anschluss – das sind fast 40 % aller Breitband-Neukunden. Selbst in der Wirtschaftskrise hat die Kabelbranche ihr Wachstum von 10 % pro Jahr fortgesetzt und erzielte in 2009 einen Umsatz von 3,6 Mrd. Euro. Dabei investieren die Kabel­netzbetreiber mehr als 20 % ihrer Umsätze in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Netze – und das Jahr für Jahr. Bis zu 50 analoge und 200 digitale Programme sorgen schon im Basisanschluss für eine große Auswahl und Vielfalt. Hinzu kommen viele inno­va­tive Dienste wie EPG, HDTV, VoD, Catch-Up TV, 3D-Fernsehen und interaktives TV.

Thomas Braun, Präsident der ANGA, stellte die Studie im Rahmen der Mitglieder­versammlung des Verbandes vor und unterstrich die Bedeutung der Breit­band­kabel­branche: „Leistungsfähige Medien- und Telekommunikations­netze sind ein wesentlicher Standort- und Wettbewerbsfaktor. Die in der ANGA zusammen­ge­schlos­senen Unter­nehmen treiben mit ihren Innovationen und Investitionen die Zukunfts­fähigkeit des Standortes Deutschland voran. Ihre Investitionen in eigene Infrastruktur haben maßgeblich zum Wettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt beigetragen. Damit sich das Potenzial der Breitbandkabelnetze voll entfalten kann, muss die Politik daher auch in Zukunft den klaren Vorrang für infrastrukturbasierten Wettbewerb sicherstellen.“

Die Studie „Wirtschaftsfaktor Kabel“ steht auf der Website der ANGA (www.anga.de) zum Download bereit.

Kontakt: Jenny Grümer • Tel.: 0221/3909000 • jenny.gruemer@anga.dewww.anga.de

Informationen über die ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.:

Die ANGA vertritt die Interessen von 120 Unternehmen der deutschen Breitbandkabelbranche. Die Netze der im Verband zusammengeschlossenen Kabelnetzbetreiber versorgen mehr als 18 Millionen Kabelhaushalte.

Über Breitbandkabelnetze beziehen mehr als die Hälfte der deutschen Fernsehhaushalte ihre TV-Programme. Neben einem umfangreichen analogen und digitalen Fernsehangebot sind über Kabelanschluss auch interaktive Dienste, insbesondere Breitbandinternet und Telefonie ver­fügbar. Schon heute nutzen in Deutschland ca. 2,5 Millionen Haushalte ihren Kabel­anschluss auch für breitbandigen Internetzugang und Telefonie. Die Kabelnetzbetreiber der ANGA treiben damit den Infrastrukturwettbewerb um Breitband­zu­gänge und Triple-Play-Bündel aus TV, Internet und Telefonie entschlossen voran.

Informationen über Solon Management Consulting GmbH & Co. KG:


Solon ist als Strategieberatung spezialisiert auf die Konzeption, Quantifizierung und Realisierung von Strategien in den Branchen Medien, Kabelnetze, Telekommunikation und Private Equity. Die Studie wurde im Juni und Juli 2010 verfasst. Die Inhalte basieren auf Recherchen externer Quellen, Interviews sowie einem Modell des deutschen Kabelmarktes. Projektleiterin der Studie war Dr. Dorothea von Wichert-Nick, Geschäftsführerin bei Solon. Ihre Projektarbeit umfasst Strategie­projekte für Kabel-, TK- und Medienunternehmen und deren Investoren




10-10-05_PM_ANGA_Breitbandkabel_als_Treiber_des_Infrastrukturwettbewerbs (pdf, 27 KB) Solon-Studie_Wirtschaftsfaktor_Kabel_final (pdf, 1 MB)

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