Presse
20. DEZ. 2012

ANGA-Workshop: WiFi als Katalysator zwischen mobilen Diensten und Festnetz

  • Second Screen steigert die IP-Nutzung im Kabel
  • HD-Inhalte erfordern hohe IP-Bandbreiten im Downstream
  • Starkes Wachstum bei Kabelinternet belegt die hohe Leistungsfähigkeit der DOCSIS-Breitbandnetze

Köln/Berlin, 20. Dezember 2012 – Die Rolle des Kabels auf dem Weg in das digitale Wohnzimmer war Thema beim Workshop des ANGA Competence Center in Frankfurt am Main. Über 70 Experten diskutierten Entwicklungspotenziale von Second Screen und der Konvergenz von Broadcast- und IP-Diensten auf den modernen DOCSIS-Breitbandnetzen. Zu den vortragenden Unternehmen gehörten Alcatel-Lucent, CISCO, Eutelsat, Media Broadcast, Netrange und WISI.

Zentraler Punkt der Diskussion war das Nebeneinander von linearen und nicht linearen Diensten, insbesondere mit Blick auf die zunehmende Interaktivität und neue Erlösquellen durch IP-Dienste im Zusammenhang mit Breitbanddiensten. Die immer größere Verbreitung von HD-Inhalten steigert die Anforderungen an die Downstream- im Vergleich zur Upstream-Bandbreite. Schon heute liegt das Verhältnis von Up- zu Downstream in Deutschland bei ca. 1:8. Die Teilnehmer des Workshops waren sich einig, dass eine Verteilung von Mobilfunkfrequenzen mit gleichen Anteilen von Up- und Downlink die Realitäten im Breitbandmarkt nicht widerspiegeln. Die Diskussion ergab auch, dass heutzutage die Hardware den Anforderungen der Inhalte folgt. So stellt gerade die Einbindung von Second Screens über Smart Phones und Tablets neue Anforderungen an die IP-Ströme. WiFi nimmt hier einen zentralen Verbindungspunkt ein, der mobile Endgeräte und das Festnetz über die Grenzen von Betriebssystemen hinweg miteinander verbinden kann.

Over-the-Top(OTT)-Inhalte sind an Content-Delivery-Netze und damit an das Festnetz gekoppelt. Dienste sollten möglichst ohne Medienbrüche und nach der Devise „Ein Netz für alle Dienste“ zu den Kunden geliefert werden. Auffällig ist, dass die OTT-Nutzung schon heute ca. 20 Minuten des täglichen TV-Konsums einnimmt. Der Erfolg von OTT hängt jedoch stark von der Qualität der Dienste bei den Kunden ab. Gerade Videodienste zeigen schnell die Schwächen in der Bezugskette auf. Dazu Carsten Engelke, Technischer Leiter des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): „Die Kabelnetze mit ihrer hohen Bandbreite und der zuverlässigen Netzqualität stehen in der Gunst der Kunden ganz oben. Jetzt gilt es, die Content-Delivery-Netze durch Verträge an die leistungsfähigen Kabelnetze anzubinden, um Qualität zu sichern und Peering-Kosten bei den Videodiensten einzugrenzen.“

Die Diskussion wird auf der ANGA COM (Fachmesse und Kongress für Breitband, Kabel & Satellit) vom 4. bis 6. Juni 2013 in Köln fortgesetzt werden.



12-12-20_PM_ANGA-Workshop (pdf, 25 KB)

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