Presse
18. MÄRZ 2011

ANGA Netzbetreiber-Workshop "IPv6 - Migration jetzt!" zeigt den Handlungsbedarf der IT-Branche auf

  • IPv6 ist der Motor für mehr Wachstum
  • Das Kundenwachstum der Kabelnetzbetreiber bei Breitbandinternet macht den Einsatz von IPv6 unabdingbar
  • Eine kundenfreundliche Einführung von IPv6 erfordert die frühzeitige Migration

Köln/Berlin, 18. März 2011 – Auf großen Zuspruch stieß ein Experten-Workshop zum Thema IPv6 für Netzbetreiber, den die ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. gemeinsam mit dem Mitgliedsunternehmen Cisco Systems durchgeführt hat. Der nach­haltige Erfolg der Vermarktung von breitbandigen Internetanschlüssen über das Breit­band­kabel veranlasst die Netzbetreiber, bereits heute die Grundlagen für den Übergang zu IPv6 zu schaffen. Viele ehemalige DSL-Kunden nutzen nun die Angebote der Kabel­netz­be­treiber mit 100 MBit/s und mehr, was einen weiteren Bedarf nach öffentlichen IP-Adressen im Breit­band­kabel weckt. Zusätzlich stellen sich die Netzbetreiber auf neue Dienste und Geräte ein: Internetplattformen wie YouTube oder Google ebenso wie Smart Home-Anwendungen werden in den nächsten Jahren im Wohnumfeld verstärkt öffentliche IP-Adressen fordern.

Fred Mattig, Leiter Advanced Technologies bei Kabel Deutschland: „Kabel Deutschland hat frühzeitig ein Projekt unter Einbindung interner und externer Partner zur IPv6-Ein­führung implementiert. Dies war die richtige Entscheidung, um die Wettbewerbs­fähig­keit der Kabelnetze zu erhalten und das Kundenwachstum weiter zu fördern.“ 

Mit dem erfolgreichen DOCSIS 3.0 Roll-Out hat die Kabelbranche die Tür zu IPv6 aufgestoßen und damit auf den Vergabestopp der IPv4-Adressen durch die IANA (Internet Assigned Numbers Authority) frühzeitig reagiert. Jörg Hellwig, Area Manager bei Cisco Systems: „Schon heute laufen viele Dienstleistungen unter IPv6 und der Wechsel zu IPv6 bei den Diensten hat rasant an Fahrt aufgenommen. In vielen Core-Netzwerken ist IPv6 als fester Bestandteil der Installation bereits implementiert.“

Auf dem Workshop wurden verschiedene Wege zur Migration zu IPv6 diskutiert, um die Kunden der Breitbandnetzbetreiber mit in die neue Welt des Internet zu nehmen. Ein positives Ergebnis war, dass die modernen Endkundennetze sowohl IPv6 als auch IPv4 abbilden können. Carsten Engelke, Technischer Leiter der ANGA, brachte es auf den Punkt: „Es wird bei der Migration keinen Königsweg geben, aber wer in der neuen Welt mitspielen will, benötigt IPv6. Es gilt die einfache Regel: keine Adressen, kein Netzzugang, keine Neukunden!“

Neue Entwicklungen und Geräte für die Migration zu IPv6 werden auch auf der nächsten ANGA Cable, Fachmesse für Kabel, Breitband und Satellit (3. bis 5. Mai 2011 in Köln, www.angacable.de), Thema der Ausstellung und des Fachkongresses sein. 

Kontakt: Carsten Engelke • Tel.: 030/240477390 • carsten.engelke(at)anga.dewww.anga.de



11-03-18_PM_ANGA_Workshop_IPv6_-_Migration_jetzt (pdf, 182 KB)

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