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20. AUG. 2019

2. GigabitGipfel.NRW mit positiver Zwischenbilanz

Gigabit-Gipfel

Minister Pinkwart (2.v.l.) hat die Ergebnisse des 2. GigabitGipfel.NRW vorgestellt: Immer mehr Haushalte, Schulen und Gewerbegebiete haben schnelles Internet. Durch die Aufrüstung des Fernsehkabelnetzes (HFC) und den kontinuierlichen Ausbau von Glasfaseranschlüssen bis in die Gebäude (FTTB) wird Nordrhein-Westfalen nach der 50 Mbit/s- und 400 Mbit/s-Versorgung in den kommenden Jahren auch bei den Gigabitanschlüssen mit über 1000 Mbit/s an der Spitze der Flächenländer stehen. Bis 2025 soll die Fläche mit Gigabit versorgt sein. Mit dabei waren Dr. Peter Charissé (Geschäftsführer, ANGA), die acht führenden Netzbetreiber sowie vier weitere Branchenverbände.

Die positive Zwischenbilanz ist, dass immer mehr Haushalte Gigabit-Internet nutzen können. Damit dieser Ausbau weitergeht, hat sich die ANGA beim Gipfel dafür ausgesprochen, dass staatliche Förderung auf Gebiete beschränkt sein muss, in denen es in absehbarer Zeit kein Gigabit gibt. Ein geförderter Überbau von Gigabit-Netzen ist auszuschließen. 

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Hier die Ergebnisse im Detail: 

Hohe Bandbreiten:

Die Nachfrage nach hohen Bandbreiten steigt. 70 Prozent der Haushalte sind bereits mit mindestens 400 Mbit/s versorgt - mehr als in jedem anderen Flächenland. Diese HFC-Netze werden in den kommenden Jahren auf Gigabitfähigkeit aufgerüstet. 

Glasfaserausbau schreitet voran:

Parallel geht der FTTB-Ausbau von Glasfaseranschlüssen bis in die Gebäude (Fibre to the building) weiter und erschließt kontinuierlich Haushalte mit Gigabitbandbreiten im Down- und Upload. Neben dem eigenwirtschaftlichen Ausbau will das Land von diesem Jahr an erneut eine Milliarde Euro in Förderprojekte investieren.

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​Große Fortschritte bei Schulen und Gewerbegebieten:

86 Prozent der Schulen haben bereits einen Gigabitanschluss bzw. ein solcher ist geplant. Das hat eine Abfrage der Schulträger und Kommunen ergeben. Bei den Gewerbegebieten sind es 66 Prozent. Die am GigabitGipfel.NRW teilnehmenden Netzbetreiber wollen eigenwirtschaftlich 15 Prozent der Schulen und 40 Prozent der Gewerbegebiete erschließen. Die Aktionspläne zeigen den Weg zur Vollversorgung bis Ende 2022.

Alternative Verlegemethoden:

Die Landesregierung unterstützt Kommunen dabei, durch schnellere und kostengünstigere Verlegemethoden in geringerer Tiefe die Versorgung mit schnellem Internet zu beschleunigen. Bewährt haben sich Veranstaltungen, bei denen sich Kommunen zu Best-Practice-Beispielen, Genehmigungsabläufen und Baustellenmanagement untereinander austauschen.  Ziel des Landes ist es, bis 2022 alle Schulen und Gewerbegebiete sowie bis 2025 die Fläche mit Gigabitanschlüssen zu versorgen. Beim ersten GigabitGipfel.NRW im Juli 2018 haben Land, führende Netzbetreiber und Verbände eine Zusammenarbeit bei der Erreichung dieser Ziele vereinbart. Das hat bereits einen erheblichen Schub beim Anschluss der Schulen und Gewerbegebiete gebracht, der nun auch für die Fläche zu erwarten ist.

Weitere Informationen gibt es hier.

Fotos: ANGA, TKG Südwestfalen, MWIDE NRW/R. Sondermann


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