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24. JUNI 2019

Austausch mit MdB-Mitarbeitern zum Breitbandausbau

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Am 19. Juni hatte die ANGA zum Frühstück "Gigabitnetze 2025" für MdB-Mitarbeiter*innen eingeladen. Beim Austausch wurden drei Punkte deutlich:

  1. Ein schneller Breitbandausbau gelingt am besten mit dem eigenwirtschaftlichen Ausbau. Hierfür braucht es Planungssicherheit - auch in Bezug auf Förderprogramme. Eine Nachschärfung beim Förderprogramm für Graue Flecken ist notwendig.
  2. Alternative Verlegeverfahren beschleunigen den Breitbandausbau. Nano-Trenching und andere moderne Verlegemethoden sollten zunehmend in den Fokus genommen werden. 
  3. Genehmigungsverfahren für Tiefbauarbeiten müssen optimiert werden. Digitale Antragsverfahren mit entsprechenden Workflows sind notwendig.

Sebastian Artymiak (Leiter Public Affairs, ANGA) stellte in der Einführung die aktuellen Marktzahlen vor (siehe Folien). Jeder vierte Internetkunde der ANGA-Netzbetreiber Bandbreiten von 200 Mbit/s oder mehr. Die Netzbetreiber der ANGA treiben den Gigabit-Ausbau voran: Über ihre Netze können heute schon deutlich mehr als 10 Mio. Haushalte zu einem Gigabit-Anschluss kommen. Damit leisten sie den wesentlichen Beitrag zum Gigabit-Ziel der Bundesregierung.

Johannes Jahreiß (Vodafone) stelle die aktuelle Abdeckung der 12,7 Mio. Haushalte im Glasfaser-Netz vor (siehe Folien und Erklärvideo). Die Abdeckung mit

  • 100 Megabit/s  beträgt 100 %
  • 200 Megabit/s beträgt 99 %
  • 400 Megabit/s beträgt 89 %
  • 500 Megabit/s beträgt 83 %
  • 1000 Megabit/s beträgt 71 %

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Bis 2022 sollen zusätzlich Im Vodafone-Netz Gigabit-Bandbreiten für 2/3 aller deutschen Haushalte und Glasfaser Anschlüsse für 100.000 Firmen in 2.000 Gewerbeparks zur Verfügung stehen. Seine Verbesserungsvorschläge für den Gigabitausbau sind: 

  • Zulassung von Nano-Trenching als Standardverlegeverfahren
  • Dauer der Genehmigungsverfahren für Tiefbauarbeiten auf 4 Wochen begrenzen; keine Antwort der zuständigen Behörde bedeutet Genehmigung
  • Pauschalgenehmigung für „kleine“ Bauvorhaben mit pauschaler Jahresgebühr (z.B. kleine Grube auf öffentlichem Grund)
  • Nutzung von Abwasserkanälen für Verlegung von Glasfaserkabeln
  • Möglichkeiten oberirdischer Verlegung stärker nutzen
  • Graue Flecken“-Förderung: Stärkere Berücksichtigung des Mobilfunks im Richtlinien-Entwurf

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Stefan Tiemann (Geschäftsführer, RFT kabel Brandenburg) stellte zum beschleunigten Breitbandausbau neben der offenen Grabenbauweise das Spülbohrverfahren vor (siehe Folien und Erklärvideo). Er forderte zur Beschleunigung des Breitbandausbaus:

  • Digitale Antragsverfahren mit entsprechenden Workflows 
  • Fachliche Aus- und Weiterbildung der MA in den Ämtern
  • Schutz und Stimulation des eigenwirtschaftlichen Ausbaus
  • Planungssicherheit in Bezug auf Förderprogrammen und rechtlichen Rahmenbedingungen und -Forderungen
Die präsentierten Folien finden Sie unten im Download.



190612_RFT_kabel_Tiemann (pdf, 2 MB) 190613_ANGA_Artymiak_final (pdf, 3 MB) 190618_Vodafone_Jahreiss_final (pdf, 3 MB)

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