Marktdaten & Studien
08. FEB. 2018

Wo stehen wir im Bereich der digitalen Infrastruktur?

Von Andreas Neumann und Prof. Dr. Jörn Sickmann

4FA7D170-F98C-41B6-86FE-55391467EDDF.

Unabhängige Studie des Instituts für das Recht der Netzwirtschaften, Informations- und Kommunikationstechnologie (IRNIK).

Auszug aus der Zusammenfassung:

Derzeit wird in der öffentlichen Diskussion dem Breitbandausbau in Deutschland ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Diese Bewertung ist unzutreffend. Sie beruht oftmals auf einer Fokussierung auf die Verbreitung reiner Glasfaseranschlüsse („Fiber To The Home/Building“, FTTH/B), bei der Deutschland im internationalen Vergleich tatsächlich noch hinterherhinkt.

Eine solche Sichtweise blendet aber maßgebliche Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern aus. Insbesondere besteht in Deutschland mit den Kabelfernsehnetzen eine zweite Anschlussinfrastruktur, die für über 60 Prozent der Haushalte bundesweit verfügbar ist und schon kurzfristig Bandbreiten im Gigabitbereich ermöglichen wird. Die Leistungsfähigkeit sowohl dieser Anschlussinfrastruktur, als auch des Kupferkabelnetzes, konnte in den letzten Jahren erheblich gesteigert werden.

Hiervon profitiert hat gerade auch der ländliche Raum: Seit Mitte 2012 hat sich die Versorgung mit Breitbandanschlüssen mit einer Empfangsgeschwindigkeit von mindestens 50 Megabit pro Sekunde im ländlichen Raum wesentlich stärker verbessert als im städtischen Bereich. Sie ist mit mittlerweile fast 40 Prozent der Haushalte beinahe fünfmal so hoch wie noch sechs Jahre zuvor.

Deutschland liegt damit bei der Versorgung mit schnellen Breitbandanschlüssen sowohl insgesamt, als auch bezogen auf den ländlichen Raum, jeweils über dem EU-Durchschnitt. Einschließlich der Mobilfunkversorgung und unter Berücksichtigung der qualitativen Kriterien Geschwindigkeit und Preis liegt Deutschland bei der Konnektivität EU-weit auf dem siebten Rang.

Deutschland kann also beim Breitbandausbau in den letzten Jahren auf eine auch im internationalen Vergleich positive und dynamische Entwicklung zurückblicken. [...]

Zum Weiterlesen und Download der Studie klicken Sie hier.

IRNIK



irnik_dp_005 (pdf, 865 KB)

Mitglieder