Pressemitteilungen

Kabelnetze als Motor der Breitbandentwicklung - ANGA legt Positionspapier vor 10. Dezember 2009

  • Kabelnetzbetreiber errichten zukunftssichere Hochleistungsbreitbandnetze
  • Investitionen von über 2,5 Milliarden Euro in den letzten 5 Jahren
  • Substanzieller Beitrag zu den Breitbandzielen der Bundesregierung
  • Nur die Förderung des nachhaltigen Infrastrukturwettbewerbs sichert zukünftige Breitbandentwicklung

Berlin/Köln, 10. Dezember 2009 – „Leistungsfähige Breitbandnetze zum schnellen Informations- und Wissensaustausch sind die Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum“. Zur Erreichung dieses auch von der Bundesregierung unterstützen Ziels leisten die Kabelnetzbetreiber seit einigen Jahren einen stetig und rasant wachsenden Beitrag. Dies geht aus einem heute veröffentlichten Positionspapier des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) hervor.

Mit ihren modernen HFC-Breitbandnetzen, einer Kombination aus Glasfaser und Koaxialkabel, errichten die Kabelnetzbetreiber in Deutschland eine zukunftssichere Breitbandinfrastruktur.  Mit Bandbreiten von 100 MBit/s und mehr, wie man sie sonst nur von Glasfasernetzen, insbesondere FTTB-Netzen kennt, entwickeln sich die Kabelnetzbetreiber mehr und mehr zum Motor für den Breitbandwettbewerb. Dazu Thomas Braun, Präsident der ANGA: „Die deutschen Kabelnetzbetreiber haben in den letzten 5 Jahren über 2,5 Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Breitbandkabelnetze investiert. Mit 24 Millionen anschließbaren und versorgbaren Haushalten verfügen sie über eine enorm leistungsfähige Infrastruktur. Durch ihre Marktführerschaft, die die Kabelnetzbetreiber schon seit Jahren beim Preis-, Bandbreiten- und Leistungsverhältnis innehaben, zwingen sie auch die anderen Netzbetreiber zu Investitionen in ihre Netze, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Damit leisten die Kabelnetzbetreiber einen substanziellen Beitrag zu den Breitbandzielen der Bundesregierung.“

So ermöglichten die Kabelnetzbetreiber in den letzten Jahren ca. 2 Millionen Haushalten, einen Hochgeschwindigkeits-Internetzugang zu nutzen. Begünstigt wird dies durch die Tatsache,  dass beim Breitbandkabel – anders als beim Telefondraht – die für den Kunden verfügbare Bandbreite nicht mit der Entfernung von der Kopfstelle zum Endkunden abnimmt. Damit ist das Kabel technologisch besonders für die hochwertige Versorgung von weiter abgelegenen Haushalten geeignet. Einen noch weit höheren Beitrag können die Kabelnetzbetreiber zur Erreichung des Ziels leisten, bis zum Ende des Jahres 2014 insgesamt 75 % aller Haushalte mit dem Zugang zu einem Breitbandanschluss von mindestens 50 MBit/s zu versorgen. Fast im Alleingang kann das Kabel bis zu 24 Millionen Haushalte ohne staatliche Unterstützung mit solchen Anschlüssen versorgen und damit das Ziel zu 80 % aus eigener Kraft und in zahlreichen Regionen sogar vollständig allein erfüllen.

Voraussetzung dafür ist allerdings ein Regulierungsrahmen, der auch weiterhin Anreize für Investitionen in eigene Infrastrukturen schafft und einen effizienten Wettbewerb ermöglicht. Eine finanzielle Förderung des Aufbaus von Breitbandnetzen darf den Wettbewerb zu bestehenden Breitbandnetzen genauso wenig verzerren wie Kooperationsmodelle zum Aufbau solcher Netze. Dazu Thomas Braun: „Unsere Mitgliedsunternehmen haben seit Jahren aus eigener Kraft erhebliche Summen investiert und stellen sich einem fairen Wettbewerb der Infrastrukturen. Staatliche Eingriffe in diesen wettbewerbsintensiven Markt dürfen daher nur dort erfolgen, wo dies nicht bereits getätigte Investitionen entwertet oder weitere Investitionen verhindert. Deutschland verfügt bereits über eine gute Ausgangslage für die weitere Breitbandentwicklung und die Kabelnetzbetreiber können und wollen auch weiterhin dieses Geschäftsfeld vorantreiben.“



Workshop des ANGA Competence Centers: Kabel lässt mit DOCSIS 3.0 die DSL-Konkurrenz weit hinter sich 03. November 2009

  • DOCSIS 3.0-Ausbau sichert deutlichen Zeitvorsprung sowie Kosten- und Leistungsvorteile gegenüber
  • DSL-Ausbau Kabelnetzbetreiber erfüllen Breitband-Ziele der Bundesregierung fast im Alleingang

Berlin/Bonn, 4. November 2009 – Durch die Einführung des Datenübertragungsstandards DOCSIS 3.0 („Data Over Cable Service Interface Specification“) können Kabel­netz­betreiber in Deutschland wesentlich schneller, kosteneffizienter und weiträumiger die Versorgung mit schnellem Breitband-Internet verwirklichen als DSL-Betreiber. Dies ist das Ergebnis des Experten-Workshops des ANGA Competence Centers, an dem rund 120 Branchenfachleute teilgenommen haben.

Im Rahmen des Workshops präsentierten Vertreter von Alcatel-Lucent, ARRIS, CASA Systems, Cisco, Divitel, Kathrein, Motorola, PrimaCom und WISI Communications die tech­nischen und wirtschaftlichen Potenziale des neuen Standards, etwa der zukünftigen Integration von klassischem Rundfunk mit internet-basierten Diensten.

DOCSIS 3.0 erlaubt es, die Kabelnetze großflächig für Download-Geschwindigkeiten von weit über 100 MBit/s vorzubereiten, selbst mehr als 300 MBit/s sind technisch darstellbar. Damit ist das Kabel in der Fläche den DSL-Anbietern um Jahre voraus. Im Gegensatz zum teuren und technisch aufwändigen Glasfaserausbau der DSL-Betreiber sind für die DOCSIS 3.0-Einführung im ersten Schritt weder nennenswerte Eingriffe in Gebäude noch Tiefbauarbeiten erforderlich. DOCSIS 3.0 passt sich nahtlos in die existierenden Kabelstrukturen ein. Dabei kommen den deutschen Kabelnetzbetreibern die bereits geleisteten massiven Investitionen in den Netzausbau ebenso zu Gute; diese sind weit­gehend zu sogenannten HFC-Netzen ausgebaut – eine hybride Kombination aus hoch­leistungs­fähiger Glasfaser mit robusten und kosteneffizienten Koaxialnetzen für die haus­interne Verkabelung.

Carsten Engelke, Leiter des ANGA Competence Centers, zum Ergebnis des Workshops: „Die Einführung des DOCSIS 3.0-Standards hat in Deutschland bereits begonnen und erste ANGA-Mitglieder bieten in ihren Regionen schon Internet-Flatrates von über 100 MBit/s an. Die Präsentationen und Diskussionsbeiträge des Workshops belegten ein­drucks­voll die technische Überlegenheit des Kabels gegenüber den DSL-Netzen.“



Workshop des ANGA Competence Centers: Kabel lässt mit DOCSIS 3.0 die DSL-Konkurrenz weit hinter sich 03. November 2009

  • DOCSIS 3.0-Ausbau sichert deutlichen Zeitvorsprung sowie Kosten- und Leistungsvorteile gegenüber DSL-Ausbau
  • Kabelnetzbetreiber erfüllen Breitband-Ziele der Bundesregierung fast im Alleingang

Berlin/Bonn, 4. November 2009 – Durch die Einführung des Datenübertragungsstandards DOCSIS 3.0 („Data Over Cable Service Interface Specification“) können Kabel­netz­betreiber in Deutschland wesentlich schneller, kosteneffizienter und weiträumiger die Versorgung mit schnellem Breitband-Internet verwirklichen als DSL-Betreiber. Dies ist das Ergebnis des Experten-Workshops des ANGA Competence Centers, an dem rund 120 Branchenfachleute teilgenommen haben.

Im Rahmen des Workshops präsentierten Vertreter von Alcatel-Lucent, ARRIS, CASA Systems, Cisco, Divitel, Kathrein, Motorola, PrimaCom und WISI Communications die tech­nischen und wirtschaftlichen Potenziale des neuen Standards, etwa der zukünftigen Integration von klassischem Rundfunk mit internet-basierten Diensten.

DOCSIS 3.0 erlaubt es, die Kabelnetze großflächig für Download-Geschwindigkeiten von weit über 100 MBit/s vorzubereiten, selbst mehr als 300 MBit/s sind technisch darstellbar. Damit ist das Kabel in der Fläche den DSL-Anbietern um Jahre voraus. Im Gegensatz zum teuren und technisch aufwändigen Glasfaserausbau der DSL-Betreiber sind für die DOCSIS 3.0-Einführung im ersten Schritt weder nennenswerte Eingriffe in Gebäude noch Tiefbauarbeiten erforderlich. DOCSIS 3.0 passt sich nahtlos in die existierenden Kabelstrukturen ein. Dabei kommen den deutschen Kabelnetzbetreibern die bereits geleisteten massiven Investitionen in den Netzausbau ebenso zu Gute; diese sind weit­gehend zu sogenannten HFC-Netzen ausgebaut – eine hybride Kombination aus hoch­leistungs­fähiger Glasfaser mit robusten und kosteneffizienten Koaxialnetzen für die haus­interne Verkabelung.

Carsten Engelke, Leiter des ANGA Competence Centers, zum Ergebnis des Workshops: „Die Einführung des DOCSIS 3.0-Standards hat in Deutschland bereits begonnen und erste ANGA-Mitglieder bieten in ihren Regionen schon Internet-Flatrates von über 100 MBit/s an. Die Präsentationen und Diskussionsbeiträge des Workshops belegten ein­drucks­voll die technische Überlegenheit des Kabels gegenüber den DSL-Netzen.“



Kabel will digitale Marktöffnung in Deutschland 30. Oktober 2009

  • Pressegespräch der ANGA auf den Medientagen München: Kabelnetzbetreiber wollen Programm- und Inhalteanbietern neue Wachstumschancen eröffnen und Kunden attraktive digitale Dienste anbieten
  • ANGA-Präsident Thomas Braun: "Digitalisierung ist deutlich mehr als analoger Wein in digitalen Schläuchen"
  • Wechselbarrieren für Zuschauer reduzieren – Kommunikation verbessern

Berlin/Bonn, 30. Oktober 2009 – Die deutschen Kabelnetzbetreiber wollen den Programmveranstaltern und Inhalteanbietern neue Wachstumschancen mit digitalem Fernsehen und Breitband-Internet eröffnen. Anlässlich eines Pressegesprächs zu den Medientagen München betonten die Branchenvertreter Thomas Braun (Präsident der ANGA), Adrian v. Hammerstein (CEO, Kabel Deutschland), Harald Rösch (CEO, KabelBW) und Dietmar Schickel (CCO, Tele Columbus) die Systemvorteile ihrer Infrastruktur, die gleichzeitig Breitband-Internet, Telefon sowie digitales und analoges Fernsehen zum Verbraucher transportiert. Die überragende Kapazität der Netze erlaubt superschnelles Breitband-Internet und Triple Play, neuartige "hybride" Fernsehangebote ebenso wie neue Free-TV- und Pay-TV-Geschäftsmodelle. ANGA-Präsident Thomas Braun: "Digitalisierung bedeutet nicht, dem Zuschauer analogen Wein aus digitalen Schläuchen einzuschenken – Digitalisierung heißt für uns, dem Fernsehen eine neue Erlebnis- und Servicequalität zu eröffnen und den Kunden einen echten Mehrwert zu bieten. Das Kabel hat die Reichweite, die Kapazität und die Kundenbasis, um zum Wachstums- und Innovationsmotor im Digital-TV zu werden. Wir rufen Politik und Marktpartner auf, die Besonderheiten des Kabels zu erkennen und gemeinsam kreativ zu nutzen."

Bereits jetzt, so betonte Braun, vollziehe sich der Umstieg von analoger zu digitaler Nutzung im Kabel mit hohen jährlichen Wachstumsraten von zuletzt 40 Prozent. Neue Generationen von Festplatten basierten Digital-Receivern, attraktiv gestaltete Bildschirmmenüs und eine ständig wachsende Zahl von Programmen und Diensten machen den Umstieg für immer mehr Kabelkunden attraktiv. Zugleich schätzen die Verbraucher und Wohnungswirtschaft den Vorteil des analogen Kabels, auch ohne Digital-Receiver – etwa im Schlaf- oder Kinderzimmer – Fernsehen und Radio aus der Kabeldose empfangen zu können. Das Kabel kann aufgrund seiner überragenden Bandbreite analoges und digitales Fernsehen parallel anbieten.

Braun kritisierte, dass ARD und ZDF dem Kabel die Einspeisung ihrer HD-Programme zu marktüblichen Konditionen verweigern, während sie bei der Satellitenübertragung die erheblich höheren Übertragungskosten zahlen. Die Öffentlich-Rechtlichen seien verpflichtet, die Infrastrukturen gleich zu behandeln und können nicht durch die Einführung neuer Technologien oder Angebote die bestehenden und bewährten Marktmodelle einseitig und auch zulasten der Kabelkunden ändern.

Harald Rösch (CEO KabelBW) betonte die Führungsrolle des Kabels beim Breitband-Ausbau in Deutschland: Bereits heute seien die Netze nicht nur hundertprozentig digitalisiert, sondern weitgehend für Breitband-Internet aufgerüstet; bis tief hinein in den ländlichen Raum. "Die Kabelnetzbetreiber lösen bereits heute im Alleingang und ohne Subventionen die erst für 2014 avisierten Breitband-Versprechen der ehemaligen Bundesregierung ein." Das Kabel überträfe DSL und VDSL nicht nur hinsichtlich des Ausbaus ländlicher Regionen, sondern auch in Preis und Leistung: Internet-Downloadgeschwindigkeiten im Kabel von bis zu 100 MBit/s und weit darüber hinaus fungieren so als Schrittmacher für technische und kreative Innovationen. Subventionen für den Breitband-Ausbau, wie sie vom DSL-Wettbewerb gefordert werden, machten nur in völlig unerschlossenen Gebieten, den "weißen Flecken" Sinn. Hier sei auch ein Einsatz neuer mobiler Technologien wie LTE plausibel. Das Kabel setze beim Netzausbau dagegen erfolgreich auf die Kooperation mit den Kommunen.

Dietmar Schickel (CCO Tele Columbus) hob die Rolle des Kabels als Innovationstreiber hervor: Hybride Endgeräte, wie sie ab Ende dieses Jahres in den Markt kommen, sind für den Empfang von Fernsehinhalten im klassischen Kabelstandard DVB-C sowie auch von IP-Signalen geeignet. Neben dem linearen Fernsehen im neuen, hochauflösenden HDTV-Format ermöglichen sie somit auch die Wiedergabe von TV-Content aus dem Internet, zeitversetztes Fernsehen, Filme auf Abruf und ganz neue, interaktive Serviceangebote. Die zukünftigen High-End Digital-Receiver seien mit leistungsfähigen Festplatten, innovativer Software und einem Twin Tuner für den parallelen Empfang von zwei Programmen zur gleichzeitigen Aufnahme und Wiedergabe ausgerüstet. Auf diese Weise schaffe das Kabel einen neuen Marktplatz für kreative Inhalte und eröffne neue Geschäftsmodelle: "Die Kabelinfrastruktur ist wie kein anderer Übertragungsweg für die Vollversorgung mit linearen und interaktiven Diensten geeignet. Auch für unsere wichtigen Partner in der Wohnungswirtschaft bietet das interaktive Breitbandkabel neue Möglichkeiten und Anwendungen zur Mieterbindung über innovative Komfortdienste."

Adrian v. Hammerstein (CEO Kabel Deutschland) betonte, dass sich das Kabel inzwischen als erfolgreichster Angreifer im Breitbandmarkt etabliert habe und zugleich seine Führungsrolle beim Fernsehempfang verteidigen werde: "Unser Anspruch ist, die führende Fernsehplattform zu sein." Bereits jetzt verzeichnet Kabel Deutschland in ihren Netzen mehr Abonnenten eigener Abo-TV-Programme als Sky-Abonnenten. Zukünftige Angebote werden das Fernsehen in drei Dimensionen stärken: Eine von Programmplänen ungebundene, "nichtlineare" Nutzung, höhere Qualität sowie ein intuitiver, begeisternder Bedienkomfort. Kabel Deutschland bekennt sich ausdrücklich zum CI+ Standard, durch den TV-Geräte über ein auswechselbares Steckmodul digitale Kabelprogramme entschlüsseln können.

Fazit der Kabelnetzbetreiber: Das Kabel stehe für die „digitale Öffnung“ des Marktes für Innovation und neue Geschäftsmodelle.



Digitalisierung der Kabelnetze: Fördern statt regulieren – ANGA legt Positionspapier vor 06. Oktober 2009

  • Überstürzte Analogabschaltung schadet allen Marktbeteiligten
  • Kabel bietet ausreichend Platz für analoge und digitale Angebote
  • Beschleunigung des Digitalisierungsprozesses über attraktive digitale Inhalte
  • Medienrechtliche Vorschriften zur Sicherung der Wahlfreiheit bei der Ver­schlüsse­lung digitaler Free-TV-Programme gefordert

Berlin/Bonn, 6. Oktober 2009 – Eine voreilige Abschaltung des analogen Fernsehens benachteiligt nicht nur die Kabelnetzbetreiber, sondern auch die Inhalteanbieter, die Wohnungswirtschaft sowie die Kabelkunden und schadet somit allen Marktbeteiligten. Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber ANGA fordert daher in einem heute veröffentlichten Positionspapier einen anreizorientierten Digitalumstieg.

Anders als bei der Terrestrik, bei der aufgrund begrenzter Kapazitäten ein harter Umstieg notwendig war, verfügt das Kabel über große Bandbreiten und ausreichende Kapazitäten, um gleichzeitig analog und digital zu verbreiten. D.h. 100 % der deutschen Breitband­kabel­netze sind digital und transportieren eine Vielzahl digitaler Angebote zu ihren Kunden – parallel zur analogen Übertragung. Hiervon ist die Nutzung digitaler Fernsehangebote zu unter­­scheiden: Mehr als 6 Mio. TV-Haushalte, die digitale Angebote via Kabel nutzen, und hohe jährliche Wachstumsraten von zuletzt mehr als 40 % zeigen, dass der Digitali­sierungs­prozess im Kabelnetz deutlich an Fahrt aufgenommen hat.

„Um dies zu ermöglichen investieren die Kabelnetzbetreiber jährlich hohe Summen in die Aufrüstung ihrer Netze“, betont ANGA-Präsident Thomas Braun. „Allein in diesem Jahr sind es über 700 Mio. Euro. Neben digitalen Rundfunkangeboten findet über unsere aufgerüsteten Netze auch High-Speed-Internet und Telefonie statt. Damit setzen wir entscheidende Impulse für den Infrastrukturwettbewerb mit den DSL-Anbietern. Eine erzwungene analoge Abschaltung, verbunden mit entsprechenden Kundenverlusten, würde die Investitionsfähigkeit der Kabelnetzbetreiber schwächen – ein deutlicher Wider­spruch zur Breitbandstrategie der Bundesregierung, deren Ziele gerade mit Blick auf schnelles Internet mit 50 MBit/s und mehr ohne Breitbandkabelnetze nicht erreichbar sind.“

Zur Beschleunigung des Digitalisierungsprozesses fordern die Kabelnetzbetreiber die Schaffung attraktiver digitaler Angebote. Hierzu Thomas Braun: „Damit die Digitalisierung zunimmt, sind weitere digitale Angebote der Inhalteanbieter mit echtem Mehrwert für den Zuschauer erforderlich. Ein solcher anreizorientierter Digitalumstieg setzt jedoch voraus, dass die Kabelnetzbetreiber Zugang zu allen relevanten Programmen und Inhalten haben – und zwar zu marktüblichen Konditionen. Die Blockade der großen privaten Programm­anbieter bei der digitalen Weiterverbreitung im Kabel bis Ende 2005 hat der Digitalisierung im Kabel geschadet. Dies darf sich jetzt nicht wiederholen.“

Insbesondere bei der Verbreitung von HDTV-Programmen ist es nicht akzeptabel, wenn ARD und ZDF Verbreitungsentgelte an Satelliten- und DVB-T-Betreiber zahlen, diese aber dem Kabel – dem günstigsten Übertragungsweg für die Programmveranstalter – ver­wei­gern wollen. Eine indirekte Überwälzung der Kosten auf die Kabelkunden, obwohl diese bereits über ihre Rundfunk­gebühren auch für die Verbreitung der HDTV-Programme bezahlen, ist nicht zu rechtfertigen.

„Zudem fordern wir die Schaffung medienrechtlicher Vorschriften, die jedem Netzbetreiber die Wahlfreiheit sichern, ob er eine Verschlüsselung der digitalen Free-TV-Programme vornimmt oder sie unverschlüsselt weiter­verbreitet“, stellt Thomas Braun klar heraus. „Das Geschäftsmodell darf nicht einseitig von den Programmveranstaltern oder der Medienpolitik vorgegeben werden.“

Braun abschließend: „Ein zusätzlicher Grund für die Zurückhaltung mancher Kabelkunden beim Wechsel zum digitalen Fernsehen ist die erforderliche Anschaffung eines Digitalreceivers. Um Kabelkunden zumindest von den damit verbundenen Kosten zu entlasten, sind infrastrukturneutrale Zuschüsse für Set-Top-Boxen, z.B. über einen Digitalisierungsfonds oder Gutscheine wie in den USA, Österreich oder Italien, in Erwägung zu ziehen. Außerdem ließe sich die Attraktivität von digitalen Inhalten durch eine reduzierte Umsatzsteuer auf digitale Free- und Pay-TV-Pakete erhöhen.“

Das Positionspapier zur Digitalisierung finden Sie auf der Website der ANGA (www.anga.de) im Bereich Stellungnahmen.



Kabel wächst mit 58.000 Breitband-Neukunden pro Monat 10. September 2009

  • Superschnelles Internet über Kabel mit 350.000 Neukunden im ersten Halbjahr
  • Kabelnetzbetreiber festigen ihre Rolle als Wachstums- und Innovationsmotor
  • Absage an „Breitband AG“- Idee für staatlich gelenkten DSL-Ausbau
  • ANGA-Präsident Thomas Braun: „Deutschland braucht Infrastrukturwettbewerb und ein deutlich besseres Investitions­klima“
Berlin/Bonn, 10. September 2009 – Immer mehr Verbraucher nutzen ihren Kabelanschluss als Zugang zum superschnellem Breitband-Internet: Die deutschen Kabelnetzbetreiber melden für die ersten sechs Monate des Jahres einen kraftvollen Zuwachs von rund 350.000 Breitband-Neukunden auf insgesamt über 1,95 Millionen Haushalte – das sind mehr als 58.000 Neukunden pro Monat. Weitere 300.000 Haushalte sind durch Verein­barungen zwischen Wohnungswirtschaft und Kabelnetzbetreibern bereits serienmäßig mit Kabelmodems und Internetzugang ausgestattet. 1,9 Millionen Haushalte telefonierten zum 30. Juni über ihren Fernsehkabelanschluss; ein Plus von fast einer halben Million im ersten Halbjahr. Damit wächst das Kabel mit Breitband- und Telefon­diensten auch im ersten Halbjahr 2009 weiter deutlich schneller als der Gesamtmarkt.

Der Verband deutscher Kabelnetzbetreiber ANGA führt das ungebrochen kraftvolle Breitband-Kundenwachstum auf den Infrastrukturwettbewerb zwischen Kabel- und DSL-Anbietern zurück. So investieren die Kabelnetzbetreiber in diesem Jahr rund 700 Millionen Euro in den Ausbau ihrer Netze, Angebote und der Servicequalität. Inzwischen sind die Breitband-Kabelangebote bis tief in den ländlichen Raum verfügbar. Im Gegensatz zu DSL-Nutzern müssen Kabelkunden auf dem Land keine Abstriche hinsichtlich Bandbreite und Qualität in Kauf nehmen. 

„Das Kabel festigt seine Rolle als Wachstumsmotor im Breitband-, Medien- und Telekommunikationsmarkt“, betont Verbandspräsident Thomas Braun, „unsere Mitglieder werden weiter entschlossen in den Wettbewerb mit den DSL- und Telekom-Unternehmen investieren“. Einer staatlich gelenkten Breitband AG, wie sie im Wahlkampf vorgeschlagen wurde, erteilt Braun eine klare Absage: „Innovation und Verbraucherfreundlichkeit schafft man nicht durch staatliche Eingriffe und die Subventionierung einer einzelnen Infrastruktur, sondern durch einen aktiven Wettbewerb der Infrastrukturen – das sollten wir gerade in Deutschland begriffen haben. Kabelnetzbetreiber können und wollen zukünftig mit hohen Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s und einem überlegenen Preis-Leistungs-Verhältnis den Breitbandwettbewerb vorantreiben und stimulieren damit auch Investitionen in den Ausbau der Netze der Wettbewerber.“

Braun fordert stattdessen, den Wettbewerb durch den Abbau von Investitionshemmnissen zu unterstützen: „In Zeiten einer globalen Wirtschafts- und Finanzkrise braucht der Medien- und Telekommunikationsmarkt in Deutschland ein politisches Umfeld, das mehr Spielraum für Innovationen zulässt. Die Kabelnetzbetreiber stehen auf regionaler Basis im Wett­bewerb mit Weltkonzernen wie der Deutschen Telekom, Vodafone, aber auch den Satellitenbetreibern und DVB-T. Dabei unterliegen sie zum Teil auch noch einer hochkomplexen und regional fragmentierten Regulierung. In einem globalen Medien- und Telekommunikationsmarkt braucht Deutschland nicht etwa mehr Regulierung, sondern mehr Vertrauen in den Wettbewerb.“


Digitaler Kabelempfang setzt Siegeszug fort – ANGA widerspricht HDTV-Kritik von ARD und ZDF 09. September 2009

  • Digitalkabel wächst schneller als Satellit und DVB-T: +40 % in 2008
  • Verband der Kabelnetzbetreiber weist Position von ARD und ZDF bezüglich HDTV-Einspeisung zurück
  • Thomas Braun: „ARD und ZDF wollen die Kabelkunden für die HD-Verbreitung bezahlen lassen“

Berlin/Bonn, 7. September 2009 – Immer mehr Haushalte in Deutschland schalten auf digitalen Kabelfernsehempfang um: Nach eigenen Erhebungen verzeichneten die deutschen Kabelnetzbetreiber im Jahr 2008 ein Plus von durchschnittlich mehr als 40 % bei der digitalen Nutzung. Damit wächst das digitale Kabel deutlich schneller als der digitale Satellitenempfang. Neben inzwischen  mehr als 300 digitalen TV-Programmen, die bundesweit im Kabel verfügbar sind, können viele Kabelkunden den digitalen Kabelempfang zudem preisgünstig mit einem super­schnellen Internet- und Telefon­anschluss kombinieren („Triple Play“).

Angesichts der Erfolgszahlen weist der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. (ANGA) die Kritik der Intendanten von ARD und ZDF an der Digital- und HDTV-Strategie der Kabelnetzbetreiber scharf zurück. In Wahrheit warten die Kabelnetzbetreiber schon seit vielen Jahren darauf, dass die öffentlich-rechtlichen und privaten Fernsehsender ihre Programme auch in HD-Qualität ausstrahlen.

Verbandspräsident Thomas Braun: „Wir wollen die künftigen HD-Programme bald­möglichst in unsere Netze einspeisen. Es versteht sich aber von selbst, dass dies zu den allgemein üblichen Konditionen erfolgen muss. Es kann nicht sein, dass ARD und ZDF für die HDTV-Verbreitung über Satellit viele Millionen an Astra bezahlen, sich im Kabel jedoch in keiner Weise an den Mehrkosten beteiligen wollen. Dies widerspräche dem Grundversorgungsauftrag von ARD und ZDF – auch dem Kabelkunden darf der Zugang zu den HD-Programmen zu marktüblichen Konditionen nicht vorenthalten werden.“

Die HD-Verbreitung nimmt in etwa die vierfache Bandbreite eines Digitalprogramms in Standardauflösung (SD) in Anspruch. Thomas Braun: „ARD und ZDF lassen für die Satellitenverbreitung hemmungslos Gebührengelder sprudeln, erwarten aber, dass die Kabelnetzbetreiber die Mehrkosten auf die Kabelkunden abwälzen.“

Braun weiter: „Diese Diskriminierung der Kabelzuschauer ist nicht hinnehmbar und verletzt den öffentlich-rechtlichen Auftrag. Verbraucher mit Kabelanschluss sind nicht die Melkkuh für öffentlich-rechtliche Querfinanzierungsmodelle. Über keine Infrastruktur lassen sich TV-Programme – einschließlich HDTV – reichweitenstärker, zuverlässiger und preiswerter verbreiten als über das Kabel. Im Gegensatz zur Satellitenverbreitung und zur Ausstrahlung über DVB-T zahlen die TV-Sender beim Kabel nur einen Teil der Ver­breitungskosten. Diese partnerschaftliche Kostenteilung zwischen Kabelnetzbetreibern und Sendern hat sich über Jahrzehnte bewährt und kann nicht bei HDTV einseitig und ohne Not aufgekündigt werden.“



Kabel beim Digitalempfang auf der Überholspur 07. September 2009

  • Rasantes Wachstum für digitalen TV-Empfang: Jetzt 5,8 Millionen Haushalte mit digitalem Kabelanschluss – lückenlose Verfügbarkeit im allen Netzen
  • Position als reichweitenstärkste Infrastruktur für TV-Programme untermauert
  • Weitere Steigerung der digitalen  Nutzung zu erwarten – HD-Programme müssen auch Kabelkunden zur Verfügung stehen
  • Der Staat kann die digitale Nutzung fördern

Berlin/Bonn, 9. September 2009 – Die deutschen Kabelnetzbetreiber befinden sich bei der Steigerung des Digitalempfangs auf der Überholspur. Dies geht aus dem gestern veröffentlichten Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten hervor: Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen die deutschen Kabelnetzbetreiber ein Plus von 46 % bei der digitalen Nutzung. Insgesamt sehen jetzt 5,8 Millionen Haushalte in Deutschland Kabelfernsehen in digitaler Qualität – knapp 2 Millionen mehr als im Vorjahr. Damit überholt das digitale Kabel nicht nur die Gesamtzahl an Haushalten, die DVB-T nutzen, sondern legt auch ein deutlich schnelleres Wachstumstempo vor als der Satellitenempfang. Als Ursache sieht der Verband der deutschen Kabelnetzbetreiber ANGA die attraktive Vielfalt von inzwischen weit über 300 TV-Programmen im digitalen Kabel und die intensive Vermarktung durch die Mitgliedsunternehmen. Gleichzeitig behauptet das Kabel seinen ersten Platz als reichweitenstärkste Infrastruktur und steigerte den Anteil der Haushalte, die über einen Kabelanschluss verfügen, sogar um 200.000 Haushalte auf 52,8 %.

Dazu Thomas Braun, Präsident der ANGA: „Der Digitalisierungsbericht belegt anschaulich, dass die Akzeptanz der Kabelkunden für digitale Angebote insbesondere im letzten Jahr deutlich gestiegen ist. Die Strategie der ANGA-Unternehmen, für ihre Kunden auch weiterhin ein attraktives analoges Angebot aufrecht zu erhalten und gleichzeitig jedem Kunden die Möglichkeit zu geben, auf digitale Angebote umzusteigen, zeigt Früchte. Das Kabel liegt nicht nur bei der Gesamtzahl der angeschlossenen Haushalte unangefochten an der Spitze, es übernimmt auch die Führung bei der Anzahl der Haushalte, die digitale Angebote in den letzten 12 Monaten erstmals nutzten. Wir wissen, dass dieses Vorgehen den Interessen unserer Endkunden, der Wohnungswirtschaft und den Verbraucher­ver­bänden entspricht.“

Die Kabelnetzbetreiber gehen davon aus, dass die Nutzung digitaler Angebote im Kabel auch weiterhin stark zunehmen wird. Die Vermarktung von digitalen Videorekordern, die zunehmende Anzahl von verfügbaren HD-Programmen und der vermehrte Verkauf  von digitalen integrierten Flachbildschirmen wird das Interesse der Endkunden an digitalen Angeboten weiter steigern.

Braun weiter: „Für eine erfolgreiche Einführung digitaler Programme ist es daher wichtig, dass auch die öffentlich-rechtlichen Sender ihre HD-Programme dem Kabel zu markt­üblichen Konditionen – wie auch über Satellit – zur Verfügung stellen. Von der Politik erwarten wir, dass wir unsere marktgetriebene Digitalisierung weiter vorantreiben können. Allerdings wäre – auch angesichts der aus der Versteigerung von Rundfunkfrequenzen zu erwartenden Lizenzerlösen – eine Einrichtung eines Digitalisierungsfonds, aus dem so wie in Österreich der Erwerb von HDTV-Empfangsgeräten infrastrukturneutral unterstützt würde, eine überlegenswerte Aktion. Dieser Digitalisierungsfonds wäre für die gesamtwirt­schaft­liche Entwicklung von unschätzbarem Wert.“



Kabel macht Pay-TV zur Erfolgsstory – Premiere überflügelt 01. Juli 2009

  • Überragende Programmvielfalt – demokratische Preise – Partnerschaft mit Programmanbietern
  • Premiere/Sky-Hochpreispolitik und Abnahmezwang für „Premiere Welt“ schaden dem Pay-TV-Markt
  • Dr. Ralf Heublein: „Sky wiederholt die Fehler von Premiere“

Berlin/Bonn, 1. Juli 2009 – Der Markt für Bezahlfernsehen in Deutschland entwickelt sich durch die Initiative der deutschen Kabelnetzbetreiber zu einer Erfolgsstory: Rund 1,7 Millionen Haushalte haben mit Stand 31. März 2009 eines oder mehrere Pay-TV-Angebote eines Kabelnetzbetreibers abonniert – insgesamt deutlich mehr Abonnenten als Premiere jemals im Kabel verzeichnen konnte. Das Kundenwachstum führt der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber ANGA auf die Vielfalt des Programmangebots, günstige Preise und transparente, kundenfreundliche Pakete und Konditionen zurück. Dazu Verbandspräsident Thomas Braun: „Die deutschen Kabelnetzbetreiber haben den lange trostlosen deutschen Pay-TV-Markt erst geöffnet, gestärkt und in Schwung gebracht. Ausschlaggebend für den Erfolg sind der typische kurze Draht zum Kunden, kaufmännische Vernunft und die faire Partnerschaft mit den Sendern. Die Programmanbieter nutzen heute bevorzugt das Kabel als Plattform für den Start neuer digitaler Angebote; darunter auch Free-TV-Anbieter wie RTL und ProSiebenSat.1, die im Kabel neue Geschäftsmodelle jenseits der Werbefinanzierung erschließen. Auch internationale Medienkonzerne setzen auf die deutschen Kabelnetzbetreiber.“

Kritisch äußert sich der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber über die Strategie von Sky Deutschland, die Fußball-Bundesliga im Kabel ausschließlich in Verbindung mit dem Progammpaket „Sky Welt“ anzubieten. „Sky Welt“ enthält zahlreiche Programme, die bereits in den digitalen Basis-Programmangeboten der Kabelnetzbetreiber enthalten sind.  Für Kabelkunden wird der Bezug der Fußball-Bundesliga dadurch um bis zu 17 Euro pro Monat teurer als bisher. Dazu der Geschäftsführer der ANGA Dr. Ralf Heublein: „Sky wiederholt die Fehler von Premiere, wenn Kabelkunden durch hohe Preise und eine unverständliche Paketpolitik abgeschreckt werden.“

Ralf Heublein weiter: „Sky nutzt sein Bundesliga-Monopol im Kabel, um den Zuschauer zum Abonnement von Programmen zu zwingen, die er von seinem Kabelnetzbetreiber bereits bezieht oder günstiger bekommen kann. Keine Werbekampagne kann verhindern, dass die Zuschauer diese kontraproduktive Strategie durchschauen. Sie schadet dem Kabel, dem Wettbewerb und treibt letztendlich den Zuschauer nur zu konkurrierenden Plattformen.“

Die deutschen Kabelnetzbetreiber speisen ein umfassendes Free-TV- und Pay-TV-Angebot in ihre Netze ein. Dazu gehören Premiumprogramme mit Sport, Dokumentationen und Spielfilmen ebenso wie Nachrichten, Familien- und Special-Interest-Angebote sowie Radio- und Audioprogramme. Das umfangreiche internationale Programmangebot macht Satellitenschüsseln, wie sie vielerorts Balkone und Fassaden verunstalten, überflüssig. Darüber hinaus können Kabelkunden neben TV und Radio auch superschnelles Internet und Festnetz-Telefonie aus einem Anschluss beziehen.



Geräteindustrie und Kabelnetzbetreiber begrüßen Entschließung des Bundesrates zu digitaler Dividende, technische Probleme vor der Frequenzvergabe zu lösen 12. Juni 2009

Die Elektroindustrie, Kabelnetzbetreiber und die Unterhaltungselektronik begrüßen die heutige Entschließung des Bundesrats zur Frequenzbereichszuweisungsplanverordnung der Bundesregierung. Mit der Zustimmung der Länderkammer zur Verordnung ist der Weg eröffnet, den bisher für den Rundfunk reservierten Frequenzbereich zwischen 790 und 862 MHz für mobile Datendienste freizugeben. Zuvor allerdings soll nach dem Willen der Länderkammer durch die Bundesnetzagentur untersucht werden, ob dadurch der Fernsehempfang über Kabel und Terrestrik sowie Funkmikrofone gestört werden und wie diese Störungen beseitigt werden können. Die Verbände appellieren an die Bundesregierung, der Entschließung des Bundesrates zu folgen und die technische Prüfung vor der Frequenzfreigabe durchführen zu lassen.

Denn noch sind zahlreiche technische Probleme, die sich durch die Umwidmung der Frequenzen ergeben, nicht gelöst: Untersuchungen der ANGA und des Instituts für Rundfunktechnik (IRT), München, hatten bereits Anfang des Jahres ergeben, dass schon geringe Sendeleistungen rückkanalfähiger mobiler Datengeräte den Kabelempfang stark beeinträchtigten. Unter bestimmten Bedingungen ist sogar überhaupt kein Fernsehempfang mehr möglich. Ebenso betroffen ist davon der digitale terrestrische Fernsehempfang (DVB-T). Eine vom Heinrich-Hertz-Institut im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums durchgeführte Studie weist darüber hinaus auf Störungen hin, die auch benachbarte Frequenzbereiche betreffen. Auf die Unterhaltungselektronik-Industrie kommt für die Entwicklung von alternativen Technologien für die Gewährleistung eines störungsfreien Empfangs bei Neugeräten ein erheblicher Aufwand zu. Die bereits im Markt befindlichen Geräte sind nach heutigem Stand nicht nachrüstbar, sodass Millionen von Fernsehzuschauern in Deutschland betroffen sein werden.

Darüber hinaus wird der Betrieb der zahlreichen drahtlosen Produktionsmittel (Mikrofone und drahtlose Monitorsysteme) nachhaltig gestört. Die Funktionsfähigkeit der aktuellen Geräte ist nicht gesichert.Mit der Bundesratsentschließung ist die Bundesregierung in die Pflicht genommen, diese Risiken zu berücksichtigen. Die Bundesnetzagentur ist nun gefordert, vor der Vergabe der Frequenzen ein Einführungsszenario zu entwickeln, das eine mit der Rundfunkübertragung über Kabel und DVB-T verträgliche Einführung mobiler Datendienste gewährleistet.ZVEI, gfu und ANGA bieten dazu ihre Unterstützung mit ihrer Fachkompetenz an.

Diesen Text finden Sie auch unter www.gfu.de, www.zvei.org und www.anga.de

Informationen und Kontakt:

Die ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. vertritt die Interessen von 119 Unternehmen der deutschen Breitbandkabelbranche. Die Netze der in der ANGA zusammengeschlossenen Kabelnetzbetreiber versorgen insgesamt rund 18 Millionen Haushalte.

Über Breitbandkabelnetze beziehen mehr als die Hälfte der deutschen Fernsehhaushalte ihre TV-Programme. Neben einem umfangreichen analogen und digitalen Fernsehangebot sind über Kabelanschluss auch interaktive Dienste, insbesondere Breitbandinternet und Telefonie verfügbar. Schon heute nutzen in Deutschland mehr als 1,85 Millionen Haushalte ihren Kabelanschluss auch als breitbandigen Internetzugang und rund 1,5 Million auch für Telefonie. Die Kabelnetzbetreiber der ANGA treiben damit den Infrastrukturwettbewerb um Breitbandzugänge und Triple-Play-Bündel aus TV, Internet und Telefonie entschlossen voran.

Kontakt: Jenny Grümer • Tel.: 0228/915130 • jenny.gruemer(at)anga.dewww.anga.de

Zentrale Aufgabe und erklärtes Ziel der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) sind die Veranstaltung der IFA in Berlin sowie die Information der Öffentlichkeit über die Entwicklung der Consumer Electronics.

Kontakt: Roland M. Stehle (Presse + PR) • Tel.: 0911/3777900 • stehle(at)gfu.de

Der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. ist die ordnungs-, wirtschafts- und medienpolitische Interessenvertretung der Elektrotechnik- und Elektronikindustrie, des zweitgrößten Industriezweiges, in Deutschland. Gemeinsam mit den Partnern gestaltet er aktiv die Rahmenbedingungen für das Wachstum und die Innovationskraft der Branche im internationalen Wettbewerb.

Kontakt: Dr. Alexander Pett (Geschäftsführer) • Tel.: 069/6302-219 • ce(at)zvei.org


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