Pressemitteilungen

TAL-Entgelte müssen auch zukünftig Anreize für Infrastrukturinvestitionen setzen 02. Februar 2011

  • Erfolgreicher Infrastrukturwettbewerb in Deutschland darf nicht durch deutliche Absenkung der TAL-Entgelte gefährdet werden
  • Investitionsfreundliches Regulierungsumfeld bleibt Voraussetzung für weiteren Ausbau breitbandiger Netze

Köln/Berlin, 2. Februar 2011 – Die weitere Förderung des Infrastrukturwettbewerbs sollte nicht nur bei der anstehenden Novellierung des Telekommunikationsgesetzes, sondern auch bei der Entscheidung über den Preis der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) Richtschnur regulatorischen Handelns sein. Der von der Politik geforderte Ausbau breitbandiger Netze setzt voraus, dass sich Investitionen in eigene Infrastruktur – seien es HFC-Kabelnetze, neue Glasfaser- oder LTE-Mobilfunknetze – auch künftig lohnen.

Mit knapp 40 % der Neukunden im Breitbandmarkt leisten die Kabelnetzbetreiber einen wesentlichen Beitrag zum Breitbandausbau in Deutschland; dies ist eine Voraussetzung dafür, dass Deutschland im europäischen Vergleich zur Spitze aufschließen kann. Insgesamt können heute etwa 24 Mio. bzw. 60 % der deutschen Haushalte mit schnellem Internet über das Breitbandkabel versorgt werden. Auch 2011 werden die Unternehmen weiter in die Verbesserung der Netze investieren. Die Entscheidung über die Wirtschaftlichkeit dieser Investitionen hängt maßgeblich von den Nutzungspreisen der herkömmlichen DSL- bzw. Kupfernetzinfrastruktur ab. Dazu Thomas Braun, Präsident der ANGA: „Die Kabelnetzbetreiber der ANGA haben in den letzten Jahren jeweils mehr als 20 % ihrer Umsätze in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Netze investiert. Auch in der Wirtschaftskrise hat die Kabelbranche ihr Wachstum fortgesetzt. Dazu beigetragen hat ein stabiles regulatorisches Umfeld, das Investitions- und Planungssicherheit für die Schaffung eigener Infrastrukturen sicherstellt. Dies muss auch zukünftig gewährleistet sein.“

Eine deutliche Absenkung der TAL-Entgelte würde das regulatorische Umfeld zum Nachteil der Kabelnetzbetreiber und der bereits heute in Glasfaser investierenden Betreiber verändern. Der Preis für die Basisvorleistung TAL ist von erheblicher Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit des weiteren Ausbaus alternativer Breitbandnetze, insbesondere durch Kabelnetzbetreiber. Dies gilt gerade auch in bislang noch nicht ausgebauten ländlichen Regionen. Die derzeit von einigen Marktbeteiligten geforderte abrupte strukturelle Änderung der Berechnungsmethodik der TAL-Entgelte zugunsten nur noch historischer Kosten statt wie bisher auf der Grundlage von Wiederbeschaffungswerten wäre mit der regulatorisch gewollten Planungs- und Investitionssicherheit nicht zu vereinbaren. Der dadurch weiter angeheizte Preiswettbewerb im ohnehin umkämpften Breitbandmarkt hätte negative Auswirkungen auf die Refinanzierbarkeit von neuen Netzen und damit letztlich auch auf den weiteren Ausbau breitbandiger Netze.



5. Nationaler IT-Gipfel betont Schlüsselrolle des Breitbandausbaus für den Standort Deutschland 06. Dezember 2010

  • Dynamisches Wachstum in 2010: Über 58.000 neue Kabelkunden pro Monat bei Breitbandinternet
  • Mit Übertragungsraten von bis zu 100 MBit/s leisten die Kabelnetzbetreiber einen entscheidenden Beitrag zu den Breitbandzielen der Bundes­regierung

Köln/Berlin, 6. Dezember 2010 – Mehr und mehr Verbraucher nutzen den schnellen Internetzugang über das Breitbandkabel: Die deutschen Kabelnetzbetreiber erwarten für das Jahr 2010 einen Zuwachs von rund 700.000 neuen Breitbandinternetkunden auf insgesamt 3 Millionen Haushalte – das sind mehr als 58.000 Neukunden pro Monat. Damit vereinen die deutschen Kabelnetzbetreiber knapp 40 % aller neuen Breitbandanschlüsse auf sich und treiben den Breitbandwettbewerb deutlich voran.

Entscheidend für diese Entwicklung ist der technologische Vorsprung des Breitband­kabels. Dazu Thomas Braun, Präsident der ANGA Verband Deutscher Kabel­netz­betreiber: „Mit ihren modernen HFC-Breitbandnetzen, einer Kombination aus Glas­faser und Koaxialkabel, schaffen die Kabelnetzbetreiber in Deutschland die Voraussetzungen für den Zugang zu bandbreitenintensiven Anwendungen. Der neue Daten­über­tragungs­standard DOCSIS 3.0 ermöglicht Internetgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s. Die Aufrüstung soll bei den meisten Kabelnetzbetreibern 2012 abgeschlossen sein, einzelne Betreiber haben dieses Ziel heute schon erreicht.“

Auch beim 5. Nationalen IT-Gipfel wird der Breitbandausbau eines der zentralen Themen sein. Gerade die Verfügbarkeit leistungsfähiger Breitbandnetze wird immer mehr zu einem wichtigen Standortfaktor. Dazu Thomas Braun: „Mit DOCSIS 3.0 wird es möglich sein, über das Breitbandkabel knapp zwei Drittel aller deutschen Haushalte mit Bandbreiten bis zu 100 MBit/s zu versorgen. Damit leisten wir einen entscheidenden Beitrag zu den Breitbandzielen der Bundesregierung, 75 % aller Haushalte bis Ende 2014 mit einem Breitbandzugang von mindestens 50 MBit/s zu versorgen. Außerdem werden über eine Million Haushalte in ehemals „weißen Flecken“ damit erstmals in den Genuss hoher Bandbreiten kommen. Eine ausschließliche Fokussierung der Breitbandpolitik auf reine Glasfasernetze ist daher weder erforderlich noch wirtschaftlich effizient.“



Breitbandkabel als Treiber des Infrastrukturwettbewerbs: Ausbau des Kabels schafft nachhaltigen Wettbewerb, Wachstum und Beschäftigung 05. Oktober 2010

  • Solon-Studie „Wirtschaftsfaktor Kabel“ auf der Mitgliederversammlung der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber vorgestellt
  • Breitbandkabel treibt Wettbewerb um Internetge­schwin­digkeiten und Vielfalt der multimedialen Angebote voran
  • Mit Breitband­versorgung auch im ländlichen Raum, Medienvielfalt und -pluralität leisten die Kabelnetzbetreiber einen erheblichen Beitrag zu den Zielen der Politik

Köln/Berlin, 5. Oktober 2010 – Hohe Bandbreiten, Vielfalt und Qualität: Das deutsche Breitbandkabel ist eine der modernsten Multimediainfrastrukturen für analoges und digitales Fernsehen, Internet und Telefon. Neben dem reichweitenstärksten TV-Über­tragungs­weg bieten die Kabelnetzbetreiber mit ihren modernen Netzen eine wett­bewerbs­starke Infrastruktur für Breitbandinternet. Sie dynamisieren damit den Wettbewerb im Breitbandmarkt und tragen aktiv zur Erreichung der Ziele der Breitbandstrategie der Bundesregierung bei. Diese Wirkung kann sich jedoch nur fortsetzen, wenn sich auch in Zukunft die Investitionen in eigene Netze lohnen.

Eine von der Strategieberatung Solon im Auftrag der ANGA Verband Deutscher Kabelnetz­betreiber erstellte Studie gibt einen umfassenden Einblick in den ökonomischen Beitrag, die Herausforderungen und Leistungsfähigkeit der deutschen Breit­band­kabel­branche. So sehen über die Hälfte aller deutschen TV-Haushalte (19,4 Mio.) über Kabelnetze fern. Zusätzlich können bereits heute 60 % der deutschen Haushalte schnelle Internetdienste über das Breitbandkabel nutzen, 2012 werden die Kabelnetzbetreiber knapp zwei Drittel aller Haushalte mit 120 MBit/s und mehr versorgen können. Dabei kommen über eine Million Haushalte in ehemals „weißen Flecken“ dank internetfähiger Kabelnetze erstmals in den Genuss hoher Bandbreiten. Im Wettbewerb um Breit­bandkunden sind die Kabel­netzbetreiber inzwischen die bedeutendsten Herausforderer der Deutschen Telekom geworden. In 2009 entschieden sich etwa 770.000 neue Kunden für einen Kabelinternet­anschluss – das sind fast 40 % aller Breitband-Neukunden. Selbst in der Wirtschaftskrise hat die Kabelbranche ihr Wachstum von 10 % pro Jahr fortgesetzt und erzielte in 2009 einen Umsatz von 3,6 Mrd. Euro. Dabei investieren die Kabel­netzbetreiber mehr als 20 % ihrer Umsätze in den Ausbau und die Modernisierung ihrer Netze – und das Jahr für Jahr. Bis zu 50 analoge und 200 digitale Programme sorgen schon im Basisanschluss für eine große Auswahl und Vielfalt. Hinzu kommen viele inno­va­tive Dienste wie EPG, HDTV, VoD, Catch-Up TV, 3D-Fernsehen und interaktives TV.

Thomas Braun, Präsident der ANGA, stellte die Studie im Rahmen der Mitglieder­versammlung des Verbandes vor und unterstrich die Bedeutung der Breit­band­kabel­branche: „Leistungsfähige Medien- und Telekommunikations­netze sind ein wesentlicher Standort- und Wettbewerbsfaktor. Die in der ANGA zusammen­ge­schlos­senen Unter­nehmen treiben mit ihren Innovationen und Investitionen die Zukunfts­fähigkeit des Standortes Deutschland voran. Ihre Investitionen in eigene Infrastruktur haben maßgeblich zum Wettbewerb im deutschen Telekommunikationsmarkt beigetragen. Damit sich das Potenzial der Breitbandkabelnetze voll entfalten kann, muss die Politik daher auch in Zukunft den klaren Vorrang für infrastrukturbasierten Wettbewerb sicherstellen.“

Die Studie „Wirtschaftsfaktor Kabel“ steht auf der Website der ANGA (www.anga.de) zum Download bereit.

Kontakt: Jenny Grümer • Tel.: 0221/3909000 • jenny.gruemer@anga.dewww.anga.de

Informationen über die ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.:

Die ANGA vertritt die Interessen von 120 Unternehmen der deutschen Breitbandkabelbranche. Die Netze der im Verband zusammengeschlossenen Kabelnetzbetreiber versorgen mehr als 18 Millionen Kabelhaushalte.

Über Breitbandkabelnetze beziehen mehr als die Hälfte der deutschen Fernsehhaushalte ihre TV-Programme. Neben einem umfangreichen analogen und digitalen Fernsehangebot sind über Kabelanschluss auch interaktive Dienste, insbesondere Breitbandinternet und Telefonie ver­fügbar. Schon heute nutzen in Deutschland ca. 2,5 Millionen Haushalte ihren Kabel­anschluss auch für breitbandigen Internetzugang und Telefonie. Die Kabelnetzbetreiber der ANGA treiben damit den Infrastrukturwettbewerb um Breitband­zu­gänge und Triple-Play-Bündel aus TV, Internet und Telefonie entschlossen voran.

Informationen über Solon Management Consulting GmbH & Co. KG:


Solon ist als Strategieberatung spezialisiert auf die Konzeption, Quantifizierung und Realisierung von Strategien in den Branchen Medien, Kabelnetze, Telekommunikation und Private Equity. Die Studie wurde im Juni und Juli 2010 verfasst. Die Inhalte basieren auf Recherchen externer Quellen, Interviews sowie einem Modell des deutschen Kabelmarktes. Projektleiterin der Studie war Dr. Dorothea von Wichert-Nick, Geschäftsführerin bei Solon. Ihre Projektarbeit umfasst Strategie­projekte für Kabel-, TK- und Medienunternehmen und deren Investoren




ANGA-Mitgliederversammlung bestätigt Verbandsführung 30. September 2010

  • ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. wählt Vorstand für die Dauer von zwei Jahren
  • Thomas Braun zum Präsidenten der ANGA wiedergewählt
  • Vizepräsidenten von Hammerstein, Hanf und Rehnig
  • Verband sieht Präsenz und Schlagkraft deutlich gestärkt

Köln/Berlin, 30. September 2010 – Die Mitgliedsunternehmen der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. haben ein eindeutiges Votum für die erfolgreiche Arbeit  ihrer Verbandsführung abgegeben. Auf der gestrigen Mitgliederversammlung in Berlin wurde der Vorstand des Verbandes für zwei Jahre gewählt. Die Mitgliedsunternehmen haben dabei weitgehend auf Kontinuität gesetzt:

So wurde Thomas Braun einstimmig als Präsident bestätigt. Als Vizepräsidenten wurden Dr. Adrian von Hammerstein (Kabel Deutschland) und Werner Hanf (NetCologne) bestätigt. Neu zum Vizepräsidenten gewählt wurde das bisherige Vorstandsmitglied Jens-Uwe Rehnig (Rehnig BAK Kabel­fern­sehen für Deutschland). Als Vorstandsmitglieder bestätigt wurden Andreas Coupette (Marienfeld MultiMedia), W. Gene Musselman (Unitymedia Group), Harald Rösch (Kabel Baden-Württemberg), Dietmar Schickel (Tele Columbus), Jürgen Sommer (ANTEC) und Herbert Strobel (ASTRO Strobel Kommu­ni­kations­systeme). Neu in den Vorstand gewählt wurde Bernd Thielk, Geschäftsführer der willy.tel GmbH aus Hamburg.

Thomas Braun, Präsident der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber: „Der ANGA-Vorstand freut sich über die Anerkennung und Bestätigung seiner Arbeit. Wir bedanken uns bei allen Mitgliedsunternehmen für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung. Unser Verband hat in den letzten zwei Jahren deutlich an Präsenz und Schlagkraft gewonnen. Wir werden unser Engagement für faire Wettbewerbsbedingungen in den Breitband- und Medienmärkten weiter verstärken.“


Kabel treibt Nutzung des digitalen Fernsehens entschlossen voran 08. September 2010

  • Dynamisches Wachstum beim digitalen TV-Empfang: 7,3 Millionen Haushalte mit digitalem Kabelanschluss
  • Kabel behauptet Position als reichweitenstärkste Infrastruktur für die TV-Verbreitung
  • Digitales Fernsehen in allen Kabelnetzen verfügbar
  • Der Kabelanschluss bietet auch zukünftig den Vorteil der Wahlfreiheit zwischen analogem und digitalem Fernsehen

Köln/Berlin, 8. September 2010 – Die deutschen Kabelnetzbetreiber leisten einen wichtigen Beitrag zur Steigerung der digitalen TV-Haushalte. Dies geht aus dem gestern veröffentlichten Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten hervor: 7,3 Millionen Kabel-TV-Haushalte in Deutschland sehen jetzt Fernsehen in digitaler Qualität – dies sind rund 1,2 Millionen mehr als im Vorjahr. Damit haben die Kabelunternehmen im Berichts­zeit­raum mehr neue digitale TV-Haushalte gewonnen als der Satellit. Gleichzeitig behauptet das Kabel seinen ersten Platz als reichweitenstärkste Infrastruktur. Über die Hälfte aller TV-Haushalte (51,4%) empfangen ihre Fernsehprogramme über einen Kabel­anschluss.

Thomas Braun, Präsident der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber: „Der Bericht der Landesmedienanstalten belegt unverkennbar, dass der Digitali­sierungs­prozess im Kabel in den vergangenen Jahren deutlich an Fahrt aufgenommen hat. Die Kabelunternehmen treiben die Digitalisierung mit ihren attraktiven Angeboten entschlossen voran. Neben einer Vielfalt von teilweise mehr als 300 digitalen TV-Programmen, können viele Kunden den digitalen Kabelempfang zudem besonders preisgünstig mit einem superschnellen Breitband­internet- und einem Telefon­anschluss als sogenanntes Triple Play kombinieren.“

Die Kabelnetzbetreiber gehen davon aus, dass die Nutzung digitaler Angebote im Kabel auch weiterhin stark zunehmen wird. Im Rahmen der vielfältigen Vertriebsaktivitäten werden insbesondere digitale Video­rekorder und HDTV das Interesse am digitalen Fernsehen zusätzlich erhöhen.

Weiterhin betont Thomas Braun: „Die deutschen Kabelnetze sind bereits digital: Im Unterschied zum Satellitenempfang, zu DVB-T und zu TV-Angeboten über DSL kann der Kabelkunde jedoch zusätzlich auch ohne Digitalempfänger/Set-Top-Box fernsehen. Diesen Komfortvorteil nutzen viele Kabelkunden auch neben dem digitalen Empfang, z.B. für Zweit- und Drittgeräte. Die Kabelunternehmen der ANGA wollen ihren Kunden diese Wahlmöglichkeit auch zukünftig bewahren. Die Entscheidung, ob der analoge Empfang abgeschaltet wird, trifft im Kabel jeder Kunde für sich – per Knopfdruck auf der Fernbedienung.“



Dr. Andrea Huber wird Geschäftsführerin des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) in Berlin 31. August 2010

  • Zum 1. September 2010 tritt Dr. Andrea Huber in die Geschäftsführung der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. ein
  • Interessenvertretung der deutschen Kabelbranche schließt Vakanz im Berliner Verbandsbüro
  • ANGA-Präsident Thomas Braun: „Wir freuen uns, mit Frau Dr. Huber eine ausgewiesene Kommunikations- und Regulierungsexpertin für den Verband gewonnen zu haben.“


Köln/Berlin, 31. August 2010 – Dr. Andrea Huber wird zum 1. September 2010 Geschäftsführerin der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V., der Interessen­vertretung der deutschen Breitbandkabelbranche. Gemeinsam mit dem lang­jährigen Geschäftsführer Dr. Peter Charissé wird sie künftig den Verband leiten und als Ansprechpartnerin in Berlin zur Verfügung stehen.

Andrea Huber ist derzeit Geschäftsführerin des Informationsforum RFID e.V. Die promovierte Juristin war zuvor als Government Affairs Director der Microsoft Deutschland GmbH für die politische Interessenvertretung des Softwareunternehmens zuständig. Davor leitete sie die Abteilung „Internationale Interessenvertretung“ der Deutschen Telekom.

ANGA-Präsident Thomas Braun: „Wir freuen uns, mit Frau Dr. Huber eine ausgewiesene Kommunikations- und Regulierungsexpertin für den Verband gewonnen zu haben, um verstärkt für die Interessen der deutschen Kabelbranche einzutreten. Mit Frau Dr. Huber haben wir unsere Verbandsgeschäftsführung erstklassig komplettiert. Ihrem Vorgänger, Dr. Ralf Heublein, der uns zum Ende letzten Jahres verlassen hatte, um eine neue Heraus­forderung als Geschäftsführer eines Medienunternehmens zu übernehmen, gilt noch einmal unser ausdrücklicher Dank für seinen vorbildlichen Einsatz.“

Andrea Huber: „Ich freue mich darauf, als Geschäftsführerin der ANGA zukünftig die weitere Verbreitung von Breitband in Deutschland zu unterstützen und die Bedeutung der Kabelnetzbetreiber für die Weiterentwicklung der Informationsgesellschaft stärker in die politische Debatte einzubringen.“



ANGA Cable 2010 schließt in Hochstimmung: erstmals mehr als 15.000 Fachbesucher 07. Mai 2010

  • Besucherzuwachs um 10 % gegenüber 2009: mehr als 15.000 Fachbesucher
  • 1.500 Kongressteilnehmer; 395 internationale Aussteller
  • Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber sieht Aufwind der Breitbandbranche bestätigt
  • Nächster Messe-Termin: 3. bis 5. Mai 2011 in Köln

Köln, den 7. Mai 2010 – Die ANGA Cable hat ihre Erfolgsgeschichte auch 2010 fortgesetzt und ist gestern mit einem erneuten Aussteller- und Besucherrekord zu Ende gegangen. Erstmals kamen 15.000 Fachbesucher zur Kongressmesse für Kabel, Breitband und Satellit – dies bedeutet einen Zuwachs von 10 % gegenüber 2009. In Köln präsentierten sich 395 Aussteller aus 31 Ländern, im Vorjahr waren es 383 Unternehmen. 1.500 Tele­kommu­ni­kations- und Medienexperten nahmen zugleich am messe­begleitenden Fach­kon­gress teil.

Mit ihrem hervorragenden Verlauf hat die ANGA Cable die besten Vorzeichen für weiteres Wachstum in der Kabel- und Breitbandbranche gesetzt. „Die Kabelnetzbetreiber verfügen mit ihren modernen HFC-Netzen über eine wettbewerbsstarke Breitbandinfrastruktur. Der Einsatz des DOCSIS 3.0-Standards erlaubt Bandbreiten von über 100 MBit/s. Damit werden wir bei allen erdenklichen Dienste- und Pro­gramm­angeboten führend sein. Außerdem hat das Kabel die Reichweite, Kapazität und Kunden­basis, um zum stärksten Wachstums- und Innovationsmotor für digitale Angebote zu werden,“ betonte Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA).

Herbert Strobel, Vorsitzender des Fachverbandes Satellit & Kabel im ZVEI (Zentralverband Elektro­tech­nik- und Elektronikindustrie e.V.) äußerte sich höchst zufrieden zum Verlauf der Messe: „Die Bilanz der diesjährigen ANGA Cable ist erneut beeindruckend: hochwertige Geschäftskontakte, hohe Internationalität und eine begeisternd positive Atmosphäre. Die ANGA Cable hat ihre Führungsrolle in Europa erneut bestätigt und bleibt für die Mitglieder unseres Fachverbandes die allererste Wahl.“

Die ANGA Cable wird vom Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) ausgerichtet und vom ZVEI-Fachverband Satellit & Kabel unterstützt. Zu den Sponsoren der Ver­an­staltung zählen Alcatel-Lucent, ASTRA Deutschland, Discovery Networks Deutschland, MTV Networks, Nagravision, QVC und Unitymedia. Kooperationspartner sind die Cable Europe Labs, die Deutsche TV-Plattform e.V., die SCTE UK und das von der Europäischen Union geförderte ReDeSign-Projekt.

Die ANGA Cable 2011 findet vom 3. bis 5. Mai 2011 erneut in Köln statt.

Veranstalter:    
ANGA Services GmbH
Telefon:     +49 (0) 221 / 99 80 81 0
E-Mail:       info(at)angacable.de
Internet:     www.angacable.de 



ANGA kritisiert HDTV-Strategie der Fernsehsender: Wettbewerbsverzerrung zu Lasten des Kabelempfangs 19. Januar 2010

  • Verband der Kabelnetzbetreiber reagiert auf Aussagen des ARD-Vorsitzenden zur HDTV-Verbreitung
  • ANGA-Präsident Thomas Braun: „Die Fernsehsender benachteiligen die Kabel­unter­nehmen bei der Pro­gramm­verbreitung gegenüber den Satelliten­betreibern.“
  • Bei HDTV soll die Ungleichbehandlung zu Lasten der Kabelkunden weiter ver­schärft werden
  • Appell an Politik und Regulierungsbehörden: Verletzung des Versorgungsauftrags der Fernsehveranstalter nicht länger dulden

Köln/Berlin, 19. Januar 2010 – Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. (ANGA) weist neuerliche Aussagen des ARD-Vorsitzenden zur Digital- und HDTV-Strategie der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten scharf zurück. Die Forderung nach einer kostenlosen Kabeleinspeisung der Programme ist ein unzulässiger Eingriff in etablierte Geschäftsmodelle privater Kabelunternehmen.

Verbandspräsident Thomas Braun: „Es ist eine durch nichts zu rechtfertigende und völlig inakzeptable Position, für die Verbreitung über Satellit und DVB-T viele Millionen Euro zu bezahlen, den Kabelnetzbetreibern aber jegliche Beteiligung an den Übertragungs­kosten verweigern zu wollen. Es sind die Fernsehveranstalter, die mit dieser Verweigerungs­hal­tung ihren Versorgungsauftrag verletzen. Dies sollte die Medienpolitik nicht länger dulden.“

Sowohl die öffentlich-rechtlichen Anstalten als auch die Privatsender stellen an die Verbreitung ihrer Programme über Kabelnetze ungünstigere Bedingungen als diejenigen, die sie für die Satelliten- und DVB-T-Ausstrahlung vereinbart haben. Dies betrifft sowohl kommerzielle als auch technische Parameter. Den Kabelnetzbetreibern entstehen dadurch im Wettbewerb der Fernsehempfangswege erhebliche Nachteile.

Schon heute konkurrieren die Kabelnetzbetreiber mit einem kosten­losen Satelliten- und DVB-T-Angebot. Diese Angebote sind nur möglich, weil hier die Fernsehveranstalter alle Kosten tragen. Nun wollen die Sender im Zuge der HDTV-Einführung diese Ungleich­behandlung zu Lasten der Kabelkunden weiter verschärfen und nehmen damit eine Schädigung der Kabelbranche im Wettbewerb der Fernsehempfangswege in Kauf. Der Verband appelliert an Politik und Regulierungsbehörden, dies nicht länger kommentarlos hinzunehmen.



Digitalisierung der Kabelnetze: Fördern statt regulieren – ANGA legt Positionspapier vor 10. Dezember 2009

  • Überstürzte Analogabschaltung schadet allen Marktbeteiligten
  • Kabel bietet ausreichend Platz für analoge und digitale Angebote
  • Beschleunigung des Digitalisierungsprozesses über attraktive digitale Inhalte
  • Medienrechtliche Vorschriften zur Sicherung der Wahlfreiheit bei der Ver­schlüsse­lung digitaler Free-TV-Programme gefordert

Berlin/Bonn, 6. Oktober 2009 – Eine voreilige Abschaltung des analogen Fernsehens benachteiligt nicht nur die Kabelnetzbetreiber, sondern auch die Inhalteanbieter, die Wohnungswirtschaft sowie die Kabelkunden und schadet somit allen Marktbeteiligten. Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber ANGA fordert daher in einem heute veröffentlichten Positionspapier einen anreizorientierten Digitalumstieg. 

Anders als bei der Terrestrik, bei der aufgrund begrenzter Kapazitäten ein harter Umstieg notwendig war, verfügt das Kabel über große Bandbreiten und ausreichende Kapazitäten, um gleichzeitig analog und digital zu verbreiten. D.h. 100 % der deutschen Breitband­kabel­netze sind digital und transportieren eine Vielzahl digitaler Angebote zu ihren Kunden – parallel zur analogen Übertragung. Hiervon ist die Nutzung digitaler Fernsehangebote zu unter­­scheiden: Mehr als 6 Mio. TV-Haushalte, die digitale Angebote via Kabel nutzen, und hohe jährliche Wachstumsraten von zuletzt mehr als 40 % zeigen, dass der Digitali­sierungs­prozess im Kabelnetz deutlich an Fahrt aufgenommen hat.

„Um dies zu ermöglichen investieren die Kabelnetzbetreiber jährlich hohe Summen in die Aufrüstung ihrer Netze“, betont ANGA-Präsident Thomas Braun. „Allein in diesem Jahr sind es über 700 Mio. Euro. Neben digitalen Rundfunkangeboten findet über unsere aufgerüsteten Netze auch High-Speed-Internet und Telefonie statt. Damit setzen wir entscheidende Impulse für den Infrastrukturwettbewerb mit den DSL-Anbietern. Eine erzwungene analoge Abschaltung, verbunden mit entsprechenden Kundenverlusten, würde die Investitionsfähigkeit der Kabelnetzbetreiber schwächen – ein deutlicher Wider­spruch zur Breitbandstrategie der Bundesregierung, deren Ziele gerade mit Blick auf schnelles Internet mit 50 MBit/s und mehr ohne Breitbandkabelnetze nicht erreichbar sind.“

Zur Beschleunigung des Digitalisierungsprozesses fordern die Kabelnetzbetreiber die Schaffung attraktiver digitaler Angebote. Hierzu Thomas Braun: „Damit die Digitalisierung zunimmt, sind weitere digitale Angebote der Inhalteanbieter mit echtem Mehrwert für den Zuschauer erforderlich. Ein solcher anreizorientierter Digitalumstieg setzt jedoch voraus, dass die Kabelnetzbetreiber Zugang zu allen relevanten Programmen und Inhalten haben – und zwar zu marktüblichen Konditionen. Die Blockade der großen privaten Programm­anbieter bei der digitalen Weiterverbreitung im Kabel bis Ende 2005 hat der Digitalisierung im Kabel geschadet. Dies darf sich jetzt nicht wiederholen.“

Insbesondere bei der Verbreitung von HDTV-Programmen ist es nicht akzeptabel, wenn ARD und ZDF Verbreitungsentgelte an Satelliten- und DVB-T-Betreiber zahlen, diese aber dem Kabel – dem günstigsten Übertragungsweg für die Programmveranstalter – ver­wei­gern wollen. Eine indirekte Überwälzung der Kosten auf die Kabelkunden, obwohl diese bereits über ihre Rundfunk­gebühren auch für die Verbreitung der HDTV-Programme bezahlen, ist nicht zu rechtfertigen.

„Zudem fordern wir die Schaffung medienrechtlicher Vorschriften, die jedem Netzbetreiber die Wahlfreiheit sichern, ob er eine Verschlüsselung der digitalen Free-TV-Programme vornimmt oder sie unverschlüsselt weiter­verbreitet“, stellt Thomas Braun klar heraus. „Das Geschäftsmodell darf nicht einseitig von den Programmveranstaltern oder der Medienpolitik vorgegeben werden.“

Braun abschließend: „Ein zusätzlicher Grund für die Zurückhaltung mancher Kabelkunden beim Wechsel zum digitalen Fernsehen ist die erforderliche Anschaffung eines Digitalreceivers. Um Kabelkunden zumindest von den damit verbundenen Kosten zu entlasten, sind infrastrukturneutrale Zuschüsse für Set-Top-Boxen, z.B. über einen Digitalisierungsfonds oder Gutscheine wie in den USA, Österreich oder Italien, in Erwägung zu ziehen. Außerdem ließe sich die Attraktivität von digitalen Inhalten durch eine reduzierte Umsatzsteuer auf digitale Free- und Pay-TV-Pakete erhöhen.“

Das Positionspapier zur Digitalisierung finden Sie auf der Website der ANGA (www.anga.de) im Bereich Stellungnahmen.



Kabelnetze als Motor der Breitbandentwicklung - ANGA legt Positionspapier vor 10. Dezember 2009

  • Kabelnetzbetreiber errichten zukunftssichere Hochleistungsbreitbandnetze
  • Investitionen von über 2,5 Milliarden Euro in den letzten 5 Jahren
  • Substanzieller Beitrag zu den Breitbandzielen der Bundesregierung
  • Nur die Förderung des nachhaltigen Infrastrukturwettbewerbs sichert zukünftige Breitbandentwicklung

Berlin/Köln, 10. Dezember 2009 – „Leistungsfähige Breitbandnetze zum schnellen Informations- und Wissensaustausch sind die Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum“. Zur Erreichung dieses auch von der Bundesregierung unterstützen Ziels leisten die Kabelnetzbetreiber seit einigen Jahren einen stetig und rasant wachsenden Beitrag. Dies geht aus einem heute veröffentlichten Positionspapier des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) hervor.

Mit ihren modernen HFC-Breitbandnetzen, einer Kombination aus Glasfaser und Koaxialkabel, errichten die Kabelnetzbetreiber in Deutschland eine zukunftssichere Breitbandinfrastruktur.  Mit Bandbreiten von 100 MBit/s und mehr, wie man sie sonst nur von Glasfasernetzen, insbesondere FTTB-Netzen kennt, entwickeln sich die Kabelnetzbetreiber mehr und mehr zum Motor für den Breitbandwettbewerb. Dazu Thomas Braun, Präsident der ANGA: „Die deutschen Kabelnetzbetreiber haben in den letzten 5 Jahren über 2,5 Milliarden Euro in die Modernisierung ihrer Breitbandkabelnetze investiert. Mit 24 Millionen anschließbaren und versorgbaren Haushalten verfügen sie über eine enorm leistungsfähige Infrastruktur. Durch ihre Marktführerschaft, die die Kabelnetzbetreiber schon seit Jahren beim Preis-, Bandbreiten- und Leistungsverhältnis innehaben, zwingen sie auch die anderen Netzbetreiber zu Investitionen in ihre Netze, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. Damit leisten die Kabelnetzbetreiber einen substanziellen Beitrag zu den Breitbandzielen der Bundesregierung.“

So ermöglichten die Kabelnetzbetreiber in den letzten Jahren ca. 2 Millionen Haushalten, einen Hochgeschwindigkeits-Internetzugang zu nutzen. Begünstigt wird dies durch die Tatsache,  dass beim Breitbandkabel – anders als beim Telefondraht – die für den Kunden verfügbare Bandbreite nicht mit der Entfernung von der Kopfstelle zum Endkunden abnimmt. Damit ist das Kabel technologisch besonders für die hochwertige Versorgung von weiter abgelegenen Haushalten geeignet. Einen noch weit höheren Beitrag können die Kabelnetzbetreiber zur Erreichung des Ziels leisten, bis zum Ende des Jahres 2014 insgesamt 75 % aller Haushalte mit dem Zugang zu einem Breitbandanschluss von mindestens 50 MBit/s zu versorgen. Fast im Alleingang kann das Kabel bis zu 24 Millionen Haushalte ohne staatliche Unterstützung mit solchen Anschlüssen versorgen und damit das Ziel zu 80 % aus eigener Kraft und in zahlreichen Regionen sogar vollständig allein erfüllen.

Voraussetzung dafür ist allerdings ein Regulierungsrahmen, der auch weiterhin Anreize für Investitionen in eigene Infrastrukturen schafft und einen effizienten Wettbewerb ermöglicht. Eine finanzielle Förderung des Aufbaus von Breitbandnetzen darf den Wettbewerb zu bestehenden Breitbandnetzen genauso wenig verzerren wie Kooperationsmodelle zum Aufbau solcher Netze. Dazu Thomas Braun: „Unsere Mitgliedsunternehmen haben seit Jahren aus eigener Kraft erhebliche Summen investiert und stellen sich einem fairen Wettbewerb der Infrastrukturen. Staatliche Eingriffe in diesen wettbewerbsintensiven Markt dürfen daher nur dort erfolgen, wo dies nicht bereits getätigte Investitionen entwertet oder weitere Investitionen verhindert. Deutschland verfügt bereits über eine gute Ausgangslage für die weitere Breitbandentwicklung und die Kabelnetzbetreiber können und wollen auch weiterhin dieses Geschäftsfeld vorantreiben.“



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