Pressemitteilungen

ANGA-Verband trauert um Anton Kathrein 14. November 2012

Mit Bestürzung hat der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. (ANGA) die Nachricht vom Tod von Prof. Dr. Dr. h.c. Anton Kathrein, persönlich haftender Gesellschafter und Geschäftsführer der Kathrein-Werke, aufgenommen.

ANGA-Präsident Thomas Braun: „Die Nachricht vom viel zu frühen Ableben Anton Kathreins lässt uns fassungslos zurück und macht uns sehr traurig. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und seinen Mitarbeitern. Anton Kathrein war eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit. Mit seiner Kreativität, Leistungsbereitschaft und zugleich Lebensfreude war er uns über Jahrzehnte ein beispielloser Antrieb. Seiner Tatkraft und seinem überragenden Qualitätsbewusstsein hat die deutsche Kabelbranche mehr zu verdanken, als man in Worte fassen kann. Anton Kathrein wird uns als leuchtendes Vorbild für mittelständisches Unternehmertum in Erinnerung bleiben. Einen wie ihn wird unsere Branche nicht wiedersehen. Wir, aber auch ich ganz persönlich, werden ihn als außergewöhnlichen Menschen, unbändigen Macher und wirklichen Freund schmerzlich vermissen.“



Breitbandpolitik nicht nur national betrachten 13. November 2012

  • Anlässlich des 7. Nationalen IT-Gipfels fordert die deutsche Kabelbranche einen kritischen Blick auf aktuelle EU-Aktivitäten
  • Europäische Richtlinien für Förderprogramme müssen auch künftig technologieneutral ausgestaltet sein
  • Kabel unterstützt die Verwirklichung der Hochgeschwindigkeitsziele: mehr als 10 Prozent der Kunden buchen bereits 50 MBit/s und mehr

Köln/Berlin, 13. November 2012 – Aktuelle Vorschläge der EU-Kommission stellen ein Risiko für die weitere Umsetzung von Breitbandstrategie und Digitaler Agenda dar. Im Rahmen der Überarbeitung ihrer Leitlinien für Beihilfen zum Breitbandausbau hat die EU-Kommission angekündigt, künftig einen Schwerpunkt auf den Ausbau von Glasfasernetzen bis in die Gebäude zu legen. Diese Förderpolitik diskriminiert glasfaserbasierte Netze wie z.B. die HFC-Netze der Kabelnetzbetreiber, die für den Zugang in die Häuser Kupferkabel nutzen – obwohl sie als sog. NGA-Netze schnelles Internet zu vielen Endkunden bringen und damit wesentlich zur Umsetzung der Breitbandstrategie der Bundesregierung beitragen. Schlimmstenfalls kann diese Entwicklung dazu führen, dass HFC-Netze mit Hilfe von Fördergeldern überbaut werden: Dieses Ergebnis entwertet bestehende NGA-Netze und stellt ein Hemmnis für weitere Investitionen dar.

Die deutschen Kabelnetzbetreiber investieren seit Jahren 20 Prozent und mehr ihrer Umsätze in den Ausbau ihrer Netze für schnelles Internet. Und das mit Erfolg. Dazu Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): „Unsere Mitgliedsunternehmen haben bei Breitbandinternet die Nase vorn: Mit 4,2 Millionen Internetkunden haben wir aktuell einen Marktanteil von rund 15 Prozent; drei von vier Breit­band­neukunden entscheiden sich für Kabelinternet.“ Das europäische Ziel einer Marktdurchdringung mit schnellem Internet lässt sich ohne das Kabel nicht verwirklichen:  Kabelnetzbetreiber stellen nicht nur Anschlüsse mit 100 MBit/s und mehr für aktuell rund 60 Prozent der deutschen Haushalte zur Verfügung. Eine kürzliche Umfrage unter den ANGA-Mitgliedsunternehmen zeigt, dass über die Hälfte der Kunden Zugänge mit über 30 MBit/s bucht, mehr als 10 Prozent buchen sogar 50 MBit/s und mehr. Hier ist ein deutlicher Trend zu erkennen, da diese Buchungsrate ein halbes Jahr zuvor noch bei 6,6 Prozent lag.v

Infrastruktur und Inhalte: Faire Verteilung der Wertschöpfung sicherstellen 12. November 2012

  • Beim 2. ANGA Politikgespräch diskutieren Vertreter aus Wirtschaft und Politik urheberrechtliche Rahmenbedingungen und Einspeisevergütung
  • Überarbeitung des Europäischen Richtlinienentwurfs zum kollektiven Rechtemanagement notwendig
  • Angemessene Vergütung für den Transport von Inhalten für alle Netzbetreiber muss gewährleistet sein

Köln/Berlin, 12. November 2012 – Welchen Wert hat zukünftig die Infrastruktur in einem sich wandelnden Medienmarkt? Angesichts der Debatten um Einspeisevergütung, Must Carry, neue Geschäftsmodelle der Sender und die künftige Regulierung der Verwertungsgesellschaften stand diese Frage im Mittelpunkt des 2. ANGA Politikgesprächs. In einer engagiert geführten Diskussion sprachen sich Vertreter von Bundespolitik, Länderebene, Medienanstalten und Netzbetreibern dafür aus, dass nicht zuletzt auf Grund der Must Carry-Verpflichtungen im Kabel auch künftig ein angemessenes Entgelt für den Transport von Inhalten zu zahlen sei – und zwar an große wie kleine Netzbetreiber. Aus Sicht der öffentlich-rechtlichen und privaten Programmveranstalter ist dagegen ein Paradigmenwechsel erforderlich, der den Wert der Inhalte stärker berücksichtigt. Dazu gehöre auch, dass die Refinanzierung der Netze über Endkundenentgelte erfolgt. Abseits der umstrittenen Einspeiseentgelte bestand Einigkeit darüber, dass zukünftig neue Geschäftsmodelle für die digitale Welt entwickelt werden müssen. Die damit verbundenen Herausforderungen können die Marktteilnehmer nur gemeinsam lösen. Diese Geschäftsmodelle müssen die Marktentwicklungen berücksichtigen und gleichzeitig eine faire Verteilung der Wertschöpfung ermöglichen.

Ebenso wichtig ist es, bei der künftigen Regulierung der Verwertungsgesellschaften die Interessen aller Akteure im Auge zu haben und auf der europäischen Ebene keine Regelungen vorzugeben, die in der Praxis in den Mitgliedstaaten zusätzliche Probleme schaffen. Das Panel zum Urheberrecht kam zum Ergebnis, dass die Vorschläge der EU-Kommission zum kollektiven Rechtemanagement einer weiteren Überarbeitung bedürfen. Dabei bestand weitgehende Einigkeit, dass es ergänzender Regelungen bedarf, um auch künftig einen reibungslosen Rechteerwerb zu gewährleisten. Seitens der Kabelnetzbetreiber wurde auf die Gefahr einer Zersplitterung der Rechteportfolios und hohe Transaktionskosten hingewiesen. Dem müsse auch durch eine Überarbeitung der deutschen Verfahrensvorschriften im Urheberrechtswahrnehmungsgesetz begegnet werden.

Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) fasst zusammen: „Märkte und Wettbewerbsbedingungen ändern sich. Kabelnetzbetreiber investieren massiv in den Ausbau ihrer Netze und neue Angebote, wovon nicht zuletzt die Inhalteanbieter profitieren. Das muss auch bei der Weiterentwicklung des Rechtsrahmens berücksichtigt werden.“



ANGA-Mitgliederversammlung wählt Vorstand: Bestätigung der Verbandsführung 21. September 2012

  • ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. wählt Vorstand für die Dauer von zwei Jahren
  • Thomas Braun zum Präsidenten der ANGA wiedergewählt
  • Vizepräsidenten von Hammerstein, Rehnig und Thielk
  • Erfolg der deutschen Kabelbranche spiegelt sich in der Entwicklung des Verbandes wider

 

Köln/Berlin, 21. September 2012 – Die Mitgliedsunternehmen der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. haben ihrer Verbandsführung eindeutig das Vertrauen ausgesprochen. Auf der gestrigen Mitgliederversammlung in Wiesbaden wurde der Vorstand des Verbandes für zwei Jahre gewählt. Die Mitglieder haben dabei weitgehend auf Beständigkeit gesetzt:

So wurde Thomas Braun als Präsident bestätigt. Als Vizepräsidenten wurden Dr. Adrian von Hammerstein (Kabel Deutschland) und Jens-Uwe Rehnig (Rehnig BAK Kabelfernsehen für Deutschland) bestätigt. Neu zum Vizepräsidenten gewählt wurde das bisherige Vorstandsmitglied Bernd Thielk (willy.tel). Als Vorstandsmitglieder bestätigt wurden Andreas Coupette (MMKS), Dietmar Schickel (Tele Columbus), Lutz Schüler (Unitymedia KabelBW), Jürgen Sommer (ANTEC) und Herbert Strobel (ASTRO Strobel Kommunikationssysteme). Neu in den Vorstand gewählt wurde Theo Weirich, Geschäftsführer der wilhelm.tel GmbH aus Norderstedt.

Thomas Braun, Präsident der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber: „Der ANGA-Vorstand freut sich über die Anerkennung und Bestätigung seiner Arbeit. Wir bedanken uns bei allen Mitgliedsunternehmen für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung. Der Erfolg der deutschen Kabelbranche spiegelt sich in der Entwicklung des Verbandes wider – das Mitgliederwachstum hat sich weiter fortgesetzt. Vor allem Stadt- und Glasfasernetzbetreiber, die auch Fernsehen und Radio anbieten wollen, erkennen die Vorteile einer ANGA-Mitgliedschaft. Gleichzeitig setzen die klassischen Kabelnetzbetreiber des Verbandes beim Ausbau ihrer Netze konsequent auf Glasfaser: Kabel- und Glasfasertechnologie wachsen dadurch immer weiter zusammen.“

 



Kabel verzeichnet deutliches Wachstum bei digitaler TV-Nutzung 04. September 2012

  • Digitale TV-Nutzung in den Kabelnetzen steigt um knapp 6 Prozentpunkte auf 48,2 Prozent
  • Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten: Weiterhin mehr als 18 Millionen Kabel-TV-Haushalte (Satellit: 17,3 Millionen)
  • HDTV, digitale Videorekorder, Abrufdienste und Fernsehgeräte mit integriertem digitalen Kabelempfang sind Treiber der Digitalisierung im Kabel

Köln/Berlin, 4. September 2012– Die deutschen Kabelnetzbetreiber konnten den Trend der vergangenen Jahre fortsetzen und weiter digitale TV-Haushalte gewinnen. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten hervor: Knapp die Hälfte der deutschen Kabel-TV-Haushalte (rund 8,8 Millionen) sieht jetzt Fernsehen in digitaler Qualität. Dies entspricht einem Wachstum von 6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr auf nun 48,2 Prozent aller Kabel-Haushalte, die digitales Fernsehen nutzen. Insgesamt empfangen weiterhin mehr als 18 Millionen Haushalte ihre Fernsehprogramme über einen Kabelanschluss. Den Satellitenempfang nutzen nach dem Digitalisierungsbericht 17,3 Millionen Haushalte.

Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): „Der Bericht der Landesmedienanstalten belegt den deutlichen Anstieg der digitalen TV-Nutzung im Kabel. Wir gehen davon aus, dass diese auch in Zukunft weiter stark zunehmen wird. Im Rahmen der vielfältigen Aktivitäten der Kabelnetzbetreiber werden insbesondere HDTV, digitale Videorekorder, Abrufdienste (Video on Demand) und Fernsehgeräte mit integriertem digitalen Kabelempfang das Interesse am digitalen Fernsehen zusätzlich erhöhen."

Neben einer Vielfalt von bis zu 300 analogen und digitalen TV-Programmen nutzen viele Kunden ihren Kabelanschluss zudem als Zugang zum Hochgeschwindigkeitsinternet. Dazu Thomas Braun: „Unsere Mitgliedsunternehmen verbinden ein attraktives TV-Angebot, das vermehrt den Trend zum Abruf nicht-linearer und interaktiver Angebote bedient, mit einer hochleistungsfähigen Infrastruktur für Breitbandinternet, die ausreichend Bandbreite für derzeitige und zukünftige Anwendungen bietet. Fernsehen und Internet wachsen zusammen und das Kabel bietet hierfür eine leistungsfähige Infrastruktur und die richtigen Produkte.



Kabelnetzbetreiber geben Impulse in TV- und Breitbandmarkt 11. Juni 2012

  • Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber veröffentlicht aktuelle Branchenzahlen
  • Kabelanschluss mit mehr als 18 Millionen Fernsehhaushalten wichtigster TV-Empfangsweg
  • Kabelnetzbetreiber setzen auf Angebotsvielfalt mit Video on Demand, HD, EPG, Mediatheken, Timeshift-TV und PVR
  • Kabel bei Breitbandinternet führend: Zwei von drei Neukunden entscheiden sich für einen Kabelinternetanschluss

Köln/Berlin, 11. Juni 2012 – Anlässlich der morgen in Köln startenden Kongressmesse ANGA Cable, Europas führender Business-Plattform für Breitband und Content, veröffentlicht der gastgebende Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) aktuelle Branchendaten.  

Mit mehr als 18 Millionen Fernsehhaushalten im Januar 2012 ist der Kabelanschluss der wichtigste TV-Empfangsweg. 100 Prozent der Kabelnetze sind digitalisiert und immer mehr Kunden nutzen das digitale Angebot – in 2011 über 42 Prozent. Sie können je nach Anbieter bis zu 120 Free-TV- und 75 Pay-TV-Kanäle empfangen. Bis zu 40 Kanäle werden in HD-Qualität ausgestrahlt. Dazu ANGA-Präsident Thomas Braun: „Unser Verband vertritt eine seit Jahren sehr erfolgreiche Branche. Insbesondere neue Dienste wie Video on Demand zeigen, dass die Angebotsvielfalt unserer Mitgliedsunternehmen weiter wächst und sie auch den aktuellen Trend zum Abruf nicht-linearer Angebote bedienen.“

Eine repräsentative Umfrage, die das Meinungsforschungsinstitut Ipsos im Auftrag der ANGA durchgeführt hat, bestätigt die aktuellen Markttrends: Mehr als die Hälfte der Fernsehzuschauer sieht TV in HD-Qualität, ein Großteil nutzt bereits Dienste wie EPGs, Mediatheken, zeitversetztes Fernsehen, PVRs und Video on Demand. Zukünftig immer wichtiger wird das Internet über das Fernsehgerät sein. Diesen Service nutzt aktuell nur etwa jeder Zehnte, obwohl schon jeder Vierte einen internetfähigen Fernseher besitzt. Darüber hinaus gab fast jeder dritte Befragte an, auch seinen PC oder Laptop zum Fernsehen zu nutzen. Knapp 13 Prozent sehen über ihr Smartphone fern. Dieser Trend wird sich fortsetzen: Für die Zukunft wünschen sich fast 60 Prozent der Verbraucher, dass sie entscheiden können, wann sie Filme und Sendungen sehen. Die räumliche Flexibilität durch die Nutzung von Tablet-Computern und Smartphones ist für über 20 Prozent wichtig. Über die Hälfte der Befragten möchte zukünftig Fernsehen in HD-Qualität angeboten bekommen und fast jeder Vierte erachtet 3D-Fernsehen für die Zukunft sehr wichtig.

Die Ergebnisse der Umfrage belegen, dass die TV- und Breitbandmärkte immer mehr zusammenwachsen. Thomas Braun: „Unsere Mitgliedsunternehmen sind Impulsgeber in beiden Märkten und Wachstumstreiber gerade bei Breitbandinternet. Die deutschen Kabelnetzbetreiber haben mit 3,6 Millionen Breitbandinternetkunden zwar erst einen Marktanteil von rund 13 Prozent, jedoch zwei von drei Breit¬band¬neukunden entscheiden sich für einen Kabelinternetanschluss. Bis Anfang 2013 werden wir rund 60 Prozent aller Haushalte in Deutschland mit 100 MBit/s und mehr anschließen können. Die Kabel¬netz-betreiber bieten hohe Internetgeschwindigkeiten zu einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis, was von den Verbrauchern gut angenommen wird. Eine Umfrage unter unseren Mitgliedern hat gezeigt, dass über die Hälfte der Kunden Zugänge mit über 30 MBit/s bucht, 6,6 Prozent buchen sogar 50 MBit/s und mehr.“

Die aktuelle Broschüre „Das deutsche Breitbandkabel – Fakten und Perspektiven 2012“ steht auf der Webseite www.anga.de zum Download zur Verfügung. Die ANGA Cable findet von 12. bis 14. Juni 2012 in Köln statt (www.angacable.de).



ANGA Mitglieder-Workshop „IP-Multicast“ zeigt Möglichkeiten zum flexiblen und effizienten IP-Verkehr auf Kabelnetzen 02. Mai 2012

•    ANGA-Workshop demonstriert Optionen für die Inhalteverteilung via IP im Kabel
•    IP-Multicast und Broadcast-Netze wachsen zusammen
•    IP-Multicast treibt Konvergenz der Videodienste weiter voran
•    Entwicklung von TV-Broadcast zu Multicast mit IP-Diensten bietet Vorteile für die Endkunden

Köln/Berlin, 2. Mai 2012 – Auf großen Zuspruch stieß ein Experten-Workshop zum Thema „IP-Multicast“, den die ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber gemeinsam mit dem Mitgliedsunternehmen Cisco Systems exklusiv für Netzbetreiber durchgeführt hat. Ziel des Workshops war es, die Kabelnetzbetreiber bei der noch effizienteren Nutzung der hohen Bandbreiten über DOCSIS 3.0 zu unterstützen und die Videoverteilung in den Backbone-Netzen der Kabelnetzbetreiber zu optimieren. Vorträge, Erfahrungs¬berichte und praktische Demonstrationen verdeutlichten die Einsatzmöglichkeiten von IP-Multicast und bildeten die Grundlage für eine betreiberspezifische Bewertung und Diskussion, in der Impulse für neue Geschäftsfelder und Kooperationsmodelle mit den Netzbetreibern aufgezeigt wurden. Ein Ergebnis des Workshops war, dass IP-Multicast den Netzbetreibern hilft, die Konvergenz der Dienstleistungen weiter voranzutreiben – zum Vorteil der Endkunden. Zukünftig soll die Trennung zwischen IP-Multicast- und DVB-Broadcast-Netzen nicht mehr existent sein. Jörg Hellwig, Regional Sales Manager Cable bei Cisco Systems: „Mit der richtigen Architektur des IP-Netzes können die unterschiedlichsten Anforderungen auf den verschiedensten Endgeräten mit Services bedient werden. Wir freuen uns, dass wir diese Lösungen mit den ANGA-Netzbetreibern im Rahmen des Workshops diskutieren konnten.“

IP-Multicast eröffnet den Netzbetreibern weitreichende Möglichkeiten bei der Video¬verteilung im Backbone. Die Qualitätsparameter in der Videoverteilung können ohne Änderung der Abläufe im Back-Office erhöht werden. Kabelkunden wird damit die Tür zu einer neuen Welt geöffnet, in der sie unterschiedliche Endgeräte gleichzeitig mit Videoinhalten und anderen Diensten aus den Kabelnetzen nutzen können. Dies wird die Akzeptanz der Breitbanddienste im Kabel weiter steigern – schon heute buchen rund 45 % aller Breitbandneukunden Internetdienste über das Breitbandkabel. Hierzu Carsten Engelke, Leiter Technik der ANGA: „Der Workshop zeigt die Entwicklung von Broadcast zu Multicast mit IP-Diensten zum Vorteil des Endkunden. ‚All IP‘ wird in den nächsten Jahren immer wichtiger und muss intelligent im Netz genutzt werden. Auch auf der ANGA Cable vom 12. bis zum 14. Juni 2012 wird IP-Multicast Thema von Fachmesse und Kongress sein.“



ANGA präsentiert Rechtsgutachten zur „Anreizregulierung“: Förderung von Programmveranstaltern auf Kosten der Netzbetreiber ist verfassungswidrig 25. April 2012

  • Kabelnetzbetreiber kritisch gegenüber Vergünstigungen für Programm­ver­anstal­ter beim Zugang zu Infrastrukturen
  • Anreizregulierung zu Lasten der Plattformbetreiber aus rechtlicher und wirtschaft­li­cher Sicht bedenklich
  • Gutachter Hubertus Gersdorf zeigt medienpolitische Alternativen zur Steigerung der Programmqualität auf

Köln/Berlin, 25. April 2012 – Eine Förderung der Programmveranstalter auf Kosten der Netzbetreiber mit dem Ziel der Steigerung der inhaltlichen Qualität ist verfassungswidrig. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten, das Professor Dr. Hubertus Gersdorf von der Universität Rostock im Auftrag der ANGA erstellt hat: „Eine Anreizregulierung über Ver­günstigungen beim Zugang zu Infrastrukturen entspricht nicht dem Grundsatz der Ver­hält­nismäßigkeit und ist mit den grundrechtlichen Positionen der Netzbetreiber nicht vereinbar. Die mit dem Programmversorgungsauftrag verbundenen Kosten liegen in der Ver­ant­wort­lichkeit des Rundfunks und dürfen nicht beliebig auf Dritte übergewälzt werden.“

Hintergrund ist die aktuell von der Medienpolitik diskutierte Frage, ob Qualitätsstandards im privaten Rundfunk durch zusätzliche Anreize gesteigert werden sollen. Befürworter dieses Ansatzes erhoffen sich von Anreizen qualitativ hochwertigere Angebote als von regulatorischen Maßnahmen. Dabei sind auch Optionen in der Diskussion, die über reine Fördermaßnahmen hinausgehen und zusätzlich einen vergünstigten Zugang zu Infra­struk­turen wie z.B. den Plattformen der Kabelnetzbetreiber beinhalten.

Die deutsche Kabelbranche steht der Förderung eines vielfältigen Programmangebots offen gegenüber. Kritisch zu bewerten sind jedoch Vergünstigungen beim Zugang zu Infrastrukturen. Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): „Es ist bedenklich, dass eine Förderung bestimmter Inhalte durch eine zusätz­liche Regulierung der Plattformbetreiber erfolgen soll. Auch ist völlig offen, ob die diskutier­ten Anreize angesichts der hohen Kosten für die Programmveranstaltung über­haupt die gewünschte Wirkung entfalten können. Potenziell werden durch eine Anreiz­regu­lierung lediglich diejenigen zusätzlich gefördert, die auch heute schon ein qualitativ hoch­wertiges Programm veranstalten – und das auf Kosten der Plattformbetreiber.“

Schließlich zeigt das Gersdorf-Gutachten Alternativen auf, um Qualitätsanforderungen an den privaten Rundfunk mit den Mitteln des Rundfunkrechts durchzusetzen. So könnte beispiels­weise die Zulassung privater Veranstalter stärker als bisher an die Erfüllung bestimm­ter Qualitätsanforderungen gekoppelt werden. Denkbar wäre auch die Einführung eines Universaldienstes, bei dem Anbieter, die ihre programmlichen Pflichten nicht hin­reichend erfüllen, zur Zahlung einer Abgabe herangezogen werden. Darüber ließen sich qualitativ hochwertige Inhalte finanzieren. Und schließlich wäre darüber nachzudenken, die Informations- und Nachrichtenprogramme privater Rundfunkveranstalter anteilig aus dem allgemeinen Rundfunkbeitragsaufkommen zu finanzieren.

Das Gutachten von Professor Dr. Gersdorf steht unter www.anga.de zum Download bereit.



Breitbandkabel – Mit Hochgeschwindigkeit ins Internet 15. Februar 2012

  • Mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 100 MBit/s und mehr sorgt das TV-Kabel für schnelles Internet in Deutschland
  • Versorgung von knapp zwei Dritteln aller deutschen Haushalte mit Breitbandkabel bis 2013 – auch in unterversorgten Gebieten
  • Rund 45 % aller Breitbandneukunden in 2011 mit Kabelinternetanschluss
  • Repräsentative Marktumfrage bestätigt dem Breitbandkabel Kundenzufriedenheit von 88 % für die Übertragungsgeschwindigkeit

Köln/Berlin, 15. Februar 2012 – Die deutschen Kabelnetzbetreiber schaffen dank hoher Investitionen in ihre Netze Internetanschlüsse mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s und mehr. Mit dem Ausbau des Datenübertragungsstandards DOCSIS 3.0 bis 2013 werden knapp zwei Drittel aller deutschen Haushalte mit Hochgeschwindigkeitsinternet über das Breitbandkabel versorgt werden können. Damit leisten die Kabelnetzbetreiber einen wesentlichen Beitrag zum Breitbandziel der Bundesregierung – und das nicht nur in Ballungszentren, sondern auch in bisher unterversorgten Gebieten. Weitere Informationen zu diesem Thema bietet der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) in seiner heute veröffentlichten Broschüre „Mit Hochgeschwindigkeit ins Netz“, die unter www.anga.de zum Download bereitsteht.

Thomas Braun, Präsident der ANGA: „Der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsinternet zählt zu den wesentlichen Herausforderungen der kommenden Jahre. Dabei kann die Umsetzung nur mit einem Technologiemix gelingen. Sinnvoll ist es hierbei, die Stärken der unterschiedlichen Infrastrukturen zu nutzen und ergänzend einzusetzen. Glasfaserbasierte Technologien wie das Breitbandkabel werden dabei eine zentrale Rolle spielen.“

Die Kunden haben die Stärke des Breitbandkabels klar erkannt – rund 45 % aller Breitbandneukunden entschieden sich in 2011 für einen Kabelinternetanschluss. Laut einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos im Auftrag der ANGA surft zwar nach wie vor ein Großteil der Kunden noch über DSL mit relativ geringen Bandbreiten. Grund hierfür ist, dass momentan noch die weniger bandbreitenintensiven Nutzungsarten überwiegen: Über 80 % nutzen ihren Internetanschluss vor allem für die Kommunikation via E-Mail, zur Informationssuche auf Nachrichtenseiten und zum Shopping. Die Nachfrage nach Bandbreite und leistungsfähigen Infrastrukturen wird jedoch gleichermaßen wachsen wie beispielsweise die Bedeutung von Video on Demand (aktuelle Nutzungsrate 12,4 %) und Cloud Computing (Nutzung aktuell bei 6,3 %) zunehmen wird. Betrachtet man alle Übertragungswege, liegt die Zahl der Nutzer mit nicht ausreichender Internetgeschwindigkeit schon jetzt bei knapp 20 %. Dieser Personenkreis würde für einen Anschluss mit ausreichender Übertragungskapazität sogar mehr zahlen, bei 39,5 % wären es 5 Euro mehr, bei 22,6 % 10 Euro mehr und 6,9 % wären sogar bereit mehr als 15 Euro mehr zu bezahlen. Hier kann das Breitbandkabel punkten und liegt bei hohen Bandbreiten und gefragten Übertragungsgeschwindigkeiten eindeutig vorn. So bestätigen 88 % aller Kabelkunden, dass ihre Internetgeschwindigkeit auch für bandbreitenintensive Nutzungen ausreichend ist.



Kabelfernsehen bleibt Deutschlands wichtigster TV-Empfangsweg 10. Februar 2012

  • Die deutschen Kabelunternehmen versorgen weiterhin mehr als 18 Millionen Fernsehhaushalte
  • Kabelfernsehen auch nach den GfK-Zahlen an der Spitze: 48,6 % Marktanteil gegenüber 47,4 % des Satellitendirektempfangs
  • ANGA-Präsident Thomas Braun: „Kabel führt mit großem Vorsprung in der Königsdisziplin der interaktiven Medienwelt: Mehr als 3,5 Millionen Haushalte nutzen sowohl TV- als auch Breitbandinternetdienste der Kabelnetzbetreiber“
  • Keine Diskriminierung des Kabels gegenüber Satellitenverbreitung und DVB-T

 

Köln/Berlin, 10. Februar 2012 – Der Kabelanschluss ist auch 2012 mit mehr als 18 Millionen Fernsehhaushalten der reichweitenstärkste Empfangsweg. Die Erhebungen des in der deutschen Fernsehforschung führenden Marktforschers GfK weisen im AGF-Fernsehpanel zum 1. Januar 2012 einen Anteil des Kabels bei den Empfangswegen in Höhe von 48,6 % aus. Auf Platz 2 folgt mit 47,4 % der Satellitendirektempfang (http://www.agf.de/fsforschung/methoden/empfangsebenen *). Damit bleibt auch zu Beginn des laufenden Jahres die Rangfolge bestehen, die der Digitalisierungsbericht 2011 der Medienanstalten aufgezeigt hat.

ANGA-Präsident Thomas Braun: „Trotz des stetig wachsenden Wettbewerbs haben unsere Mitgliedsunternehmen ihre Führungsrolle bei der TV-Versorgung mit mehr als 18 Millionen Fernsehhaushalten auch im vergangenen Jahr behauptet. Bei der für die interaktive Fernsehzukunft besonders wichtigen Verbindung aus TV-Angeboten und Breitbandinternet über einen einheitlichen Anschluss ist der Abstand zu DSL-TV und zum Satellitendirektempfang in 2011 weiter gewachsen. Mit mehr als 3,5 Millionen Haushalten, die sowohl TV- als auch Internetkunden sind, führen die Kabelunternehmen in dieser Königsdisziplin der interaktiven Medienwelt völlig unangefochten. Wer dagegen allein auf Fernsehen setzt, fährt unseres Erachtens auf einer Einbahnstraße, die irgendwann in der Sackgasse enden wird.“

Im Vergleich der Empfangswege ist zudem zu beachten, dass der Satellitendirektempfang und der terrestrische Antennenempfang nur vordergründig für die Bürger gratis erscheinen: In Wirklichkeit geben allein ARD und ZDF pro Jahr mehr als 60 Millionen Euro für die Satellitenausstrahlung und mehr als 240 Millionen Euro für die terrestrische Verbreitung ihrer Fernseh- und Hörfunkprogramme aus (18. Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten: http://www.kef-online.de/inhalte/bericht18/kef_18bericht.pdf, Seite 66ff.).

Dies führt zu einer Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Kabelnetzbetreiber, die entweder deutlich weniger oder sogar gar keine Zahlungen für den Programmtransport erhalten. Umgekehrt fließen ARD und ZDF aus den Endkundenumsätzen der Kabelnetzbetreiber erhebliche urheber- und leistungsschutzrechtliche Vergütungen zu. ANGA-Präsident Braun: „Die Programmveranstalter sollten den verschwenderischen Einsatz von Rundfunkgebühren konsequent eindämmen und sich stattdessen fair und angemessen an den Infrastrukturkosten aller konkurrierenden Netzbetreiber beteiligen.“

* AGF/GfK Fernsehforschung, TV Scope, Fernsehpanel D.+ EU.

 



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