Pressemitteilungen

Nachfrage nach innovativen TV-Angeboten steigt 03. Juni 2013

  • HD-TV, EPG und Mediatheken immer beliebter
  • TV-Nutzung wird mobiler und internetgestützter
  • Fachmesse und Kongress ANGA COM vom 4. bis 6. Juni 2013 in Köln

Köln/Berlin, 3. Juni 2013 – Immer mehr Deutsche fragen innovative TV-Angebote nach. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IPSOS im Auftrag des Verbands Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. (ANGA) anlässlich der am 4. Juni 2013 beginnenden Kongressmesse ANGA COM.

Der Trend geht klar zu HD als Standard – mehr als die Hälfte aller Deutschen sehen Spielfilme oder Fernsehsendungen mittlerweile in der HD-Variante. Und auch als Pay-TV werden HD-Angebote angenommen. Hierzu Thomas Braun, Präsident der ANGA: „Mit über 1,5 Millionen Abonnenten haben die Kabelnetzbetreiber allein für ihre HD-Basisangebote inzwischen mehr zahlende HD-Kunden als der Satellit.“ In den Fernseher integrierte Programmzeitschriften („EPG“) verwenden rund 30 Prozent. Im Kommen sind Mediatheken (20 Prozent Nutzer in Deutschland), zeitversetztes Fernsehen (18 Prozent) und 3D-TV (12 Prozent).

Die Umfrage zeigt auch einen deutlichen Trend zum mobilen TV-Konsum: Während 2012 nur 4 Prozent der Deutschen einen Tablet-PC für TV-Angebote nutzten, liegt die Quote heute schon bei einem Zehntel. Mit 14 Prozent Nutzern ist auch das Smart-Phone weiterhin beliebt als Abspielgerät für Fernsehinhalte.

Neue Entwicklungen im Zuschauerverhalten sind sowohl Chance als auch Herausforderung für das Kabel als bewährte TV-Infrastruktur. Der Wert der Infrastruktur in einem sich wandelnden Wettbewerbsumfeld steht daher auch im Mittelpunkt der beiden Gipfeldiskussionen auf der Kongressmesse ANGA COM vom 4. bis 6. Juni.

Mehr zur ANGA COM erfahren Sie auf der Website www.angacom.de. Eine Akkreditierung für die Kongressmesse ist noch vor Ort möglich.

Kontakt: Jenny Friedsam • Tel.: 0221/3909000 • jenny.friedsam@anga.dewww.anga.de



Workshop von ANGA und Cisco: Tablets und neue Videoinhalte beschleunigen die Konvergenz der Netze 23. Mai 2013

  • ANGA und Cisco setzen ihre Kooperation mit einem weiteren Workshop fort
  • Mit modernsten Video-Collaboration-Technologien wurden während des Workshops Diskussionen per Internet mit internationalen Experten geführt
  • Die Wi-Fi-Schnittstelle beschleunigt die Konvergenz der Medien und bedarf erhöhter Frequenzresourcen
  • Tablets und mobile Devices erfordern andere Netzkonzepte, um neue Geschäftsmodelle und Märkte zu erschließen


Köln/Berlin, 23. Mai 2013 – Zum dritten Mal haben Cisco Systems und der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) zu einem Netzbetreiber-Workshop für Experten nach Eschborn bei Frankfurt eingeladen. Die Referenten haben sich dem neuen Thema „Evolution von Cable-Video-Diensten im Tablet-Zeitalter“ in der Diskussion gestellt. Durch den Erfolg von Tablets findet bei den Nutzern eine Wandlung zur Konvergenz von Internet und linearem TV statt. Die Lösung ist nicht länger nur im Wohnzimmer auf den TV-Geräten oder nur unterwegs auf den Smartphones zu finden. Vielmehr spielen Tablets heute eine große Rolle beim Konsum von Videoinhalten, klassische lineare TV-Services werden durch Funktionen und Apps auf dem Tablet ergänzt, die die Nutzung der Medien zum Vorteil der Kunden komfortabel gestalten sollen. Aspekte, wie der Kabelnetzbetreiber die Services aus der „Cloud“ heraus verbessert und im Heimnetzwerk integriert, wurden in der Diskussion adressiert. Dazu zählen auch Signalschutz wie CI-Plus, internetbasierte DRM-Systeme und Cloud Services, die eine Trennung von der klassischen Middleware erlauben. Durch die Nutzung modernster Video-Collaboration-Technologien konnten die Teilnehmer mit den per Internet zugeschalteten internationalen Experten in eine intensive Diskussion einsteigen, als wären sie gemeinsamen in einem Raum.

Uwe Welter von Cisco Systems betonte: „Neben der HD-Qualität erwarten Videokonsumenten auch den Zugriff auf vergangene Inhalte, egal ob selbst aufgezeichnet oder frei zugänglich. Die Schnittstelle im „Zuhause“ könnte das Intelligenzzentrum werden, das Technologien wie Wi-Fi, Kabel und ETH terminiert, aber auch lineares TV, „On Demand“ oder neue „Connected Life-Services“ einbindet.“ Auf dem Workshop wurde herausgearbeitet, dass dem In-Home-Netzwerk, bestehend aus Internet-Devices, TV-Geräten, Set-Top-Boxen und der Wi-Fi-Schnittstelle eine besondere Bedeutung zukommt. Mit einem Gastvortrag wagte Dr. Norbert Thöry einen Blick in die Zukunft aus Sicht des ZDF und skizzierte das Anforderungsprofil einer Mediathek. Er verdeutlichte, welche Herausforderungen durch die Kundenerwartung auf die Markteilnehmer zukommen und was schon heute Realität ist.

Carsten Engelke, Technischer Leiter der ANGA fasste zusammen: „Der Breitbandnetzbetreiber muss den Kunden eine hohe Qualität liefern, trotz der komplexen Verteilung und der verschiedenen Inhalte. Für die Kunden müssen bei Interaktionen zwischen TV-Geräten, Tablets und jedem anderen Endgerät die Metadaten unterstützt werden. Außerdem müssen die Kunden durch die Cloud-Funktionalitäten geführt werden“.

Die Diskussion wird auf der ANGA COM (Fachmesse und Kongress für Breitband, Kabel & Satellit) vom 4. bis 6. Juni 2013 in Köln fortgesetzt werden.


Kontakt: Carsten Engelke • Tel.: 0221/3909000 • carsten.engelke@anga.dewww.anga.de



Breitbandausbau als Wahlkampfthema 24. April 2013

  • Beim 3. ANGA Politikgespräch diskutierten Vertreter aus Politik und Wirtschaft über die Breitbandpolitik nach der Bundestagswahl
  • Flächendeckender Breitbandausbau ist Ziel aller Parteien im Wahl­kampf
  • Größte Herausforderung bleibt die Versorgung des ländlichen Raums

Köln/Berlin, 24. April 2013 – Der Zugang zum schnellen Internet ist nach wie vor in Deutschland eine Standortfrage – der flächendeckende Breitbandausbau bleibt daher auch nach der Bundestagswahl ein wichtiges Thema. Über das Ziel einer besseren Versorgung gerade im ländlichen Raum sind sich die politischen Parteien einig. Intensiv diskutiert wurde dagegen beim gestrigen 3. ANGA Politikgespräch in Berlin die Frage, wie sich dieses Ziel erreichen lässt. Bei einer angeregten Diskussion waren sich Vertreter von Politik und Wirtschaft einig, dass nur ein Bündel aus unterschiedlichen Maßnahmen zum Erfolg führen könnte. Wichtige Elemente seien Infrastrukturwettbewerb, das Zusammenspiel verschiedener Technologien sowie eine gezielte Förderung des Ausbaus in weißen Flecken. Auch müsse die Frage weiterer Frequenzen für den Mobilfunk und die Konsequenzen für den terrestrischen Rundfunk für die Zukunft gelöst werden, um Störungen zu vermeiden. Unterschiedliche Positionen bestehen in Bezug auf einen Universaldienst, den CDU und FDP strikt ablehnen, während SPD und Grüne eine derartige Verpflichtung für eine Grundversorgung fordern.

Aus Sicht der Kabelbranche muss der Schwerpunkt auch in Zukunft auf der Förderung des Infrastrukturwettbewerbs liegen. Hierzu Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): „Der Infrastrukturwettbewerb ist der wirksamste Treiber für den Breitbandausbau. Die Kabelnetzbetreiber setzen auch weiter auf Ausbau im Wettbewerb und nicht auf eine Ausweitung der Regulierung.“ Ergänzend Dr. Annette Schumacher, Abteilungsleiterin Regulierung & Public Affairs bei Kabel Deutschland: “Kabel Deutschland wird auch in den kommenden Jahren in erheblichem Umfang in den weiteren Netzausbau investieren. Diese Investitionen kommen auch dem ländlichen Raum zugute.“


Kabelnetzbetreiber als Motor der TV- und Breitbandmärkte 18. März 2013

  • Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber veröffentlicht aktuelle Branchenzahlen
  • Großes Interesse an besonders hohen Bandbreiten: Immer mehr Kunden entscheiden sich für Anschlüsse mit 50 MBit/s und mehr.
  • Digitale TV-Nutzung im Kabel steigt an: Angebotsvielfalt mit Abrufdiensten,Mediatheken, HD und digitalem Videorekorder treibt die Nachfrage

Köln/Berlin, 18. März 2013 – Für die Kabelnetze war das Jahr 2012 von Wachstum beim Breitbandinternet und bei den digitalen TV-Angeboten geprägt. Dies zeigen Daten zu den aktuellen Entwicklungen im TV- und Breitbandmarkt, die der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) heute veröffentlicht hat.

Deutschland ist im europäischen Vergleich der größte Kabelmarkt: Ungefähr 18 Millionen TV-Haushalte werden in Deutschland vom Breitbandkabel versorgt. Diesen Haushalten stehen (je nach Kabelnetzbetreiber) bis zu 55 analoge Programme sowie im Digitalbereich bis zu 125 frei empfangbare und bis zu 100 PayTV-Kanäle zur Verfügung. 20 bis 40 Programme werden in HD-Qualität angeboten – Tendenz steigend. Insgesamt gibt es einen klaren Trend zum digitalen Empfang: Jeder zweite Kabelhaushalt nutzt inzwischen digitale TV-Angebote. ANGA-Präsident Thomas Braun: "Die digitale TV-Nutzung durch die Kabelkunden wird auch in den nächsten Monaten weiter zunehmen. Insbesondere HDTV, digitale Videorekorder, Abrufdienste (VoD), Mediatheken, zeitversetztes Fernsehen sowie Fernsehgeräte mit integriertem digitalen Kabelempfang werden das Interesse am digitalen Fernsehen weiter erhöhen. Schließlich wird sich auch der zunehmende Wegfall der sogenannten Grundverschlüsselung von FreeTV auf die Digitalquote auswirken."

Über die Breitbandkabelnetze können heute ca. 55 Prozent aller Haushalte mit Internetanschlüssen von 50 MBit/s und mehr versorgt werden. Die Kabelbranche leistet so einen wesentlichen Beitrag zum Breitbandziel der Bundesregierung, bis 2018 allen Haushalten mindestens 50 MBit/s zur Verfügung zu stellen. Und die hohen Internetgeschwindigkeiten im Breitbandkabel werden nachgefragt: Knapp 60 Prozent aller Kabelkunden nutzen bereits Internetbandbreiten über 30 MBit/s. 17,4 Prozent buchen sogar Bandbreiten von 50 MBit/s und mehr – das ist gegenüber 2011 eine Steigerung von mehr als 10 Prozentpunkten. Thomas Braun: "Auf Grund der Leistungsfähigkeit der Kabelnetze wachsen Internet und Telefonie im Breitbandkabel überdurchschnittlich: Mit 4,4 Millionen Internetkunden zum Jahresende 2012 hat das Breitbandkabel einen Marktanteil von rund 15 Prozent – Tendenz auch hier steigend."

Die aktuelle Broschüre "Das deutsche Breitbandkabel – Fakten und Perspektiven 2013" steht auf der Webseite www.anga.de zum Download zur Verfügung.



ANGA-Workshop: WiFi als Katalysator zwischen mobilen Diensten und Festnetz 20. Dezember 2012

  • Second Screen steigert die IP-Nutzung im Kabel
  • HD-Inhalte erfordern hohe IP-Bandbreiten im Downstream
  • Starkes Wachstum bei Kabelinternet belegt die hohe Leistungsfähigkeit der DOCSIS-Breitbandnetze

Köln/Berlin, 20. Dezember 2012 – Die Rolle des Kabels auf dem Weg in das digitale Wohnzimmer war Thema beim Workshop des ANGA Competence Center in Frankfurt am Main. Über 70 Experten diskutierten Entwicklungspotenziale von Second Screen und der Konvergenz von Broadcast- und IP-Diensten auf den modernen DOCSIS-Breitbandnetzen. Zu den vortragenden Unternehmen gehörten Alcatel-Lucent, CISCO, Eutelsat, Media Broadcast, Netrange und WISI.

Zentraler Punkt der Diskussion war das Nebeneinander von linearen und nicht linearen Diensten, insbesondere mit Blick auf die zunehmende Interaktivität und neue Erlösquellen durch IP-Dienste im Zusammenhang mit Breitbanddiensten. Die immer größere Verbreitung von HD-Inhalten steigert die Anforderungen an die Downstream- im Vergleich zur Upstream-Bandbreite. Schon heute liegt das Verhältnis von Up- zu Downstream in Deutschland bei ca. 1:8. Die Teilnehmer des Workshops waren sich einig, dass eine Verteilung von Mobilfunkfrequenzen mit gleichen Anteilen von Up- und Downlink die Realitäten im Breitbandmarkt nicht widerspiegeln. Die Diskussion ergab auch, dass heutzutage die Hardware den Anforderungen der Inhalte folgt. So stellt gerade die Einbindung von Second Screens über Smart Phones und Tablets neue Anforderungen an die IP-Ströme. WiFi nimmt hier einen zentralen Verbindungspunkt ein, der mobile Endgeräte und das Festnetz über die Grenzen von Betriebssystemen hinweg miteinander verbinden kann.

Over-the-Top(OTT)-Inhalte sind an Content-Delivery-Netze und damit an das Festnetz gekoppelt. Dienste sollten möglichst ohne Medienbrüche und nach der Devise „Ein Netz für alle Dienste“ zu den Kunden geliefert werden. Auffällig ist, dass die OTT-Nutzung schon heute ca. 20 Minuten des täglichen TV-Konsums einnimmt. Der Erfolg von OTT hängt jedoch stark von der Qualität der Dienste bei den Kunden ab. Gerade Videodienste zeigen schnell die Schwächen in der Bezugskette auf. Dazu Carsten Engelke, Technischer Leiter des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): „Die Kabelnetze mit ihrer hohen Bandbreite und der zuverlässigen Netzqualität stehen in der Gunst der Kunden ganz oben. Jetzt gilt es, die Content-Delivery-Netze durch Verträge an die leistungsfähigen Kabelnetze anzubinden, um Qualität zu sichern und Peering-Kosten bei den Videodiensten einzugrenzen.“

Die Diskussion wird auf der ANGA COM (Fachmesse und Kongress für Breitband, Kabel & Satellit) vom 4. bis 6. Juni 2013 in Köln fortgesetzt werden.



ANGA-Verband trauert um Anton Kathrein 14. November 2012

Mit Bestürzung hat der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. (ANGA) die Nachricht vom Tod von Prof. Dr. Dr. h.c. Anton Kathrein, persönlich haftender Gesellschafter und Geschäftsführer der Kathrein-Werke, aufgenommen.

ANGA-Präsident Thomas Braun: „Die Nachricht vom viel zu frühen Ableben Anton Kathreins lässt uns fassungslos zurück und macht uns sehr traurig. Unser Mitgefühl gilt seinen Angehörigen und seinen Mitarbeitern. Anton Kathrein war eine herausragende Unternehmerpersönlichkeit. Mit seiner Kreativität, Leistungsbereitschaft und zugleich Lebensfreude war er uns über Jahrzehnte ein beispielloser Antrieb. Seiner Tatkraft und seinem überragenden Qualitätsbewusstsein hat die deutsche Kabelbranche mehr zu verdanken, als man in Worte fassen kann. Anton Kathrein wird uns als leuchtendes Vorbild für mittelständisches Unternehmertum in Erinnerung bleiben. Einen wie ihn wird unsere Branche nicht wiedersehen. Wir, aber auch ich ganz persönlich, werden ihn als außergewöhnlichen Menschen, unbändigen Macher und wirklichen Freund schmerzlich vermissen.“



Breitbandpolitik nicht nur national betrachten 13. November 2012

  • Anlässlich des 7. Nationalen IT-Gipfels fordert die deutsche Kabelbranche einen kritischen Blick auf aktuelle EU-Aktivitäten
  • Europäische Richtlinien für Förderprogramme müssen auch künftig technologieneutral ausgestaltet sein
  • Kabel unterstützt die Verwirklichung der Hochgeschwindigkeitsziele: mehr als 10 Prozent der Kunden buchen bereits 50 MBit/s und mehr

Köln/Berlin, 13. November 2012 – Aktuelle Vorschläge der EU-Kommission stellen ein Risiko für die weitere Umsetzung von Breitbandstrategie und Digitaler Agenda dar. Im Rahmen der Überarbeitung ihrer Leitlinien für Beihilfen zum Breitbandausbau hat die EU-Kommission angekündigt, künftig einen Schwerpunkt auf den Ausbau von Glasfasernetzen bis in die Gebäude zu legen. Diese Förderpolitik diskriminiert glasfaserbasierte Netze wie z.B. die HFC-Netze der Kabelnetzbetreiber, die für den Zugang in die Häuser Kupferkabel nutzen – obwohl sie als sog. NGA-Netze schnelles Internet zu vielen Endkunden bringen und damit wesentlich zur Umsetzung der Breitbandstrategie der Bundesregierung beitragen. Schlimmstenfalls kann diese Entwicklung dazu führen, dass HFC-Netze mit Hilfe von Fördergeldern überbaut werden: Dieses Ergebnis entwertet bestehende NGA-Netze und stellt ein Hemmnis für weitere Investitionen dar.

Die deutschen Kabelnetzbetreiber investieren seit Jahren 20 Prozent und mehr ihrer Umsätze in den Ausbau ihrer Netze für schnelles Internet. Und das mit Erfolg. Dazu Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): „Unsere Mitgliedsunternehmen haben bei Breitbandinternet die Nase vorn: Mit 4,2 Millionen Internetkunden haben wir aktuell einen Marktanteil von rund 15 Prozent; drei von vier Breit­band­neukunden entscheiden sich für Kabelinternet.“ Das europäische Ziel einer Marktdurchdringung mit schnellem Internet lässt sich ohne das Kabel nicht verwirklichen:  Kabelnetzbetreiber stellen nicht nur Anschlüsse mit 100 MBit/s und mehr für aktuell rund 60 Prozent der deutschen Haushalte zur Verfügung. Eine kürzliche Umfrage unter den ANGA-Mitgliedsunternehmen zeigt, dass über die Hälfte der Kunden Zugänge mit über 30 MBit/s bucht, mehr als 10 Prozent buchen sogar 50 MBit/s und mehr. Hier ist ein deutlicher Trend zu erkennen, da diese Buchungsrate ein halbes Jahr zuvor noch bei 6,6 Prozent lag.v

Infrastruktur und Inhalte: Faire Verteilung der Wertschöpfung sicherstellen 12. November 2012

  • Beim 2. ANGA Politikgespräch diskutieren Vertreter aus Wirtschaft und Politik urheberrechtliche Rahmenbedingungen und Einspeisevergütung
  • Überarbeitung des Europäischen Richtlinienentwurfs zum kollektiven Rechtemanagement notwendig
  • Angemessene Vergütung für den Transport von Inhalten für alle Netzbetreiber muss gewährleistet sein

Köln/Berlin, 12. November 2012 – Welchen Wert hat zukünftig die Infrastruktur in einem sich wandelnden Medienmarkt? Angesichts der Debatten um Einspeisevergütung, Must Carry, neue Geschäftsmodelle der Sender und die künftige Regulierung der Verwertungsgesellschaften stand diese Frage im Mittelpunkt des 2. ANGA Politikgesprächs. In einer engagiert geführten Diskussion sprachen sich Vertreter von Bundespolitik, Länderebene, Medienanstalten und Netzbetreibern dafür aus, dass nicht zuletzt auf Grund der Must Carry-Verpflichtungen im Kabel auch künftig ein angemessenes Entgelt für den Transport von Inhalten zu zahlen sei – und zwar an große wie kleine Netzbetreiber. Aus Sicht der öffentlich-rechtlichen und privaten Programmveranstalter ist dagegen ein Paradigmenwechsel erforderlich, der den Wert der Inhalte stärker berücksichtigt. Dazu gehöre auch, dass die Refinanzierung der Netze über Endkundenentgelte erfolgt. Abseits der umstrittenen Einspeiseentgelte bestand Einigkeit darüber, dass zukünftig neue Geschäftsmodelle für die digitale Welt entwickelt werden müssen. Die damit verbundenen Herausforderungen können die Marktteilnehmer nur gemeinsam lösen. Diese Geschäftsmodelle müssen die Marktentwicklungen berücksichtigen und gleichzeitig eine faire Verteilung der Wertschöpfung ermöglichen.

Ebenso wichtig ist es, bei der künftigen Regulierung der Verwertungsgesellschaften die Interessen aller Akteure im Auge zu haben und auf der europäischen Ebene keine Regelungen vorzugeben, die in der Praxis in den Mitgliedstaaten zusätzliche Probleme schaffen. Das Panel zum Urheberrecht kam zum Ergebnis, dass die Vorschläge der EU-Kommission zum kollektiven Rechtemanagement einer weiteren Überarbeitung bedürfen. Dabei bestand weitgehende Einigkeit, dass es ergänzender Regelungen bedarf, um auch künftig einen reibungslosen Rechteerwerb zu gewährleisten. Seitens der Kabelnetzbetreiber wurde auf die Gefahr einer Zersplitterung der Rechteportfolios und hohe Transaktionskosten hingewiesen. Dem müsse auch durch eine Überarbeitung der deutschen Verfahrensvorschriften im Urheberrechtswahrnehmungsgesetz begegnet werden.

Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) fasst zusammen: „Märkte und Wettbewerbsbedingungen ändern sich. Kabelnetzbetreiber investieren massiv in den Ausbau ihrer Netze und neue Angebote, wovon nicht zuletzt die Inhalteanbieter profitieren. Das muss auch bei der Weiterentwicklung des Rechtsrahmens berücksichtigt werden.“



ANGA-Mitgliederversammlung wählt Vorstand: Bestätigung der Verbandsführung 21. September 2012

  • ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. wählt Vorstand für die Dauer von zwei Jahren
  • Thomas Braun zum Präsidenten der ANGA wiedergewählt
  • Vizepräsidenten von Hammerstein, Rehnig und Thielk
  • Erfolg der deutschen Kabelbranche spiegelt sich in der Entwicklung des Verbandes wider

 

Köln/Berlin, 21. September 2012 – Die Mitgliedsunternehmen der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. haben ihrer Verbandsführung eindeutig das Vertrauen ausgesprochen. Auf der gestrigen Mitgliederversammlung in Wiesbaden wurde der Vorstand des Verbandes für zwei Jahre gewählt. Die Mitglieder haben dabei weitgehend auf Beständigkeit gesetzt:

So wurde Thomas Braun als Präsident bestätigt. Als Vizepräsidenten wurden Dr. Adrian von Hammerstein (Kabel Deutschland) und Jens-Uwe Rehnig (Rehnig BAK Kabelfernsehen für Deutschland) bestätigt. Neu zum Vizepräsidenten gewählt wurde das bisherige Vorstandsmitglied Bernd Thielk (willy.tel). Als Vorstandsmitglieder bestätigt wurden Andreas Coupette (MMKS), Dietmar Schickel (Tele Columbus), Lutz Schüler (Unitymedia KabelBW), Jürgen Sommer (ANTEC) und Herbert Strobel (ASTRO Strobel Kommunikationssysteme). Neu in den Vorstand gewählt wurde Theo Weirich, Geschäftsführer der wilhelm.tel GmbH aus Norderstedt.

Thomas Braun, Präsident der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber: „Der ANGA-Vorstand freut sich über die Anerkennung und Bestätigung seiner Arbeit. Wir bedanken uns bei allen Mitgliedsunternehmen für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung. Der Erfolg der deutschen Kabelbranche spiegelt sich in der Entwicklung des Verbandes wider – das Mitgliederwachstum hat sich weiter fortgesetzt. Vor allem Stadt- und Glasfasernetzbetreiber, die auch Fernsehen und Radio anbieten wollen, erkennen die Vorteile einer ANGA-Mitgliedschaft. Gleichzeitig setzen die klassischen Kabelnetzbetreiber des Verbandes beim Ausbau ihrer Netze konsequent auf Glasfaser: Kabel- und Glasfasertechnologie wachsen dadurch immer weiter zusammen.“

 



Kabel verzeichnet deutliches Wachstum bei digitaler TV-Nutzung 04. September 2012

  • Digitale TV-Nutzung in den Kabelnetzen steigt um knapp 6 Prozentpunkte auf 48,2 Prozent
  • Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten: Weiterhin mehr als 18 Millionen Kabel-TV-Haushalte (Satellit: 17,3 Millionen)
  • HDTV, digitale Videorekorder, Abrufdienste und Fernsehgeräte mit integriertem digitalen Kabelempfang sind Treiber der Digitalisierung im Kabel

Köln/Berlin, 4. September 2012– Die deutschen Kabelnetzbetreiber konnten den Trend der vergangenen Jahre fortsetzen und weiter digitale TV-Haushalte gewinnen. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten hervor: Knapp die Hälfte der deutschen Kabel-TV-Haushalte (rund 8,8 Millionen) sieht jetzt Fernsehen in digitaler Qualität. Dies entspricht einem Wachstum von 6 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr auf nun 48,2 Prozent aller Kabel-Haushalte, die digitales Fernsehen nutzen. Insgesamt empfangen weiterhin mehr als 18 Millionen Haushalte ihre Fernsehprogramme über einen Kabelanschluss. Den Satellitenempfang nutzen nach dem Digitalisierungsbericht 17,3 Millionen Haushalte.

Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): „Der Bericht der Landesmedienanstalten belegt den deutlichen Anstieg der digitalen TV-Nutzung im Kabel. Wir gehen davon aus, dass diese auch in Zukunft weiter stark zunehmen wird. Im Rahmen der vielfältigen Aktivitäten der Kabelnetzbetreiber werden insbesondere HDTV, digitale Videorekorder, Abrufdienste (Video on Demand) und Fernsehgeräte mit integriertem digitalen Kabelempfang das Interesse am digitalen Fernsehen zusätzlich erhöhen."

Neben einer Vielfalt von bis zu 300 analogen und digitalen TV-Programmen nutzen viele Kunden ihren Kabelanschluss zudem als Zugang zum Hochgeschwindigkeitsinternet. Dazu Thomas Braun: „Unsere Mitgliedsunternehmen verbinden ein attraktives TV-Angebot, das vermehrt den Trend zum Abruf nicht-linearer und interaktiver Angebote bedient, mit einer hochleistungsfähigen Infrastruktur für Breitbandinternet, die ausreichend Bandbreite für derzeitige und zukünftige Anwendungen bietet. Fernsehen und Internet wachsen zusammen und das Kabel bietet hierfür eine leistungsfähige Infrastruktur und die richtigen Produkte.



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Jenny Friedsam
Leitung Presse und PR
Telefon: 0221 / 390 900-0
Telefax: 0221 / 390 900-99
E-Mail: jenny.friedsam(at)anga.de