Pressemitteilungen

ANGA Mitglieder-Workshop „IP-Multicast“ zeigt Möglichkeiten zum flexiblen und effizienten IP-Verkehr auf Kabelnetzen 02. Mai 2012

•    ANGA-Workshop demonstriert Optionen für die Inhalteverteilung via IP im Kabel
•    IP-Multicast und Broadcast-Netze wachsen zusammen
•    IP-Multicast treibt Konvergenz der Videodienste weiter voran
•    Entwicklung von TV-Broadcast zu Multicast mit IP-Diensten bietet Vorteile für die Endkunden

Köln/Berlin, 2. Mai 2012 – Auf großen Zuspruch stieß ein Experten-Workshop zum Thema „IP-Multicast“, den die ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber gemeinsam mit dem Mitgliedsunternehmen Cisco Systems exklusiv für Netzbetreiber durchgeführt hat. Ziel des Workshops war es, die Kabelnetzbetreiber bei der noch effizienteren Nutzung der hohen Bandbreiten über DOCSIS 3.0 zu unterstützen und die Videoverteilung in den Backbone-Netzen der Kabelnetzbetreiber zu optimieren. Vorträge, Erfahrungs¬berichte und praktische Demonstrationen verdeutlichten die Einsatzmöglichkeiten von IP-Multicast und bildeten die Grundlage für eine betreiberspezifische Bewertung und Diskussion, in der Impulse für neue Geschäftsfelder und Kooperationsmodelle mit den Netzbetreibern aufgezeigt wurden. Ein Ergebnis des Workshops war, dass IP-Multicast den Netzbetreibern hilft, die Konvergenz der Dienstleistungen weiter voranzutreiben – zum Vorteil der Endkunden. Zukünftig soll die Trennung zwischen IP-Multicast- und DVB-Broadcast-Netzen nicht mehr existent sein. Jörg Hellwig, Regional Sales Manager Cable bei Cisco Systems: „Mit der richtigen Architektur des IP-Netzes können die unterschiedlichsten Anforderungen auf den verschiedensten Endgeräten mit Services bedient werden. Wir freuen uns, dass wir diese Lösungen mit den ANGA-Netzbetreibern im Rahmen des Workshops diskutieren konnten.“

IP-Multicast eröffnet den Netzbetreibern weitreichende Möglichkeiten bei der Video¬verteilung im Backbone. Die Qualitätsparameter in der Videoverteilung können ohne Änderung der Abläufe im Back-Office erhöht werden. Kabelkunden wird damit die Tür zu einer neuen Welt geöffnet, in der sie unterschiedliche Endgeräte gleichzeitig mit Videoinhalten und anderen Diensten aus den Kabelnetzen nutzen können. Dies wird die Akzeptanz der Breitbanddienste im Kabel weiter steigern – schon heute buchen rund 45 % aller Breitbandneukunden Internetdienste über das Breitbandkabel. Hierzu Carsten Engelke, Leiter Technik der ANGA: „Der Workshop zeigt die Entwicklung von Broadcast zu Multicast mit IP-Diensten zum Vorteil des Endkunden. ‚All IP‘ wird in den nächsten Jahren immer wichtiger und muss intelligent im Netz genutzt werden. Auch auf der ANGA Cable vom 12. bis zum 14. Juni 2012 wird IP-Multicast Thema von Fachmesse und Kongress sein.“



ANGA präsentiert Rechtsgutachten zur „Anreizregulierung“: Förderung von Programmveranstaltern auf Kosten der Netzbetreiber ist verfassungswidrig 25. April 2012

  • Kabelnetzbetreiber kritisch gegenüber Vergünstigungen für Programm­ver­anstal­ter beim Zugang zu Infrastrukturen
  • Anreizregulierung zu Lasten der Plattformbetreiber aus rechtlicher und wirtschaft­li­cher Sicht bedenklich
  • Gutachter Hubertus Gersdorf zeigt medienpolitische Alternativen zur Steigerung der Programmqualität auf

Köln/Berlin, 25. April 2012 – Eine Förderung der Programmveranstalter auf Kosten der Netzbetreiber mit dem Ziel der Steigerung der inhaltlichen Qualität ist verfassungswidrig. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten, das Professor Dr. Hubertus Gersdorf von der Universität Rostock im Auftrag der ANGA erstellt hat: „Eine Anreizregulierung über Ver­günstigungen beim Zugang zu Infrastrukturen entspricht nicht dem Grundsatz der Ver­hält­nismäßigkeit und ist mit den grundrechtlichen Positionen der Netzbetreiber nicht vereinbar. Die mit dem Programmversorgungsauftrag verbundenen Kosten liegen in der Ver­ant­wort­lichkeit des Rundfunks und dürfen nicht beliebig auf Dritte übergewälzt werden.“

Hintergrund ist die aktuell von der Medienpolitik diskutierte Frage, ob Qualitätsstandards im privaten Rundfunk durch zusätzliche Anreize gesteigert werden sollen. Befürworter dieses Ansatzes erhoffen sich von Anreizen qualitativ hochwertigere Angebote als von regulatorischen Maßnahmen. Dabei sind auch Optionen in der Diskussion, die über reine Fördermaßnahmen hinausgehen und zusätzlich einen vergünstigten Zugang zu Infra­struk­turen wie z.B. den Plattformen der Kabelnetzbetreiber beinhalten.

Die deutsche Kabelbranche steht der Förderung eines vielfältigen Programmangebots offen gegenüber. Kritisch zu bewerten sind jedoch Vergünstigungen beim Zugang zu Infrastrukturen. Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): „Es ist bedenklich, dass eine Förderung bestimmter Inhalte durch eine zusätz­liche Regulierung der Plattformbetreiber erfolgen soll. Auch ist völlig offen, ob die diskutier­ten Anreize angesichts der hohen Kosten für die Programmveranstaltung über­haupt die gewünschte Wirkung entfalten können. Potenziell werden durch eine Anreiz­regu­lierung lediglich diejenigen zusätzlich gefördert, die auch heute schon ein qualitativ hoch­wertiges Programm veranstalten – und das auf Kosten der Plattformbetreiber.“

Schließlich zeigt das Gersdorf-Gutachten Alternativen auf, um Qualitätsanforderungen an den privaten Rundfunk mit den Mitteln des Rundfunkrechts durchzusetzen. So könnte beispiels­weise die Zulassung privater Veranstalter stärker als bisher an die Erfüllung bestimm­ter Qualitätsanforderungen gekoppelt werden. Denkbar wäre auch die Einführung eines Universaldienstes, bei dem Anbieter, die ihre programmlichen Pflichten nicht hin­reichend erfüllen, zur Zahlung einer Abgabe herangezogen werden. Darüber ließen sich qualitativ hochwertige Inhalte finanzieren. Und schließlich wäre darüber nachzudenken, die Informations- und Nachrichtenprogramme privater Rundfunkveranstalter anteilig aus dem allgemeinen Rundfunkbeitragsaufkommen zu finanzieren.

Das Gutachten von Professor Dr. Gersdorf steht unter www.anga.de zum Download bereit.



Breitbandkabel – Mit Hochgeschwindigkeit ins Internet 15. Februar 2012

  • Mit Übertragungsgeschwindigkeiten von 100 MBit/s und mehr sorgt das TV-Kabel für schnelles Internet in Deutschland
  • Versorgung von knapp zwei Dritteln aller deutschen Haushalte mit Breitbandkabel bis 2013 – auch in unterversorgten Gebieten
  • Rund 45 % aller Breitbandneukunden in 2011 mit Kabelinternetanschluss
  • Repräsentative Marktumfrage bestätigt dem Breitbandkabel Kundenzufriedenheit von 88 % für die Übertragungsgeschwindigkeit

Köln/Berlin, 15. Februar 2012 – Die deutschen Kabelnetzbetreiber schaffen dank hoher Investitionen in ihre Netze Internetanschlüsse mit Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s und mehr. Mit dem Ausbau des Datenübertragungsstandards DOCSIS 3.0 bis 2013 werden knapp zwei Drittel aller deutschen Haushalte mit Hochgeschwindigkeitsinternet über das Breitbandkabel versorgt werden können. Damit leisten die Kabelnetzbetreiber einen wesentlichen Beitrag zum Breitbandziel der Bundesregierung – und das nicht nur in Ballungszentren, sondern auch in bisher unterversorgten Gebieten. Weitere Informationen zu diesem Thema bietet der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) in seiner heute veröffentlichten Broschüre „Mit Hochgeschwindigkeit ins Netz“, die unter www.anga.de zum Download bereitsteht.

Thomas Braun, Präsident der ANGA: „Der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsinternet zählt zu den wesentlichen Herausforderungen der kommenden Jahre. Dabei kann die Umsetzung nur mit einem Technologiemix gelingen. Sinnvoll ist es hierbei, die Stärken der unterschiedlichen Infrastrukturen zu nutzen und ergänzend einzusetzen. Glasfaserbasierte Technologien wie das Breitbandkabel werden dabei eine zentrale Rolle spielen.“

Die Kunden haben die Stärke des Breitbandkabels klar erkannt – rund 45 % aller Breitbandneukunden entschieden sich in 2011 für einen Kabelinternetanschluss. Laut einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Ipsos im Auftrag der ANGA surft zwar nach wie vor ein Großteil der Kunden noch über DSL mit relativ geringen Bandbreiten. Grund hierfür ist, dass momentan noch die weniger bandbreitenintensiven Nutzungsarten überwiegen: Über 80 % nutzen ihren Internetanschluss vor allem für die Kommunikation via E-Mail, zur Informationssuche auf Nachrichtenseiten und zum Shopping. Die Nachfrage nach Bandbreite und leistungsfähigen Infrastrukturen wird jedoch gleichermaßen wachsen wie beispielsweise die Bedeutung von Video on Demand (aktuelle Nutzungsrate 12,4 %) und Cloud Computing (Nutzung aktuell bei 6,3 %) zunehmen wird. Betrachtet man alle Übertragungswege, liegt die Zahl der Nutzer mit nicht ausreichender Internetgeschwindigkeit schon jetzt bei knapp 20 %. Dieser Personenkreis würde für einen Anschluss mit ausreichender Übertragungskapazität sogar mehr zahlen, bei 39,5 % wären es 5 Euro mehr, bei 22,6 % 10 Euro mehr und 6,9 % wären sogar bereit mehr als 15 Euro mehr zu bezahlen. Hier kann das Breitbandkabel punkten und liegt bei hohen Bandbreiten und gefragten Übertragungsgeschwindigkeiten eindeutig vorn. So bestätigen 88 % aller Kabelkunden, dass ihre Internetgeschwindigkeit auch für bandbreitenintensive Nutzungen ausreichend ist.



Kabelfernsehen bleibt Deutschlands wichtigster TV-Empfangsweg 10. Februar 2012

  • Die deutschen Kabelunternehmen versorgen weiterhin mehr als 18 Millionen Fernsehhaushalte
  • Kabelfernsehen auch nach den GfK-Zahlen an der Spitze: 48,6 % Marktanteil gegenüber 47,4 % des Satellitendirektempfangs
  • ANGA-Präsident Thomas Braun: „Kabel führt mit großem Vorsprung in der Königsdisziplin der interaktiven Medienwelt: Mehr als 3,5 Millionen Haushalte nutzen sowohl TV- als auch Breitbandinternetdienste der Kabelnetzbetreiber“
  • Keine Diskriminierung des Kabels gegenüber Satellitenverbreitung und DVB-T

 

Köln/Berlin, 10. Februar 2012 – Der Kabelanschluss ist auch 2012 mit mehr als 18 Millionen Fernsehhaushalten der reichweitenstärkste Empfangsweg. Die Erhebungen des in der deutschen Fernsehforschung führenden Marktforschers GfK weisen im AGF-Fernsehpanel zum 1. Januar 2012 einen Anteil des Kabels bei den Empfangswegen in Höhe von 48,6 % aus. Auf Platz 2 folgt mit 47,4 % der Satellitendirektempfang (http://www.agf.de/fsforschung/methoden/empfangsebenen *). Damit bleibt auch zu Beginn des laufenden Jahres die Rangfolge bestehen, die der Digitalisierungsbericht 2011 der Medienanstalten aufgezeigt hat.

ANGA-Präsident Thomas Braun: „Trotz des stetig wachsenden Wettbewerbs haben unsere Mitgliedsunternehmen ihre Führungsrolle bei der TV-Versorgung mit mehr als 18 Millionen Fernsehhaushalten auch im vergangenen Jahr behauptet. Bei der für die interaktive Fernsehzukunft besonders wichtigen Verbindung aus TV-Angeboten und Breitbandinternet über einen einheitlichen Anschluss ist der Abstand zu DSL-TV und zum Satellitendirektempfang in 2011 weiter gewachsen. Mit mehr als 3,5 Millionen Haushalten, die sowohl TV- als auch Internetkunden sind, führen die Kabelunternehmen in dieser Königsdisziplin der interaktiven Medienwelt völlig unangefochten. Wer dagegen allein auf Fernsehen setzt, fährt unseres Erachtens auf einer Einbahnstraße, die irgendwann in der Sackgasse enden wird.“

Im Vergleich der Empfangswege ist zudem zu beachten, dass der Satellitendirektempfang und der terrestrische Antennenempfang nur vordergründig für die Bürger gratis erscheinen: In Wirklichkeit geben allein ARD und ZDF pro Jahr mehr als 60 Millionen Euro für die Satellitenausstrahlung und mehr als 240 Millionen Euro für die terrestrische Verbreitung ihrer Fernseh- und Hörfunkprogramme aus (18. Bericht der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten: http://www.kef-online.de/inhalte/bericht18/kef_18bericht.pdf, Seite 66ff.).

Dies führt zu einer Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Kabelnetzbetreiber, die entweder deutlich weniger oder sogar gar keine Zahlungen für den Programmtransport erhalten. Umgekehrt fließen ARD und ZDF aus den Endkundenumsätzen der Kabelnetzbetreiber erhebliche urheber- und leistungsschutzrechtliche Vergütungen zu. ANGA-Präsident Braun: „Die Programmveranstalter sollten den verschwenderischen Einsatz von Rundfunkgebühren konsequent eindämmen und sich stattdessen fair und angemessen an den Infrastrukturkosten aller konkurrierenden Netzbetreiber beteiligen.“

* AGF/GfK Fernsehforschung, TV Scope, Fernsehpanel D.+ EU.

 



100 Tage bis zur Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens: Kabelkunden behalten Wahlfreiheit zwischen digital und analog 18. Januar 2012

  • Kabelkunden behalten auch nach der Abschaltung des analogen Satelliten­fernsehens Ende April 2012 die Wahlfreiheit zwischen digitalen und analogen Fernsehprogrammen
  • Kabelnetzbetreiber bieten die beste Alternative zum selbstorganisierten Satelliten­­empfang; gerade auch für Mietshäuser, Wohnungs­eigentümer­ge­mein­schaften und Hotels
  • Über Kabelanschluss stehen neben dem analogen Basisangebot oft mehr als 200 digitale Fernsehprogramme, HDTV, superschnelles Breitbandinternet, Telefonie und Video on Demand zur Verfügung
  • Online-Informationsangebot für Kabelkunden auf www.anga.de

Köln/Berlin, 18. Januar 2012Kabelkunden behalten auch in Zukunft die Wahlfreiheit zwischen dem analogen und dem digitalen Fernsehempfang. Dies gilt auch nach der Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens am 30. April 2012.

Kabelfernsehkunden können weiterhin zwischen digitalen und analogen Fernseh­programmen frei wählen oder beide Empfangsarten beliebig kombinieren. Dadurch können insbesondere Zweit- und Drittfernseher auch ohne zusätzliche Digitalempfänger genutzt werden.

Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): „Der Kabel­anschluss bleibt die perfekte Kombination aus Innovation und Komfort. Kabel­netz­be­treiber bieten damit die beste Alternative zum selbstorganisierten Satellitenempfang – vor allem für Mietshäuser, Wohnungseigen­tümergemeinschaften und Hotels. Diese sollten zudem beachten, dass urheberrechtliche Verwertungsgesellschaften teilweise auch für den Betrieb kleinerer Empfangsanlagen Lizenz- und Vergütungsansprüche erheben; ein Risiko, das bei der Versorgung durch einen professionellen Kabelnetzbetreiber regelmäßig entfällt. Mit Blick auf die verbleibenden 100 Tage sollten Betroffene schon jetzt die Umstellung beauftragen.“

Parallel zu dem analogen Basisangebot verbreiten die Kabelnetzbetreiber oft mehr als 200 di­gitale Fernsehprogramme – einschließlich HDTV. Neben elektronischen Programm­führern (EPG) eröffnet digitales Fernsehen die Möglichkeit zur verlustfreien Aufzeichnung von TV-Programmen, zum zeitversetzten Fernsehen und für neue Filmangebote zum Abruf („Video on Demand“). Komplettiert wird die Produktpalette durch superschnelles Internet und kostengünstige Telefonie.

Für Kabelkunden steht unter www.anga.de ein spezielles Online-Informationsangebot zur Abschaltung des analogen Satellitenfernsehens bereit.



Sechster Nationaler IT-Gipfel - Breitbandausbau: Kabel treibt Innovationen 05. Dezember 2011

  • Breitbandkabel leistet wichtigen Beitrag zum Breitbandausbau in Deutschland
  • Kabelnetzbetreiber prognostizieren für 2011 3,6 Mio. Breitbandinternetkunden
  • Verdopplung der Kundenzahlen bei Breitbandinternet innerhalb der letzten drei Jahre 
  • Trend geht zu weiter steigenden Internetgeschwindigkeiten

Köln/Berlin, 5. Dezember 2011 – Auch in diesem Jahr hat sich das Wachstum der Breit­bandnutzung im Kabel weiter fortgesetzt: Die deutschen Kabel­netz­betreiber prog­nosti­zieren für das Jahr 2011 einen kraftvollen Zuwachs von rund 600.000 neuen Breit­bandinternet- und Telefoniekunden auf insgesamt 3,6 Millionen Haushalte.

Dazu Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): „Auch in 2011 wächst das Kabel mit Breitband- und Telefon­diensten weiter deutlich schneller als der Gesamt­markt. Die zum Jahresende prognostizierten 3,6 Mio. Breitband­internet­kunden entsprechen annähernd einer Verdopplung innerhalb der letzten drei Jahre. Ca. 45 % aller Neukunden von Festnetz-Internet­anschlüssen haben sich 2011 für das Breitbandkabel entschieden. Diese Zuwächse erreichen unsere Mitgliedsunternehmen durch kontinuier­liche Investitionen in ihre Netz­infrastruktur, hohe Internet­ge­schwin­dig­keiten und ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis.“ Weist die Masse der derzeit in Deutschland geschalteten Internetanschlüsse Bandbreiten im Downstream von 2 bis 30 MBit/s auf, so beweist das Breitbandkabel auch hier seine Führungsrolle: Mehr als 50 % aller Kabelinternetkunden nutzen Bandbreiten von über 30 MBit/s; der Trend bei den Neukunden geht deutlich zur Buchung von schnellen Internetanschlüssen mit 50 MBit/s und mehr.

Auch beim Sechsten Nationalen IT-Gipfel werden der Breitbandausbau und die Bedeutung von digitalen Infrastrukturen als Treiber für Innovationen zentrale Themen sein. Dazu Thomas Braun: „Wir leisten einen entscheidenden Beitrag zum Breitbandausbau in Deutschland. Mit ihren modernen HFC-Breitbandnetzen, einer Kombination aus Glas­faser und Koaxialkabel, schaffen die deutschen Kabelnetzbetreiber die Voraussetzungen für die Nutzung innovativer, bandbreiten­intensiver Anwendungen. Mit dem Ausbau des Daten­über­tragungsstandards DOCSIS 3.0 können schon heute viele Kunden das Internet mit Bandbreiten von 100 MBit/s und mehr nutzen. Bis Ende 2012 soll der Ausbau abgeschlossen sein. Dann wird das Breitbandkabel knapp zwei Drittel aller deutschen Haushalte versorgen können. Dies ist jedoch erst der Anfang: Die nächste Generation des Übertragungsstandards, DOCSIS 4.0, ist bereits in Entwicklung und wird – kombiniert mit Glasfaser – künftig noch weitaus höhere Geschwindigkeiten erlauben.“



TKG-Novelle: Kabelnetzbetreiber fordern Nachbesserungen bei der Frequenzpolitik 27. Oktober 2011


  • TKG-Novelle heute im Bundestag verabschiedet
  • Kabel keine geschützte Frequenznutzung mehr: Verbrauchern drohen TV-Störungen
  • Novellierung schafft Klarheit bei der Formulierung der Betriebskostenverordnung
  • Verzicht auf Breitband-Universaldienst zeigt Weitblick

Köln/Berlin, 27. Oktober 2011 – Heute hat der Bundestag mit den Stimmen der Regierungskoalition den eigentlich schon für den Sommer geplanten Gesetzentwurf zur Novellierung des Telekommunikations-gesetzes angenommen. Das Ziel, das Gesetz bis Ende des Jahres zu verabschieden, wird jetzt vor allem davon abhängen, wie sich die Länder positionieren und ob der Vermittlungsausschuss angerufen wird.

Trotz der langen Beratungen besitzt der Entwurf jedoch immer noch Schwächen. Besonders kritisch sehen die Kabelnetzbetreiber, dass das Kabel künftig nicht mehr zu den geschützten Frequenznutzungen zählen soll. Dies hat zur Folge, dass die Bundesnetzagentur bei der zukünftigen Vergabe von Frequenzen an Mobilfunkanbieter eventuell auftretende Störungen von Anwendungen in den Kabelnetzen nicht mehr berücksichtigen muss. Dabei können Funkanwendungen die Übertragung im Kabel erheblich stören: Die Störungen des Fernsehempfangs durch die Aufschaltung des neuen Digitalradios diesen Sommer haben gezeigt, wie wichtig es ist, Auswirkungen auf Kabelnetze schon vor Inbetriebnahme von neuen Funkanwendungen zu identifizieren. „Betroffen sind hiervon die Kabelnetzbetreiber, aber insbe-sondere deren Endkunden, die mit Störungen bei dem TV-Empfang, der Internetnutzung und der Telefonie rechnen müssen. Der Mobilfunk hat großes Störpotenzial – umso wichtiger ist es, dieses im Vorfeld zu identifizieren und im Rahmen der Frequenzplanung zu minimieren. Hier müssen die Länder im Bundesrat die Chance nutzen und nachbessern.“, so Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA).

Mehr Klarheit schafft hingegen eine Änderung in der Betriebskostenverordnung. Zwar war die Verordnung auch bisher schon technologieneutral formuliert. Eine sprachliche Änderung macht jetzt aber noch deutlicher, dass die Umlagefähigkeit der Entgelte für die Grundversorgung mit Fernsehen und Hörfunk alle leitungsgebundenen Breitbandinfrastrukturen erfasst, gleichgültig welcher Art das Breitbandnetz ist.

Weitblick haben die Abgeordneten bewiesen, als sie auf die Einführung eines Breitband-Universaldienstes verzichtet haben. Hierzu Thomas Braun: „Im freien Wettbewerb werden die deutschen Telekommunikationsunternehmen das Land schneller, kostengünstiger und besser flächendeckend mit leistungsfähigem Internet versorgen können, als dies mit einer staatlichen Ausbauverpflichtung möglich wäre.“



Wettbewerb ist die beste Basis für Breitbandausbau 20. September 2011


Netzbetreiber warnen gemeinsam vor Breitband-Universaldienst

Köln/Berlin, 20. September 2011 – Im Bundestag geht die Novellierung des Telekommunikationsgesetzes in die entscheidende Phase. Eine Forderung ist nach wie vor die Einführung eines Breitband-Universaldienstes mit dem Ziel der Förderung des Breitbandausbaus in unterversorgten Gebieten. Die Verbände ANGA, BITKOM, BREKO, VATM und VKU sind davon überzeugt, dass die Unternehmen der deutschen Telekommunikationsbranche das Land schneller, kostengünstiger und besser flächendeckend mit leistungsfähigem Internet versorgen können, als dies mit einer staatlichen Ausbauverpflichtung in Form eines Breitband-Universaldienstes möglich wäre. In einer gemeinsamen Stellungnahme warnen sie vor den Konsequenzen einer solchen Verpflichtung und appellieren an die Politik, auch künftig auf den Wettbewerb und die Investitionskraft der Branche zu setzen.

Thomas Braun, Präsident der ANGA: „Der Einstieg der Kabelnetzbetreiber in den Breitbandmarkt hat den Wettbewerb angekurbelt und den Ausbau in Deutschland beschleunigt. Auch zukünftig werden unsere Mitglieder den Ausbau vorantreiben und den Verbrauchern schnelle und vor allem kostengünstige Zugänge anbieten. Dies ist jedoch aus unserer Sicht nur durch einen freien und fairen Wettbewerb ohne staatliche Eingriffe möglich. Eine verfehlte Regulierung würde dies gefährden und nicht fördern.“

Beim Ausbau des Breitbandnetzes sind die Kabelnetzbetreiber besonders aktiv. Seit Jahren investieren die Mitglieder der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber durchschnittlich über 20 % ihrer Umsätze in den Netzausbau. Im Jahr 2010 waren es ca. 900 Mio. Euro. Mittlerweile können 24 Mio. Haushalte über das Breitbandkabel im Internet surfen. Dabei stehen allen Kunden 32 MBit/s-Anschlüsse zur Verfügung. Durch den Ausbau auf den Standard DOCSIS 3.0 sind sogar Übertragungsraten von 100 MBit/s möglich. Dieser Ausbau soll bereits 2012 abgeschlossen sein. Dann können ca. zwei Drittel aller Haushalte über das Breitbandkabel mit Hochgeschwindigkeit im Internet surfen. Bereits heute buchen fast 40 Prozent aller Neukunden ihre Festnetz-Internetanschlüsse bei den Kabelnetzbetreibern.

Die gemeinsame Stellungnahme finden Sie auf der Webseite www.anga.de.



Kontakt
: Jenny Grümer • Tel.: 0221/3909000 • jenny.gruemer@anga.dewww.anga.de

Informationen über die ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.:

Die ANGA vertritt die Interessen von 160 Unternehmen der deutschen Breitbandkabelbranche. Die Netze der im Verband zusammengeschlossenen Kabelnetzbetreiber versorgen mehr als 18 Millionen Kabelhaushalte.

Über Breitbandkabelnetze beziehen mehr als die Hälfte der deutschen Fernsehhaushalte ihre TV-Programme. Neben einem umfangreichen analogen und digitalen Fernsehangebot sind über Kabelanschluss auch interaktive Dienste, insbesondere Breitbandinternet und Telefonie ver¬fügbar. Schon heute nutzen in Deutschland ca. 3 Millionen Haushalte ihren Kabel¬anschluss auch für breitbandigen Internetzugang und Telefonie. Die Kabelnetzbetreiber der ANGA treiben damit den Infrastrukturwettbewerb um Breitband¬zu¬gänge und Triple-Play-Bündel aus TV, Internet und Telefonie entschlossen voran.



Absenkung der Festnetz-Zusammenschaltungsentgelte führt zu Wettbewerbsverzerrungen 25. Juli 2011

  • Die Absenkung der Festnetz-Zusammenschaltungsentgelte vergrößert die Preis-Kosten-Schere im Verhältnis zu den Terminierungsentgelten im Mobilfunknetz
  • Für den weiteren Breitbandausbau muss ein investitionsfreundliches Regulierungs­umfeld gewährleistet sein

Köln/Berlin, 25. Juli 2011 – Die Bundesnetzagentur hat einen Entscheidungsvorschlag veröffentlicht, der vorsieht, zukünftig die Zusammenschaltungsentgelte für die Deutsche Telekom im Festnetz um mehr als 16 Prozent abzusenken. Erst zu Anfang des Jahres hat die Bundesnetzagentur die Entgelte für die Terminierung in den Mobilfunknetzen um fast 50 Prozent abgesenkt. Durch ihre Entscheidung, auch die Zusammenschaltungsentgelte im Festnetz abzusenken, verändert die Bundesnetzagentur das regulatorische Umfeld nun wieder zum Nachteil der Festnetzinfrastrukturbetreiber.

Die Entscheidung der Bundesnetzagentur, die Zusammenschaltungsentgelte für die Deutsche Telekom herabzusetzen, wirkt sich aufgrund bestehender Reziprozitäts­vereinbarungen zwischen den Anbietern auf das Niveau der Terminierungsentgelte im Gesamtmarkt aus. Auch alternative Festnetzanbieter wie z.B. die Kabelnetzbetreiber würden daher künftig nur noch etwa 0,4 ct/min anstelle von bisher 0,5 ct/min erhalten. Die Mobilfunkanbieter können dagegen im umgekehrten Fall trotz der deutlichen Absenkung der Terminierungsentgelte noch ein Entgelt von ca. 3 ct/min für die Terminierung eines Telefon­gespräches in ihr Netz berechnen. Auf diese Weise führt die neue Festlegung der Zusammenschaltungsentgelte im Festnetz nicht zu der erhofften Angleichung mit den Terminierungsentgelten im Mobilfunknetz, sondern vergrößert letztlich die bestehende Preis-Kosten-Schere zwischen beiden Anbietern. Dies führt zu einer grundlegenden Wettbewerbs­verzerrung.

Der Preis für die Zusammenschaltung ist von erheblicher Bedeutung für den weiteren Ausbau der Breitbandnetze auch durch die Kabelnetzbetreiber. Mit fast 40 Prozent der Neukunden im Breitbandmarkt leisten die Kabelnetzbetreiber einen wesentlichen Beitrag zum Breitbandausbau in Deutschland. Basis für diese Entwicklung ist die kontinuierliche Netzaufrüstung der Kabelnetzbetreiber. Seit Jahren fließen mehr als 20 Prozent der Umsätze in den Ausbau und die Modernisierung. Für 2011 wird eine Investitionsquote von ca. 23 Prozent erwartet – für die restliche Telekommunikationsbranche liegt diese Quote nur bei durchschnittlich 11 Prozent. Dazu Thomas Braun, Präsident der ANGA: „Leistungs­fähige Medien- und Telekommunikationsnetze sind ein wesentlicher Standort- und Wettbewerbsfaktor. Die in der ANGA zusammengeschlossenen Unternehmen treiben mit ihren Innovationen und Investitionen die Zukunftsfähigkeit des Standortes Deutschland voran. Auch in der Wirtschaftskrise hat die Kabelbranche ihr Wachstum fortgesetzt. Dazu beigetragen hat ein stabiles regulatorisches Umfeld, das Investitions- und Planungs­sicherheit für die Schaffung eigener Infrastrukturen sicherstellt. Dies muss auch zukünftig gewährleistet sein.“

Kabelnetzbetreiber bleiben auf der Überholspur: Fast 40 Prozent aller neuen Breitbandkunden entscheiden sich für Kabelinternet 03. Mai 2011

  • Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber präsentiert aktuelle Branchendaten 
  • Dynamisches Wachstum der Kabelnetzbetreiber bei Internet und Telefonie setzt sich fort; mehr als 3 Mio. Breitbandkunden
  • Kabel bleibt reichweitenstärkste Infrastruktur für die TV-Verbreitung
  • Bundesnetzagentur lobt wichtigen Beitrag der Kabelnetzbetreiber insbesondere für Internetzugänge mit besonders hohen Bandbreiten
  • Verbandspräsident Braun: „Die Kabelnetzbetreiber werden ihre Führungsrolle auch in den Medienmärkten weiterausbauen.“
  • ANGA bündelt Interessen der Branche: 150 Mit­glieds­unternehmen versorgen mehr als 18 Mio. der ca. 19 Mio. Kabelkunden

Köln, 3. Mai 2011 – Zur Eröffnung der ANGA Cable, Europas führender Fachmesse für Kabel, Breitband und Satellit, hob Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur, den besonderen Beitrag der Kabelnetzbetreiber für das Angebot besonders hoher Bandbreiten hervor. Bestätigt wurde dies durch die aktuellen Branchendaten, die der ausrichtende Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) auf der Messe vorlegte. So setzte sich 2010 vor allem das überdurchschnittliche Kunden­wachstum von Breitband­internet und Telefonie im Kabel weiter fort. Aktuell nutzen mehr als 3 Millionen Haushalte ihren Kabel­anschluss auch für diesen Zweck. Dazu Thomas Braun, Präsident der ANGA: „Das deutsche Breitbandkabel ist die Infrastruktur der Zukunft. Etwa 24 Millionen deutsche Haushalte können über das Breitbandkabel mit Internet versorgt werden. Damit ist das Kabel die einzig alternative und gleichzeitig technisch überlegene Infrastruktur zum Telefonnetz. Als Konsequenz wachsen die Internet- und Telefonienutzung im Kabel überdurchschnittlich: Mit 39 Prozent der Breitbandneukunden im Jahr 2010 bleibt die Kabelbranche der wichtigste Herausforderer der Deutschen Telekom.“

Basis für diese Entwicklung ist die kontinuierliche Netzaufrüstung der Kabelnetzbetreiber. Seit Jahren fließen mehr als 20 Prozent der Umsätze in den Ausbau und die Modernisierung. Für 2011 wird eine Investitionsquote von ca. 23 Prozent erwartet – für die restliche Tele­kommunikations­branche liegt diese Quote nur bei durchschnittlich 11 Prozent.

Im Wettbewerb der TV-Übertragungswege konnten die Kabelnetzbetreiber 2010 ihre Position behaupten: Seit Jahren liegt der Marktanteil des Breitbandkabels stabil bei über 50 Prozent, aktuell sind es 51,4 Prozent. Mit 30 bis 50 analogen, 70 bis 200 digital frei empfang­baren, 15 bis 70 digitalen Pay TV- und 10 bis 30 HDTV-Sendern sichert das Breitbandkabel die Medienvielfalt und bietet ein vielfältiges Programmangebot. Hinzu kommen viele inno­va­tive Dienste wie Video on Demand, EPG, Catch-Up TV, 3D-Fernsehen sowie interaktive und hybride TV-Anwendungen. ANGA-Präsident Braun: „Mit diesen neuen Angeboten werden die Kabelnetzbetreiber auch ihre Führungsrolle in den Medienmärkten weiter ausbauen. Im Pay TV sind wir in unseren Netzen schon heute die klare Nr. 1, das ist die perfekte Basis auch für neue Mediendienste“.

Die positive Entwicklung der Branche spiegelt sich in der Entwicklung innerhalb des Verbandes: Nach einem erneuten Mitgliederzuwachs ist die ANGA nun die Interessenvertretung von mehr als 150 Unternehmen der deutschen Breitbandkabelbranche. ANGA-Präsident Thomas Braun: „In unserem Verband sind alle größeren Kabelnetzbetreiber ebenso wie zahlreiche kleine und mittlere Unternehmen beheimatet – wir sind somit die zentrale Vertretung der Branche mit einer starken Stimme gegenüber Marktpartnern und Politik.“

Die aktuelle Broschüre „Das deutsche Breitbandkabel – Fakten und Perspektiven 2011“ steht auf der Webseite www.anga.de zum Download zur Verfügung.



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Jenny Friedsam
Leitung Presse und PR
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Telefax: 0221 / 390 900-99
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