Pressemitteilungen

Die stärkste Volkswirtschaft Europas braucht auch die beste digitale Infrastruktur Gemeinsame Pressemitteilung von ANGA, BREKO, BUGLAS, VATM und FTTH Council Europe 06. September 2017

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  • Führende Telekommunikationsverbände fordern klare Gigabit-Strategie der kommenden Bundesregierung
  • Gigabit-Anschlüsse müssen für Bürger und Unternehmen flächendeckend verfügbar sein

Berlin, 06.09.2017. Die nächste Bundesregierung muss schnellstmöglich die richtigen Anreize für den dringend benötigten Ausbau von Gigabit-Anschlussnetzen in Deutschland setzen. Hierzu bedarf es einer schlüssigen Gigabit-Strategie als Grundlage für die künftigen politischen und regulatorischen Weichenstellungen in puncto Breitbandausbau.

Die führenden deutschen Telekommunikationsverbände ANGA, BREKO, BUGLAS und VATM sowie das FTTH Council Europe stellen auf dem heute in Berlin stattfindenden dritten Symposium „Der Weg in die Gigabit-Gesellschaft“ vier zentrale Anforderungen an die Breit-bandpolitik der kommenden Bundesregierung vor. Die Verbandspräsidenten Thomas Braun (ANGA), Norbert Westfal (BREKO), Theo Weirich (BUGLAS), Martin Witt (VATM) und Ron-an Kelly (FTTH Council Europe) sind sich einig: „Deutschland, die stärkste Volkswirtschaft Europas, braucht flächendeckend Gigabit-Netze als zentrale Zukunftsinfrastruktur.“

Flächendeckend verfügbare Glasfaseranschlüsse bis in alle Gebäude (FTTB) oder bis direkt in die Wohnung (FTTH) sowie hybride Glasfaser-Koax-Netze (HFC) stellen nicht nur die künftig erforderliche Infrastruktur für Bürger und Unternehmen dar, sondern auch für die kommende Mobilfunk-Generation 5G, die für den mobilen Einsatz zusätzlich benötigt wird.

Zentral aus Sicht der Branchenverbände: Die nächste Bundesregierung muss klar auf echte Gigabit-Infrastrukturen setzen. Übergangstechnologien auf Basis der alten Telefonleitung, also der Kupferdoppelader, wie zum Beispiel Vectoring können die künftig unbedingt erforder-lichen Qualitätsparameter (symmetrische Bandbreiten, Verfügbarkeit, Latenz, Zuverlässig-keit) nicht erfüllen. Vielmehr werden die Anforderungen an Geschwindigkeit und Qualität in Zukunft stetig weiter zunehmen.

Mehr als 53 Prozent der Investitionen, die in den vergangenen gut zehn Jahren in den Breit-bandausbau investiert wurden, stammen von den alternativen Netzbetreibern in Deutschland – insgesamt sind dies mehr als 40 Milliarden Euro. Über 80 Prozent der heute verfügbaren Glasfaser-Anschlussnetze (FTTB/FTTH) wurden von den Wettbewerbern errichtet. Auch die HFC-Netzbetreiber haben begonnen, in die Aufrüstung auf den Gigabit-Standard DOCSIS 3.1 zu investieren. Zudem waren und sind die Ausbauaktivitäten der alternativen Wettbewerber ein starker Treiber für Investitionen des Ex-Monopolisten Deutsche Telekom. Sie werden auch der entscheidende Anreiz für die Telekom sein, in Zukunft selbst in echte Glasfasernet-ze zu investieren.

Mit mehr als 80 Prozent Marktanteil im Anschlussbereich verfügt die Deutsche Telekom auch heute noch über eine marktbeherrschende Stellung und darf daher auch künftig nicht pau-schal aus der Regulierung entlassen werden. Aufgrund der bestehenden Marktverhältnisse sprechen sich ANGA, BREKO, BUGLAS, VATM und FTTH Council Europe ausdrücklich gegen eine Ausweitung der Regulierung auf alle Marktteilnehmer (symmetrische Regulie-rung) aus. Diese würde den Aufholwettbewerb der alternativen Netzbetreiber beeinträchtigen und Investitionen in die dringend benötigten Zukunfts-Infrastrukturen erheblich gefährden.

„Regulierung dient dazu, den möglichen Missbrauch beträchtlicher Marktmacht zu verhin-dern. Die kommende Bundesregierung muss sich daher sowohl hierzulande als auch auf EU-Ebene im Rahmen der derzeit laufenden Überarbeitung des TK-Rechtsrahmens für einen langfristig berechenbaren und stabilen Regulierungsrahmen einsetzen“, unterstreichen die Präsidenten der fünf Branchenorganisationen. Der beste ordnungspolitische Rahmen sei der, der einen vielfältigen Wettbewerb ermöglicht, ein Höchstmaß an Innovationen und Investitio-nen hervorruft und den Kundennutzen maximiert.

Auch die Vergabe von Fördermitteln muss künftig zwingend auf die Errichtung von Gigabit-Anschlussnetzen ausgerichtet werden. Ein Überbau bereits vorhandener Gigabit-Infrastrukturen muss dabei verhindert werden. Anstelle des bisherigen 50-MBit/s-Ausbauziels muss die Politik ein weitsichtiges Gigabit-Ziel bis zum Jahr 2025 definieren.

„Wir werden den Ausbau mit Gigabit-Netzen auch in Zukunft in erster Linie eigenwirtschaftlich stemmen“, betonen die Verbandspräsidenten Braun, Kelly, Weirich, Westfal und Witt. „Dort, wo ein Ausbau jedoch nicht wirtschaftlich realisierbar ist, ist eine zielgerichtete Förderung mit klarem Fokus auf Gigabit-Glasfaser-Infrastrukturen sinnvoll und notwendig.“



Digitale TV-Nutzung im Kabel fast 90 Prozent 05. September 2017

  • Digitale TV-Nutzung im Kabel steigt um 6,5 Prozentpunkte auf jetzt 88,6 Prozent.
  • Im Markt zeichnet sich daher eine Tendenz ab, das analoge Kabelfernsehen für knapp 1,8 Mio. Kabelhaushalte ab Ende 2018 einzustellen.
  • Um Rechtssicherheit zu schaffen, sollte dieser Umstieg von einer gesetzlichen Regelung flankiert werden.
  • Die Abschaltung der analogen TV-Übertragung im Kabel schafft Kapazitäten für Gigabit-Bandbreiten für 17,5 Mio. Kunden.


Köln/Berlin, 5. September 2017 – Die Nutzung digitaler Angebote im Kabelfernsehen ist erneut deutlich gestiegen: Nach dem heute veröffentlichten Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten liegt die digitale TV-Nutzung im Kabel jetzt bei 88,6 Prozent, das sind 6,5 Prozentpunkte mehr als 2016. ANGA-Präsident Thomas Braun kommentiert das positive Ergebnis: „Mit der weiter gestiegenen digitalen TV-Nutzung und der bereits erfolgten Umstellung in drei Bundesländern wird der Ausstieg aus der analogen TV-Übertragung ab Ende 2018 nun greifbar.

Um Rechtssicherheit für Netzbetreiber und Kunden zu schaffen, fordert die ANGA eine gesetzliche Regelung zur Flankierung der analogen TV-Abschaltung bis spätestens Ende 2019. In einigen wenigen Bundesländern bestehen bereits gesetzliche Regelungen, die ein Ende der analogen Rundfunkübertragung im Kabel zum Jahresende 2018 vorschreiben.

Die Abschaltung der analogen TV-Übertragung schafft Kapazitäten für noch schnelleres Internet mit Gigabit-Bandbreiten. Außerdem können die Unternehmen ihren 17,5 Mio. Kunden eine noch größere Vielfalt an TV-Inhalten in HD und UHD für die lineare und nichtlineare Nutzung anbieten.

Bestandteil einer erfolgreichen Umstellung ist die Information von Kunden und Partnern über alle Änderungen. Die ANGA setzt sich für eine einheitliche Kommunikation und eine Kooperation mit der Wohnungswirtschaft ein, um einen möglichst reibungslosen Umstieg für die noch verbleibenden Nutzer des analogen Fernsehens sicherzustellen.



Anpassung des Rundfunkstaatsvertrags: ANGA, Bitkom, eco und ZVEI für eine nutzerorientierte Medienregulierung 10. Juli 2017

  • Entwurf zur Änderung des Rundfunkstaatsvertrags: Verbände sehen Nachteile für die deutsche Medienwirtschaft
  • Besondere Bedenken bestehen im Hinblick auf Einschränkungen bei Ein- oder Überblendungen auf dem Bildschirm sowie bei Vorgaben für privilegierte Auffindbarkeit 
  • Verbände appellieren an die Länder, den jetzt vorgelegten Vorschlag zu überarbeiten


Berlin, Frankfurt/Main, Köln 10. Juli 2017 – Anlässlich eines Expertengesprächs in der Staatskanzlei Düsseldorf morgen äußern die Verbände ANGA, Bitkom, eco und ZVEI Bedenken gegenüber dem vorgelegten Entwurf zur Änderung des Rundfunkstaatsvertrags. Ziel ist es, den Rechtsrahmen an die Konvergenz von Rundfunk und Internet anzupassen. Der Vorschlag aus Nordrhein-Westfalen berücksichtigt die veränderten Markt- und Wettbewerbsbedingungen nach Ansicht der Verbände jedoch nicht hinreichend und lässt Deregulierungspotenziale unberücksichtigt.

Der Entwurf sieht Einschränkungen für Ein- und Überblendungen auf dem Bildschirm vor, die die Nutzer erheblich bevormunden. So soll die Entscheidung darüber, welche Dienste per Ein- oder Überblendung auf dem TV erscheinen dürfen, grundsätzlich bei den Sendern liegen. Anwendungen wie Such- und Empfehlungsmechanismen, Vorschaubilder und Splitscreens könnten nur noch auf Anforderung im Einzelfall realisiert werden. Aus Sicht der Verbände sollte der Nutzer frei entscheiden können, ein einmaliges Opt-In sollte ausreichen, um entsprechende Anwendungen zu ermöglichen.

Kritisch sehen die Verbände auch, dass bestimmte Sender und Inhalte künftig in Sachen Auffindbarkeit besser behandelt werden sollen als andere. Denn eine Privilegierung einzelner Inhalte bedeutet eine Diskriminierung anderer. Gleichzeitig erschwert es eine solche Vorgabe, wettbewerbsfähige und auf Kundenwünsche zugeschnittene Angebote zu entwickeln. Am Ende verlieren hierdurch alle – Netzbetreiber, Gerätehersteller, Sender und vor allem Nutzer.

Die Länder-Arbeitsgruppe zur Plattformregulierung wird sich in dem Expertengespräch morgen intensiv mit den Folgen der geplanten Medienregulierung auseinandersetzen. In einem gemeinsamen Positionspapier appellieren die Verbände ANGA, Bitkom, eco und ZVEI an die Länder, die derzeitigen Vorschläge noch einmal grundsätzlich zu überarbeiten, um negative Folgen für die gesamte Medienwirtschaft zu vermeiden.

Das gemeinsame Positionspapier von ANGA, Bitkom, eco und ZVEI finden Sie hier: www.anga.de

 

Unterzeichner:

Die ANGA vertritt die Interessen von mehr als 200 Unternehmen der deutschen Breitbandbranche. Die Netzbetreiber der ANGA versorgen ca. 17,5 Mio. TV-Kunden. Neben dem umfangreichen analogen und digitalen Fernsehangebot sind über Kabelanschluss auch interaktive Dienste, insbesondere Breitbandinternet und Telefonie verfügbar. Ca. 7,2 Millionen Haushalte nutzen ihren Kabelanschluss auch für breitbandigen Internetzugang und 7 Millionen für Telefonie. Die Netzbetreiber der ANGA treiben damit den Infrastrukturwettbewerb um Breitband¬zu¬gänge und Triple-Play-Bündel aus TV, Internet und Telefonie entschlossen voran.

Bitkom vertritt mehr als 2.500 Unternehmen der digitalen Wirtschaft, davon gut 1.700 Direktmitglieder. Sie erzielen allein mit IT- und Telekommunikationsleistungen jährlich Umsätze von 190 Milliarden Euro, darunter Exporte in Höhe von 50 Milliarden Euro. Die Bitkom-Mitglieder beschäftigen in Deutschland mehr als 2 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zu den Mitgliedern zählen 1.000 Mittelständler, mehr als 400 Startups und nahezu alle Global Player. Sie bieten Software, IT-Services, Telekommunikations- oder Internetdienste an, stellen Geräte und Bauteile her, sind im Bereich der digitalen Medien tätig oder in anderer Weise Teil der digitalen Wirtschaft. 80 Prozent der Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Deutschland, jeweils 8 Prozent kommen aus Europa und den USA, 4 Prozent aus anderen Regionen. Bitkom fördert und treibt die digitale Transformation der deutschen Wirtschaft und setzt sich für eine breite gesellschaftliche Teilhabe an den digitalen Entwicklungen ein. Ziel ist es, Deutschland zu einem weltweit führenden Digitalstandort zu machen.

eco - Verband der Internetwirtschaft e.V. ist Interessenvertreter und Förderer aller Unternehmen, die mit oder im Internet wirtschaftliche Wertschöpfung betreiben. Der Verband vertritt derzeit mehr als 1000 Mitgliedsunternehmen. Hierzu zählen unter anderem ISP (Internet Service Provider), Carrier, Hard- und Softwarelieferanten, Content- und Service-Anbieter sowie Kommunikationsunternehmen. eco ist der größte nationale Internet-Service-Provider-Verband Europas.

Der ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V. vertritt die Interessen von 1.600 Unternehmen der Elektroindustrie und zugehöriger Dienstleistungsunternehmen in Deutschland. 2016 betrug der Umsatz der Branche 178,5 Milliarden Euro. Sie beschäftigt 847.000 Arbeitnehmer im Inland und mehr als 704.000 im Ausland.



Ansprechpartner:

ANGA
Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.
Nibelungenweg 2 I 50996 Köln
Jenny Friedsam | Leiterin Presse & PR
Telefon: +49 221 390900-0
E-Mail: jenny.friedsam@anga.de

Bitkom
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien e.V.
Albrechtstraße 10 | 10117 Berlin
Marie-Teresa Weber | Bereichsleiterin Verbraucherrecht & Medienpolitik
Telefon: +49 30 27576-221
E-Mail: mt.weber@bitkom.org

eco
Verband der Internetwirtschaft e.V.
Französische Straße 48 | 10117 Berlin
Sidonie Krug | Sprecherin politische Kommunikation
Telefon: +49 30 2021567-19
E-Mail: sidonie.krug@eco.de

ZVEI
Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.
Lyoner Straße 9 | 60528 Frankfurt am Main
Stella Loock | Referentin Kommunikation und Marketing
Telefon: +49 69 6302-257
E-Mail: loock@zvei.org



Ende der analogen TV-Übertragung im Kabel in Sicht 29. Mai 2017

  • Marktentwicklung bestätigt die Prognose hinsichtlich eines marktgetriebenen Ausstiegs bis Ende 2018
  • Verband fordert gesetzliche Regelung zur Flankierung der TV-Abschaltung bis spätestens Ende 2019
  • ANGA betont die Notwendigkeit einer einheitlichen Kommunikation gegenüber Kunden und Partnern


Köln/Berlin, 29. Mai 2017 – „Die Marktentwicklung bestätigt unsere Prognose, dass bis spätestens Ende 2018 die Voraussetzungen für einen Ausstieg aus der analogen TV-Übertragung vorliegen“, so Thomas Braun, Präsident der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. anlässlich der morgen in Köln beginnenden Branchenmesse ANGA COM. „Wir gehen davon aus, dass die Zahl der Kunden, die digitale Angebote nutzen, auch dieses Jahr stabil weiter steigt.“ Um den Umstieg möglichst reibungslos zu gestalten, fordert die ANGA den Gesetzgeber auf, ein Auslaufen der analogen TV-Übertragung bis spätestens Ende 2019 sicherzustellen. „Bis Ende 2019 dürften die meisten Netzbetreiber die analoge TV-Verbreitung eingestellt haben; Unitymedia beginnt bereits diese Woche mit der Abschaltung. Um Rechtssicherheit für Netzbetreiber und Kunden zu schaffen, sollte der marktgetriebene Umstieg von einer gesetzlichen Regelung flankiert werden, die den spätesten Ausstiegstermin festlegt“, betont Braun.

Von großer Bedeutung im Rahmen des Umstiegs ist eine einheitliche Kommunikation gegenüber Kunden und Marktpartnern. Die ANGA begrüßt, dass die Landesmedienanstalten diesen Kommunikationsprozess begleiten und engagiert sich im Rahmen des Runden Tischs „Kabel Analog-Digital-Umstieg“ der Landesmedienanstalten.

Das digitale TV-Angebot ist hinsichtlich Umfang und Bild-/Ton-Qualität deutlich attraktiver für die Nutzer. Zudem schafft die Abschaltung der analogen Übertragung zusätzliche Kapazitäten, die ein noch größeres Angebot an linearen und nicht-linearen Fernseh- sowie Internetdiensten mit Bandbreiten im Gigabit-Bereich ermöglichen. Eine gesetzliche Flankierung der Abschaltung des Analogfernsehens würde diese Entwicklung unterstützen.



Infrastrukturwettbewerb als Basis für Gigabit-Konnektivität 07. März 2017

  • ANGA unterstützt die Zukunftsoffensive Gigabit-Deutschland der Netzallianz Digitales Deutschland
  • Kein Bedarf für politische Festlegung auf eine bestimmte Anschlusstechnologie
  • Wettbewerb der Infrastrukturen wird die künftige Nachfrage nach Gigabit-Anschlüssen am besten befriedigen

Köln/Berlin, 7. März 2017 – Die Netzallianz setzt mit dem Fokus auf Gigabit-Infrastrukturen die richtige Priorität. Im Nachgang zu der heutigen Sitzung der Netzallianz Digitales Deutschland betont ANGA-Präsident Thomas Braun: „Allein unsere Mitgliedsunternehmen werden in den kommenden Jahren ca. 70 Prozent der deutschen Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeiten versorgen können – teils über glasfaserbasierte HFC-Netze und teils über Glasfaser bis ins Haus. Eine einseitige politische Festlegung auf eine bestimmte Anschlusstechnologie würde den weiteren Ausbau schneller Netze bremsen.“

Die Netzallianz hat heute ihre Zukunftsoffensive Digitales Deutschland verabschiedet, die die Weichen für einen Ausbau von Gigabit-Netzen stellen soll. In erster Linie soll das durch privatwirtschaftliche Investitionen der Netzbetreiber erfolgen. Die Mitgliedsunternehmen der ANGA sehen den Infrastrukturwettbewerb als wichtigsten Treiber für diese Investitionen. „Kunden wollen keine bestimmte Technologie, sondern schnelle und leistungsfähige Anschlüsse. Dafür stehen unsere Unternehmen,“ so Thomas Braun weiter. „Nur ein technologieneutraler und wettbewerbsorientierter Regulierungsrahmen wird uns dabei helfen, diese Angebote in den nächsten Jahren in den Markt zu bringen.“



ANGA unterstützt Brancheninitiative zur Erleichterung von Online-TV 08. Februar 2017

  • ANGA-Netzbetreiber wollen neue IP-basierte TV-Dienste ausbauen
  • Allianz von 13 Organisationen und Institutionen für ein technologieneutrales Urheberrecht
  • Netzbetreiber, Sender und Verwertungsgesellschaften fordern erleichterten Rechteerwerb für Online-TV

Köln/Berlin, 8. Februar 2017 – Dreizehn führende Akteure der Fernsehbranche haben heute in einer gemeinsamen Erklärung den europäischen Gesetzgeber aufgefordert, die Rechteklärung für die Weitersendung von TV- und Hörfunkprogrammen infrastruktur- und technologieneutral auszugestalten. Hintergrund ist ein Verordnungsentwurf der Europäischen Kommission, der zwar Erleichterungen beim Rechteerwerb für IP-basiertes Fernsehen vorsieht, dabei aber die Verbreitung im Internet ausspart.

Die Verbraucher wollen Fernsehprogramme zunehmend flexibel nutzen – egal wann, wo und mit welchem Endgerät. Die Netzbetreiber der ANGA wollen ihre Zusatzangebote im IP-Standard entsprechend ausbauen. Dafür bedarf es jedoch der Möglichkeit, die notwendigen Rechte gebündelt über Verwertungsgesellschaften zu erwerben, so wie dies seit vielen Jahren beim klassischen Kabelfernsehen üblich ist. Die geplante Verordnung könnte dies nun einheitlich für alle Verbreitungswege und Übertragungsstandards vorsehen, spart aber in der Entwurfsfassung der Europäischen Kommission die Internetverbreitung aus.

ANGA-Geschäftsführer Dr. Peter Charissé: „Zur Gigabitgesellschaft gehören nicht nur der Breitbandausbau, sondern auch neue TV-Dienste und die dafür notwendige Rechtssicherheit für Sender und Netzbetreiber. Die Gesetzgeber in Brüssel und Berlin müssen hierzu im Urheberrecht die Weichen konsequent auf Innovation stellen. Was derzeit auf dem Tisch liegt, greift zu kurz. Die lange Liste der an der Erklärung beteiligten Verbände, Sender und Verwertungsgesellschaften zeigt, wie dringlich das Thema ist.“

Die Erklärung für ein infrastruktur- und technologieneutrales Urheberrecht wird unterstützt von ANGA, APR, ARD, Bitkom, eco, den Verwertungsgesellschaften GEMA, GÜFA, TWF, VFF, VG Bild-Kunst und VG Wort, dem vzbv und dem ZDF. Sie nennt zehn gute Gründe für eine infrastruktur- und technologieneutrale Ausgestaltung des Rechtsrahmens für die Verbreitung von Fernseh- und Hörfunkprogrammen und ist auf der Website der ANGA (www.anga.de) verfügbar.



Infrastrukturwettbewerb bleibt Treiber für den Netzausbau 20. Januar 2017

  • ANGA-Mitgliedsunternehmen können ca. 70 Prozent der deutschen Haushalte schnelles Internet anbieten
  • Gigabit-Bandbreiten werden in naher Zukunft möglich
  • Wettbewerb zwischen den Infrastrukturen treibt Investitionen in den Netzausbau und die Entwicklung innovativer Produkte


Köln/Berlin, 20. Januar 2017 – Eine umfassende Markt- und Wettbewerbsbetrachtung zeigt, wie wichtig die HFC- und Glasfasernetzbetreiber für die Umsetzung der Breitbandziele der Bundesregierung sind. „Die Telekom alleine kann die Versorgung mit schnellem Internet nicht gewährleisten“, so Thomas Braun, Präsident der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. „Die HFC- und Glasfasernetze unserer Mitgliedsunternehmen können ca. 70 Prozent der deutschen Haushalte schon heute mit Bandbreiten deutlich über 100 MBit/s versorgen. Damit sind sie die mit Abstand wichtigsten Angebote für die Highspeed-Breitbandversorgung. Und unsere Technologie wird schon bald Gigabit-Bandbreiten liefern.“

Die ANGA fordert daher, dass die Politik angesichts der Bundestagswahl dieses Jahr entschieden für den Infrastruktur- und Technologiewettbewerb eintritt. Erst die massiven Investitionen der in der ANGA vereinigten Wettbewerbsunternehmen haben das bestehende Angebotsniveau ermöglicht. „Gleichzeitig treibt der Infrastrukturwettbewerb für die Zukunft die Investitionen aller Wettbewerber und wird so die Gigabit-Gesellschaft in Deutschland voranbringen“, betont Braun. „Miteinander konkurrierende Infrastrukturen gewährleisten Wahlfreiheit für den Kunden und ermöglichen nachhaltigen Wettbewerb.“



ANGA-Verband wählt zwei neue Vorstände - Thomas Braun bleibt Präsident 25. November 2016

  • Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber wählt zwei neue Vorstände
  • Gerhard Mack für Vodafone und Stefan Tiemann für RFT kabel Brandenburg
  •  Thomas Braun zum Präsidenten der ANGA wiedergewählt


Köln/Berlin, 25. November 2016 – Die Mitgliedsunternehmen der ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. haben am 23. November in Berlin zwei neue Vorstände gewählt. Zunächst wurden Thomas Braun als Präsident und Bernd Thielk (willy.tel) als Vizepräsident im Amt bestätigt. Neu zum Vizepräsidenten gewählt wurden Gerhard Mack (Geschäftsführer Commercial Operations bei Vodafone Deutschland) und das bisherige Vorstandsmitglied Theo Weirich (Geschäftsführer von wilhelm.tel). Lutz Schüler (Unitymedia), Stefan Beberweil (Tele Columbus), Andreas Coupette (MMKS), Dr. Wolf Osthaus (Unitymedia), Jürgen Sommer (Schatzmeister) und Herbert Strobel (ASTRO Strobel Kommunikationssysteme) wählte die Mitgliederversammlung erneut zu Vorstandsmitgliedern. Erstmalig für die lokalen Netzbetreiber in den Vorstand gewählt wurde Stefan Tiemann, Geschäftsführer der RFT kabel Brandenburg GmbH.

Nicht mehr zur Wahl angetreten ist Jens-Uwe Rehnig, Inhaber und Geschäftsführer der Rehnig Gruppe. Thomas Braun: „Der ANGA-Vorstand dankt Jens-Uwe Rehnig für seine langjährige Tätigkeit für den Verband. Er war stets ein Aktivposten und wir hoffen, dass er sich weiterhin im Verband engagiert.“

Im Rahmen der Versammlung diskutierten die Mitgliedsunternehmen intensiv über neue Fernsehformen und Multiaccessstrategien. Der Verband unterstreicht damit seinen Anspruch, Netz- und Medienthemen gleichermaßen profiliert zu vertreten – sowohl für seine klassischen Kabelunternehmen als auch für die inzwischen mehr als 50 Betreiber von lokalen Glasfasernetzen.



HFC-Netze bereiten den Weg in die Gigabit-Gesellschaft 09. November 2016

  • Die ANGA unterstützt das Gigabit-Ziel der Netzallianz Digitales Deutschland
  • Über HFC-Netze können in den nächsten Jahren ca. 30 Mio. deutsche Haushalte Zugang zu Gigabit-Geschwindigkeiten erhalten
  • Die ANGA steht für Infrastrukturwettbewerb und Investitionen in eigene Netze, um so den Ausbau von Gigabit-Netzen im Wettbewerb voranzutreiben


Köln/Berlin, 9. November 2016 – Anlässlich des Treffens der Netzallianz Digitales Deutschland begrüßt die ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber die Festlegung auf das Ziel, bis 2025 gigabitfähige Infrastrukturen verfügbar zu machen. ANGA-Präsident Thomas Braun kommentiert: „Die Netzbetreiber der ANGA verfügen schon heute über die besten Netze in Deutschland und werden mittelfristig fast 30 Mio. Haushalten Gigabit-Geschwindigkeiten zur Verfügung stellen können. Neben neuen FTTH/B-Netzen kommt dabei der Aufrüstung der HFC-Netze mit dem Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 die größte Bedeutung zu. Denn damit werden Gigabit-Geschwindigkeiten besonders kosteneffizient und zeitnah möglich.“

Die von der Netzallianz verabschiedeten Eckpunkte betonen die Notwendigkeit, den geeigneten technischen, finanziellen und rechtlichen Rahmen für die Gigabit-Gesellschaft zu entwickeln. Große Bedeutung kommt dabei investitionsfreundlichen Rahmenbedingungen zu. Für die ANGA bedeutet dies, dass der Fokus auch künftig auf der Förderung des Infrastrukturwettbewerbs liegen muss. „Infrastrukturwettbewerb und Investitionen in eigene Netze treiben den Ausbau von Gigabit-Netzen im Wettbewerb voran. Dafür stehen die Netzbetreiber unseres Verbands“, so Thomas Braun.



Kabel-Glasfasernetze auf dem Sprung zur Gigabit-Infrastruktur 22. September 2016

  • Gigabit-Netze sind entscheidender Standortfaktor für Deutschland
  • Mit Hilfe des Gigabit-Standards DOCSIS 3.1 können die Netzbetreiber der ANGA mittelfristig fast 30 Mio. Haushalten Gigabit-Geschwindigkeiten zur Verfügung stellen
  • Aktuelle Broschüre der ANGA gibt Ausblick auf die Leistungsfähigkeit der künftigen Breitbandnetze


Köln/Berlin, 22. September 2016 – Die Netzbetreiber der ANGA werden mittelfristig fast 30 Mio. Haushalten in Deutschland einen Zugang zu Gigabit-Anschlüssen verfügbar machen können. ANGA-Präsident Thomas Braun: „Die Aufrüstung der Netze mit dem neuen Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 wird Gigabit-Geschwindigkeiten im Up- und Download erlauben. Damit werden unsere Unternehmen in der Lage sein, ihren Kunden in den nächsten Jahren Produkte mit sehr hohen Geschwindigkeiten anzubieten.“

Denn die Nachfrage nach Hochgeschwindigkeitsinternet steigt: Anwendungen wie Ultra HD-Streaming oder Virtual Reality werden den Breitbandbedarf weiter in die Höhe treiben. Auch wer Industrie 4.0, das Internet der Dinge oder vernetzte Mobilität verwirklichen will, braucht schnelle und verlässliche Netze. TK-Branche und Politik diskutieren daher intensiv, wie eine Breitbandstrategie für die Gigabit-Gesellschaft aussehen sollte.

In einer aktuellen Broschüre beantwortet die ANGA die wichtigsten Fragen rund um die Leistungsfähigkeit der HFC-Breitbandnetze. Sie erklärt, wie die weitere Aufrüstung der Netze Gigabit-Bandbreiten ermöglichen wird und dass zukünftig sogar symmetrische Bandbreiten im zweistelligen Gigabit-Bereich zu erwarten sind. Sie geht aber auch der Frage nach, welche technischen und ökonomischen Herausforderungen zu meistern sind, damit in Deutschland Gigabit-Netze entstehen, und wie die Politik dies unterstützen kann.

Thomas Braun: „Die ANGA steht für Infrastrukturwettbewerb und Investitionen in eigene Netze, um so den Ausbau von Gigabit-Netzen im Wettbewerb voranzutreiben. Von der Politik brauchen wir dafür einen verlässlichen, investitionsfreundlichen Regulierungsrahmen und einen klaren Fokus auf den Infrastrukturwettbewerb.“

Die Broschüre „Das Breitbandkabel auf dem Sprung zur Gigabit-Infrastruktur“ steht digital auf der ANGA-Webseite zur Verfügung: www.anga.de/infothek/marktdaten-studien.



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