Pressemitteilungen

Kabelnetzbetreiber gewinnen 600.000 Breitbandinternetkunden hinzu 25. April 2016

  • Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) veröffentlicht aktuelle Branchenzahlen für den Breitbandinternet- und Kabelfernsehmarkt
  • Kabelinternet dank weiträumiger Verfügbarkeit und hoher Bandbreiten bei Kunden immer beliebter; rund ein Drittel bucht Produkte mit 100 MBit/s und mehr
  • Kabelnetzbetreiber mit stabilem Kabelfernsehgeschäft und Wachstum bei Pay-TV


Köln/Berlin, 25. April 2016 – Die deutschen Kabelnetzbetreiber gewannen im vergangenen Jahr rund 600.000 Internetkunden hinzu und versorgen aktuell 6,6 Mio. Haushalte in Deutschland mit Hochgeschwindigkeitsinternet. Das geht aus Branchenzahlen hervor, die der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) heute veröffentlicht hat. Kabelkunden buchen demnach besonders hohe Bandbreiten: Aktuell fragt schon jeder Dritte Kabelinternetkunde Anschlüsse mit 100 MBit/s und mehr nach.

Hierzu ANGA-Präsident Thomas Braun: „Mit Angeboten von bis zu 400 MBit/s und einer Verfügbarkeit in 72 Prozent der Haushalte bleiben die Kabelnetzbetreiber im Breitbandinternetmarkt auch 2016 auf der Überholspur. Der kommende Standard DOCSIS 3.1 wird die Leistungsfähigkeit der Kabelnetze ab 2017 noch einmal deutlich erhöhen.“

Steigende Zahlen vermelden die Kabelnetzbetreiber auch bei der Nachfrage nach Pay-TV. Gegenüber dem Vorjahr entschieden sich weitere 260.000 Haushalte für kostenpflichtige zusätzliche Programmpakete; insgesamt ein Zuwachs von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Kabelfernsehhaushalte ist mit 17,9 Millionen weitestgehend stabil geblieben.

„Die Kabelnetzbetreiber können mit dem Jahr 2015 sehr zufrieden sein. Wir konnten uns im Fernsehmarkt gegen die neue onlinebasierte Konkurrenz behaupten und haben im Breitbandmarkt noch einmal deutlich zugelegt, insgesamt ein gutes Ergebnis“, so Braun resümierend.

Die Branchenzahlen wurden in zwei Faktenblättern veröffentlicht. Sie stehen Ihnen auf der Website www.anga.de zum Download bereit.



ANGA, Bitkom und ZVEI positionieren sich gemeinsam für eine innovationsfreundliche und nutzerorientierte Medienregulierung 16. März 2016

Berlin und Frankfurt am Main – Das Symposium der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten setzt sich dieses Jahr mit der Frage auseinander, wie der Zugang zu Medien künftig reguliert werden sollte. Anlässlich dieser Veranstaltung fordern ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V., Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien e.V. (Bitkom) und ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., auf eine Ausweitung der Plattformregulierung zu verzichten. Insbesondere eine Regelung, nach der Plattformbetreiber eine privilegierte Auffindbarkeit bestimmter Inhalte sicherstellen müssten, lehnen sie ab.

Digitalisierung und Konvergenz bieten aus Sicht von ANGA, Bitkom und ZVEI zahlreiche Chancen für Inhalteanbieter und einen Souveränitätsgewinn für die Zuschauer. Die Wahlfreiheit des Nutzers hinsichtlich der Endgeräte, Empfangswege und Anwendungsszenarien war nie größer als heute – Anbieter von Benutzeroberflächen konkurrieren um die Nutzer. Eine Privilegierung bestimmter Inhalte oder Dienste steht im Widerspruch zur Chancengleichheit und Medienpluralität und droht, die Nutzersouveränität zu beeinträchtigen.

Carine Chardon, Leiterin Medienpolitik und Medienrecht, ZVEI-Fachverband Consumer Electronics: „Für die Gerätehersteller ist maßgeblich, dass der Nutzer eine größtmögliche Vielfalt an Inhalten jederzeit leicht findet. Die Mechanismen zur Suche und die Darstellung von Inhalten befinden sich im stetigen Wandel. Strikte Vorgaben an die Benutzeroberflächen über ein strukturelles Auffindbarkeitsgebot hinaus sind kontraproduktiv und hemmen die Innovationsdynamik.“

Der Zuschauer ist nach Auffassung der drei Verbände als mündiger medialer Nutzer in der Lage, die ihm zur Verfügung stehenden Instrumente frei und zweckmäßig zu verwenden. „Die Digitalisierung der Gesellschaft führt zu einem Mehr an Vielfalt und zu einem Souveränitätsgewinn für den Nutzer audiovisueller Medien. Der Nutzer ist heute in der Lage, das vielfältige Programmangebot flexibel über verschiedene Übertragungswege und Endgeräte und damit selbstbestimmter als zu Zeiten der analogen TV-Welt zu nutzen“, so Dr. Joachim Bühler, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung.

Der Ausgangspunkt für die Plattformregulierung – knappe Übertragungskapazitäten und damit verengte Zugänge zu Infrastrukturen – besteht heute nicht mehr. Dr. Andrea Huber, Geschäftsführerin der ANGA: „Wachsende Übertragungskapazitäten und die steigende Zahl an Plattformen ermöglichen es heute jedem Kunden, auf alle Inhalte zuzugreifen.“

Die Presseinformation sowie das gemeinsame Positionspapier von ANGA, Bitkom und ZVEI finden Sie hier: www.zvei.org

Ansprechpartner:
ANGA
Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.
Jenny Friedsam | Leiterin Presse & PR
Telefon: +49 221 390 9000 
E-Mail: jenny.friedsam@anga.de

Bitkom
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien e.V.
Marie-Teresa Weber | Referentin Verbraucherrecht & Medienpolitik
Telefon: +49 30 27576-221
E-Mail: mt.weber@bitkom.org

ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.
Stella Loock | Referentin Kommunikation und Marketing
Telefon: +49 69 6302-257
E-Mail: loock@zvei.org



Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber: Transport von Inhalten muss angemessen vergütet werden 19. Januar 2016

  • ANGA begrüßt die Positionierung der Netzallianz Digitales Deutschland zu Einspeiseentgelten
  • Aufgabe der Länder ist es, eine angemessene Kompensation im Einklang mit europäischen Richtlinien vorzusehen
  • ANGA fordert Dialog mit den Ländern über die Umsetzung des Vorschlags der Netzallianz


Köln/Berlin, 19. Januar 2016 – Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) begrüßt die gemeinsame Erklärung zu Einspeiseentgelten, auf die sich die in der Netzallianz vertretenen Unternehmen und Verbände mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) geeinigt haben. In der Erklärung werden die Länder aufgefordert, die Entgeltlichkeit von gesetzlichen Übertragungspflichten (sog. Must Carry-Inhalte) festzuschreiben.

„Dass der Transport von Inhalten angemessen vergütet werden muss, ist eine Selbstverständlichkeit und wird von uns und unseren Mitgliedern seit langem gefordert“, so ANGA-Präsident Thomas Braun. „Wir freuen uns, dass das BMVI dieses Anliegen unterstützt und setzen darauf, dass es diese Forderung gegenüber den Ländern jetzt auch aktiv vorantreiben wird.“

Die europäische Universaldienstrichtlinie eröffnet den Mitgliedstaaten die Möglichkeit, ein angemessenes Entgelt für den Transport von Must Carry-Inhalten festzulegen. Eine entsprechende Regelung in Deutschland müsste auf Ebene der Länder erfolgen.



ANGA-Politikgespräch: Neues Fernsehen braucht neues Urheberrecht! 26. November 2015

  • ANGA-Politikgespräch mit GVL, ProSiebenSat.1, Zattoo, ZDF und MdB Christian Flisek
  • Studie zum Medienkonsum der Zukunft: Trend zur orts- und zeitunabhängigen Nutzung von Videoinhalten wächst rasant
  • ANGA setzt auf zeitversetztes Fernsehen und erleichterten Lizenzerwerb
  • ANGA, Zattoo und ZDF fordern technologieneutrale Ausweitung der für die Kabelweitersendung geltenden Verfahrensvorschriften im Urheberrecht


Köln/Berlin, 26. November 2015 – „Neues Urheberrecht für neues TV?“, unter diesem Titel diskutierte der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) am 24. November in Berlin über Modernisierungsbedarf im Urheberrecht. Im Vordergrund standen dabei neue IP-basierte und zeitversetzte Fernsehangebote.

Nach der Vorstellung der Studie „Kursbuch Medienkonsum der Zukunft“ durch Prof. Dr. Klaus Goldhammer diskutierten auf dem Podium Dr. Niklas Brambring, CEO Zattoo, Christian Flisek, MdB und Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion für das Urheberrecht, Dr. Tilo Gerlach, Geschäftsführer der Verwertungsgesellschaft GVL, Felix Mai, Justitiariat ZDF, Dr. Michael Müller, Senior Vice President Distribution von ProSiebenSat.1 Media und Dr. Peter Charissé vom gastgebenden ANGA-Verband über die Auswirkungen auf die etablierten Plattformen und die Schlussfolgerungen für die urheberrechtlichen Rahmenbedingungen.

Nach den Umfragen im Rahmen der Studie hat sich der Trend zur orts- und zeitunabhängigen Nutzung von Videoinhalten deutlich bestätigt. ANGA-Geschäftsführer Dr. Peter Charissé warb in der Diskussion dafür, auf die Konkurrenz durch globale Online-Plattformen nicht nur mit eigenen Video on Demand-Angeboten ähnlicher Art zu reagieren. Auch das lineare Fernsehangebot müsse durch neue zeitversetzte Funktionalitäten aufgewertet werden. Vom Gesetzgeber forderten ANGA, ZDF und Zattoo einhellig eine technologieneutrale Ausweitung der für die Kabelweitersendung geltenden Vorschriften für den Rechteerwerb.

Gesetzgeberischen Handlungsbedarf gibt es auch bei zeitversetzten TV-Funktionalitäten, denn hier besteht ebenfalls eine starke Rechtezersplitterung. Lizenzen müssen von einer unüberschaubaren Vielzahl von Rechteinhabern erworben werden, was das Risiko von Blockaden dieser neuen Angebotsformen erhöht. Davor würde eine obligatorische kollektive Rechtewahrnehmung schützen, die sich beim klassischen Kabelfernsehen über viele Jahre bewährt hat: Der Gesetzgeber sollte die gebündelte Lizensierung aller notwendigen Rechte über Verwertungsgesellschaften entsprechend erweitern. Das würde die Einführung neuer TV-Funktionalitäten wie zeitversetztes Fernsehen und netzseitige Videorekorder erheblich erleichtern.

Im Rahmen der laufenden Novelle der Satelliten- und Kabelrichtlinie und des Verwertungsgesellschaftengesetzes hat die ANGA der EU- und der deutschen Gesetzgebung folgende Vorschläge gemacht:

1. Kabelweitersendung: Technologieneutrale Ausgestaltung der Vorschriften in der EU-Richtlinie und in § 20b des Urheberrechtsgesetzes
2. Zeitversetztes Fernsehen: Gebündelten Rechteerwerb ohne Blockaderisiko durch sogenannte Außenseiter ermöglichen
3. Verhandlungsgleichgewicht zwischen Verwertungsgesellschaften und gewerblichen  Rechtenutzern gewährleisten:
- Aufrechterhaltung des Abschlusszwangs der Verwertungsgesellschaften
- Stärkung der Option auf vorläufige Rechteeinräumung durch Hinterlegung von Vergütungen
- Festschreibung der vorgenannten Grundsätze auch gegenüber ausländischen Verwertungsgesellschaften



Digitalwirtschaft fordert Reform der Filmförderung 12. November 2015

Die Branchenverbände der Digitalwirtschaft ANGA, Bitkom und eco lehnen Abgaben für die Anbieter von Internetzugängen und Übertragungsplattformen entschieden ab, um damit zusätzliche Einnahmen für die staatliche Filmförderung zu generieren.

  • Mittelvergabe muss effizienter werden
  • Abgabenpflicht für Anbieter von Internetzugängen nicht zu rechtfertigen
  • Branchenverbände legen ökonomisches Gutachten zur Filmförderung vor

Berlin, 12. November 2015 - Die Branchenverbände der Digitalwirtschaft ANGA, Bitkom und eco lehnen Abgaben für die Anbieter von Internetzugängen und Übertragungsplattformen entschieden ab, um damit zusätzliche Einnahmen für die staatliche Filmförderung zu generieren. Darauf weisen die Verbände im Vorfeld eines Spitzengesprächs über die geplante Novellierung des Filmfördergesetzes hin. Am 16. und 17. November 2015 findet auf Einladung von Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Dr. Monika Grütters, ein Runder Tisch mit Vertretern der Filmbranche, der Medien und der Digitalwirtschaft zu dem Thema statt. Aus Sicht der Verbände ist eine Ausweitung der Filmförderung weder sachlich zu rechtfertigen noch notwendig. Die vorhandenen Mittel würden vollkommen ausreichen, wenn ihre Vergabe besser organisiert wäre. Zu diesem Ergebnis kommt ein filmökonomisches Gutachten, das der ehemalige Präsident der „Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf“, Prof. Dr. Dieter Wiedemann, im Auftrag der Digitalwirtschaft erstellt hat.

Nach den Ergebnissen des Gutachtens haben deutsche Filmfördereinrichtungen zwischen 2010 und 2012 insgesamt 1.501 Filmprojekte finanziell unterstützt. Bis zum Jahr 2014 wurden davon aber nur 1.093 Filme tatsächlich in der Öffentlichkeit gezeigt. Die deutschen TV-Sender strahlen derzeit sogar weniger als die Hälfte der deutschen Kinofilme aus. Es gibt also eine Überproduktion an deutschen Filmen und eine „Überförderung“ von wirtschaftlich nicht erfolgreichen Projekten. Statt einer Ausweitung der Filmförderung schlägt der Gutachter zahlreiche strukturelle Änderungen vor. So sollten geförderte Filme nicht immer zuerst im Kino gezeigt werden müssen. Stattdessen müssten neue Plattformen wie zum Beispiel Streaming-Dienste im Internet berücksichtigt werden, um jüngere Zielgruppen zu erreichen.

Die Studie „Filmförderung im Rahmen der Evaluierung des Filmfördergesetzes“ ist online verfügbar unter http://www.anga.de/infothek/marktdaten-studien/evaluierung-der-filmfoerderung-im-rahmen-des-ffg?preview=1&token=385e85cfb80ee25acee21c5d82e128f3


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ANGA-Studie zum Medienkonsum der Zukunft: Nachfrage nach Bandbreite wächst rasant 24. September 2015

Der Wandel der Mediennutzung ist offensichtlich: Mit der wachsenden technischen Leistungsfähigkeit verschwimmen die Nutzungsgrenzen zwischen Rundfunk und Internet sowie zwischen linearem und zeitversetztem Fernsehen und Abrufdiensten. Neue Verbreitungswege, Plattformen und Endgeräte treiben den künftigen Medienkonsum. Das bestätigt eine aktuelle Studie, die der Verband anlässlich seiner jährlichen Mitgliederversammlung vorgestellt hat.

  • ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber stellt Studie zum Medienkonsum der Zukunft vor 
  • Orts- und zeitunabhängige TV-Nutzung als Haupttrend bestätigt: Over the Top, Video on Demand, TV Everywhere, Second Screen, Pay TV und HD treiben den Konsum
  • Kabelnetzbetreiber bedienen mit leistungsfähiger Breitbandinfrastruktur und Zusatzangeboten heutige und zukünftige Nachfrage ihrer Kunden


Köln/Berlin, den 24. September 2015 – Der Wandel der Mediennutzung ist offensichtlich: Mit der wachsenden technischen Leistungsfähigkeit verschwimmen die Nutzungsgrenzen zwischen Rundfunk und Internet sowie zwischen linearem und zeitversetztem Fernsehen und  Abrufdiensten. Neue Verbreitungswege, Plattformen und Endgeräte treiben den künftigen Medienkonsum. Das bestätigt eine aktuelle Studie, die der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) anlässlich seiner jährlichen Mitgliederversammlung vorgestellt hat.

Thomas Braun, Präsident der ANGA: „Die Digitalisierung ist für das Kabel eine Erfolgsgeschichte. Immer mehr Kunden nutzen digitales Kabel-TV oder buchen Festplattenrekorder, HD- und Pay-TV-Pakete. Zusätzlich wecken neue, onlinebasierte Angebote beim Kunden einen Bedarf nach personalisierten und individualisierten Diensten. Diese Nachfrage werden wir zukünftig gern bedienen.“

Um die aktuellen Trends im Medienkonsum zu erfassen und deren Bedeutung für die Kabelnetzbetreiber zu analysieren, hat die ANGA die Strategieberatung Goldmedia mit der Erstellung der Studie „Medienkonsum der Zukunft“ beauftragt. Basierend auf einer repräsentativen Online-Befragung identifiziert die Studie fünf Trends des zukünftigen Medienkonsums:

  • Die Zuschauer lösen sich zunehmend vom linearen Programmschema des klassischen Fernsehens und gestalten ihren Medienkonsum unabhängig von Ort und Zeit. Dies geschieht insbesondere durch die Aufzeichnung von Fernsehinhalten auf digitalen Festplattenrekordern, die 43 Prozent der Befragten nutzen.
  • Die Zuwächse bei internetbasierten Streamingdiensten und Videoportalen sind erheblich: Bereits 40 Prozent der Befragten haben ein Konto bei einem Video on Demand-Anbieter, vor einem Jahr waren es noch rund 20 Prozent.
  • Mit TV Everywhere-Lösungen wird das Bewegtbild auf allen Endgeräten verfügbar: 56 Prozent der Befragten geben an, dass sie TV-Sendungen und Videos auch auf Smartphone, Tablet oder Laptop anschauen. 
  • Mit der Verbreitung mobiler, internetfähiger Geräte wächst die parallele Nutzung von TV und Internet: So nutzen 56 Prozent der Befragten häufig ein internetfähiges Endgerät (Second Screen) parallel zum laufenden Fernsehprogramm (First Screen).
  • Das Interesse an Pay TV und HD steigt: Pay TV-Angebote gehören zu den am stärksten nachgefragten Fernsehangeboten von Kabelnetzbetreibern, für Free TV-Sender in HD-Qualität interessieren sich 46 Prozent der Befragten.

Diese Trends steigern die Nachfrage nach leistungsstarken Internetverbindungen sowie hochauflösenden Fernsehbildern und fordern von den Netzbetreibern einen konsequenten Ausbau der Netze. Die Leistungsfähigkeit der Kabelnetze ist bereits auf einem sehr hohen Niveau; neue Technologien wie DOCSIS 3.1 bieten künftig Bandbreiten im Gigabit-Bereich. Dazu Thomas Braun: „Kabelnetzbetreiber investieren laufend in den Ausbau ihrer Netze und sind daher technisch gut aufgestellt für die neuen Anforderungen. Um diese Investitionen auch künftig möglich zu machen, bedarf es allerdings gleicher Wettbewerbsbedingungen für netzbasierte und onlinebasierte Dienste. Unter anderem muss den Netzbetreibern der Rechteerwerb für neue digitale TV-Funktionalitäten deutlich erleichtert werden, damit sie im Wettbewerb vergleichbare Angebote machen können.“

Die Studie „Medienkonsum der Zukunft“ steht auf der Website der ANGA (www.anga.de) zum Download bereit.



Deutschland fit machen für die Gigabit-Gesellschaft - Führende Telekommunikationsverbände fordern Neujustierung der deutschen Breitbandpolitik 09. September 2015

Der Aufbau nachhaltiger und zukunftssicherer Kommunikationsinfrastrukturen ist nach Auffassung der führenden Telekommunikationsverbände ANGA, BREKO, BUGLAS und VATM sowie des FTTH Council Europe eine der zentralen Zukunftsaufgaben für Deutschland und muss von einer weitsichtigen und verlässlichen Wirtschafts- und Regulierungspolitik begleitet und flankiert werden. Anlässlich ihres heute in Berlin stattfindenden Breitband-Symposiums „Der Weg in die Gigabit-Gesellschaft“ sprechen sich die Verbände in einem gemeinsamen Thesenpapier für eine Neujustierung der Breitbandpolitik hierzulande aus und fordern in einer gemeinsamen Zukunftsagenda eine „echte Gigabit-Strategie“ und faire Wettbewerbsbedingungen ein.

Gigabit-Netze seien von entscheidender Bedeutung für Unternehmen, Privatkunden und den öffentlichen Sektor. „Sie schaffen Lebensqualität, Wachstum und Arbeitsplätze“, betont ANGA-Präsident Thomas Braun. Themen wie Industrie 4.0, Anforderungen neuer Energienetze, moderne Verwaltung mit E-Government, verbesserte Gesundheitsversorgung mit E-Health oder neue Formen der Arbeit und der Mediennutzung bieten Chancen, benötigen jedoch entsprechende Voraussetzungen: „Die Nachfrage nach Bandbreite wächst bereits jetzt messbar kontinuierlich, und nur zukunftssichere Kommunikationsinfrastrukturen können die bereits heute absehbaren Anforderungen an Geschwindigkeit und Servicequalität erfüllen.“

Die Gigabit-Gesellschaft benötigt im Verlauf der nächsten zehn Jahre Gigabit-Kommunikationsnetze, die solche Bandbreiten beim Endkunden tatsächlich zur Verfügung stellen. Im Festnetz sind dies Glasfaseranschlüsse, die bis in die Gebäude (FTTB) oder bis in die Wohnung (FTTH) reichen. „Auch für Mobilfunk-Lösungen werden in der Regel auf Glasfasernetzen basierende Infrastrukturen benötigt“, stellt VATM-Präsident Martin Witt heraus. „Diese müssen frühestmöglich errichtet oder aufgerüstet werden, um den Wirtschaftsstandort Deutschland zu stärken und eine digitale Spaltung zu verhindern.“

Die Initiative ist sich einig, dass der dafür notwendige Breitbandausbau nur im Wettbewerb gelingen kann. Dieser sei Antrieb für einen effizienten Ausbau, die stetige Verbesserung der Produktqualität und die Entwicklung neuer Dienste und Applikationen. Nicht zuletzt profitierten Bürger und Unternehmen auch von günstigen Preisen. Privilegien und Regulierungserleichterungen oder die Schaffung neuer Monopole in Bereichen des langfristig nicht zukunftsfähigen Kupfernetzes setzten dagegen die falschen Anreize.

„Zukunftssichere Glasfasernetze in Stadt und Land sichern nachhaltig die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland und spielen bei der Wahrung und dem Ausbau von Wohlstand daher eine entscheidende Schlüsselrolle“, bekräftigt BREKO-Präsident Norbert Westfal. „Wettbewerb sorgt dabei nicht nur für einen weitgehend eigenfinanzierten Glasfaserausbau, sondern sichert selbst bei geförderten Ausbauprojekten größtmögliche Qualität bei geringstmöglichem Fördermitteleinsatz.“

„Die bisherigen Breitbandziele der Bundesregierung können höchstens als Zubringer zur eigentlichen Datenautobahn der Zukunft angesehen werden“ wirbt BUGLAS-Präsident Jens Prautzsch für einen grundlegenden Neustart der deutschen Breitbandpolitik: „Die richtigen Weichenstellungen sind jetzt notwendig.“ In dem Zusammenhang dürfe die Ausbauagenda bis 2018 höchstens als Wegmarke verstanden werden, keinesfalls jedoch als Ziel. In einer zukunftsorientierten Breitbandstrategie müsse ein nachhaltiger Netzausbau Vorrang haben vor Übergangslösungen. „Wenn hingegen eine Übergangslösung wirtschaftlich sinnvoll erscheint, muss sie wenigstens so angelegt sein, dass ein weiterer Ausbau nicht erschwert oder verzögert wird“, so Prautzsch. Die Regulierung von Zwischenlösungen wie Vectoring müsse daher in jedem Fall den Aspekt der Übergangstechnologie betonen.

„Die Bundesrepublik muss aufpassen, dass sie im internationalen Vergleich nicht den Anschluss verliert“, mahnt Prof. Hartwig Tauber, Geschäftsführer des FTTH Council Europe. „Andere Länder sind da bereits deutlich besser aufgestellt.“ Somit müssten in Brüssel weiterhin nationale Besonderheiten der Marktstruktur berücksichtigt werden. Vor diesem Hintergrund seien eine „One-size-fits-all“-Regulierung und die Entmachtung nationaler Regulierung kontraproduktiv.

Die unterzeichnenden Verbände sehen das gemeinsame Thesenpapier als inhaltliche Grundlage für weitere Diskussionen, die konstruktiv mit allen Beteiligten geführt werden sollen. Um der Ernsthaftigkeit ihres Anliegens Nachdruck zu verleihen, beabsichtigen die Verbände, künftig entsprechende Fortschrittsberichte zu veröffentlichen.


Pressekontakte:

ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e. V.
Jenny Friedsam, Leitung Presse & PR
Nibelungenweg 2, 50996 Köln
Tel.: +49 221 390 900-0
Fax: +49 221 390 900-99
E-Mail: jenny.friedsam@anga.de
Internet: www.anga.de

BREKO – Bundesverband Breitbandkommunikation e. V.
Marc Kessler, Leiter Presse-/Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederkommunikation
- Hauptstadtbüro -
Invalidenstr. 91, 10115 Berlin
Tel.: 030 / 58 58 0 - 411
Fax: 030 / 58 58 0 - 412
E-Mail: kessler@brekoverband.de
Internet: www.brekoverband.de

BUGLAS Bundesverband Glasfaseranschluss e. V.
Wolfgang Heer, Geschäftsführer
Bahnhofstraße 11, 51143 Köln
Tel.: +49 2203 20210-10
Fax: +49 2203 20210-88
E-Mail: heer@buglas.de
Internet: www.buglas.de

FTTH Council Europe
Prof. (FH) Hartwig Tauber, Director General
Rue des Colonies 11, B-1000 Brussels
Tel +32 2 517 6103
Fax +43 2855 71142
E-Mail: hartwig.tauber@ftthcouncil.eu
Internet: www.ftthcouncil.eu

Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) e. V.
Corinna Keim, Leiterin Kommunikation und Presse
Frankenwerft 35, 50667 Köln
Tel.: 0221 / 37677 – 23
Fax: 0221 / 37677 – 26
E-Mail: ck@vatm.de
Internet: www.vatm.de

Digitale Kabelfernsehnutzung wächst mit Rekordtempo 08. September 2015

Das Wachstum der digitalen Fernsehnutzung in den Kabelnetzen hat sich im letzten Jahr weiter beschleunigt. Dies geht aus dem heute veröffentlichen Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten hervor.

  • Die Akzeptanz der digitalen Fernsehnutzung in den Kabelnetzen steigt rasant: Rekordzuwachs von 15 Prozent innerhalb eines Jahres
  • Insgesamt 72,5 Prozent der Kabelhaushalte nutzen digitale Fernsehprogramme
  • Prognose für die Einstellung des analogen Kabelfernsehens bis Ende 2018 bestätigt
  • Positive Resonanz der Marktpartner auf Initiative des Verbandes


Köln/Berlin, den 8. September 2015 – Das Wachstum der digitalen Fernsehnutzung in den Kabelnetzen hat sich im letzten Jahr weiter beschleunigt. Dies geht aus dem heute veröffentlichen Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten hervor: Im Juni 2015 nutzten 72,5 Prozent der deutschen Kabelfernsehhaushalte digitale Fernsehprogramme. Dies entspricht einer Zunahme um mehr als 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und einem neuen Wachstumsrekord. Insgesamt empfangen nach den Zahlen des Digitalisierungsberichts 17,93 Millionen Haushalte ihre Fernsehprogramme über einen Kabelanschluss. Damit ist auch die Zahl der Kabelfernsehanschlüsse insgesamt nochmals gestiegen.

Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): „Die neuen Marktzahlen stützen eindrucksvoll unsere Prognose vom Juni im Rahmen der ANGA COM: Spätestens zum Jahresende 2018 werden die Voraussetzungen für die Einstellung der analogen Fernsehverbreitung in den deutschen Kabelnetzen vorliegen. Schon in den letzten Wochen haben wir für diese Zielmarke für unsere Initiative viel positive Resonanz erfahren: Von den Programmveranstaltern, den Landesmedienanstalten und auch aus der Wohnungswirtschaft. Wir sind voll auf Kurs und werden die Attraktivität des digitalen Kabelfernsehens mit neuen Produktinnovationen kontinuierlich erhöhen.“

Mehr Unterstützung, um die Zielmarke 2018 zu erreichen, fordert der Verband jedoch vom Gesetzgeber: Das gilt besonders für die derzeit laufende medienpolitische Diskussion über eine Weiterentwicklung der sogenannten Plattformregulierung, die nicht zu einer noch strengeren Reglementierung des digitalen Fernsehens führen darf sowie für den urheberrechtlichen Rahmen, der dringend modernisiert werden muss: Den Netzbetreibern muss der Rechteerwerb für neue digitale TV-Funktionalitäten massiv erleichtert werden. Das gilt für lineare TV-Angebote im IP-Standard aber auch für zeitversetzte Angebote wie netzseitige Videorekorder. Gerade solche Zusatzfunktionalitäten heben das digitale vom analogen Fernsehen ab und würden die Digitalakzeptanz zusätzlich beschleunigen.



ANGA fordert Umdenken in der Förderpolitik 26. Juni 2015

Anlässlich der bevorstehenden Veröffentlichung des Bundesförderprogramms für den Breitbandausbau fordert der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) ein Umdenken in der Förderpolitik.

  • Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber sieht Gefahr von Wettbewerbsverzerrungen bei Fortschreibung der derzeitigen Förderpraxis
  • Nachhaltiger Ausbau muss im Fokus einer sinnvollen Förderpolitik stehen
  • Geplantes Breitband-Förderprogramm des Bundes darf nicht zu Re-Monopolisierung der Netze führen
  • Grad der Überbauung existierender Netze muss in die Bewertung von Förderanträgen einfließen


Köln/Berlin, 26. Juni 2015 – Anlässlich der bevorstehenden Veröffentlichung des Bundesförderprogramms für den Breitbandausbau fordert der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) ein Umdenken in der Förderpolitik. ANGA-Präsident Thomas Braun betont, dass öffentliche Förderung immer das Risiko von Wettbewerbsverzerrungen birgt: „Nach den Erfahrungen unserer Mitglieder gibt es immer wieder Überbauungen von Kabelnetzen in Fördergebieten. Das muss in dem neuen Förderprogramm des Bundes besser gelöst werden.“

Dem Grundsatz nach müsste eine Überbauung existierender NGA-Netze durch geförderten Ausbau ausgeschlossen sein, weil ansonsten privatwirtschaftlich getätigte Investitionen entwertet und Anreize zum weiteren Ausbau reduziert würden. Die Praxis zeigt allerdings, dass das nicht immer gewährleistet werden kann. Dann sollte aber der Grad der voraussichtlichen Überbauung zumindest in die Abwägung im Rahmen der Bewertung von Förderanträgen einfließen.

Solange der Fokus darauf liegt, das für 2018 gesetzte 50 MBit/s-Ziel möglichst schnell und billig zu erreichen, erhalten Angebote zur Aufrüstung bestehender DSL-Netze mithilfe von VDSL und künftig sogar Vectoring regelmäßig den Zuschlag. Vectoring ist aber eine Brückentechnologie, die den Bandbreitenbedarf nur kurzzeitig deckt und den flächendeckenden Ausbau mit Glasfaser im Ergebnis verzögert und verteuert. „Sinnvolle Förderpolitik muss Wert auf nachhaltigen Ausbau mit Glasfaser legen statt auf die Förderung von Übergangslösungen“, so Thomas Braun. „Dann könnten sich auch die Kabelnetzbetreiber stärker am geförderten Ausbau beteiligen. Eine Re-Monopolisierung der Netze darf nicht das Resultat der Breitbandförderung sein.“



ANGA setzt auf Einstellung des analogen Kabelfernsehens bis Ende 2018 09. Juni 2015

Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. (ANGA) erwartet, dass spätestens zum Ende des Jahres 2018 die Voraussetzungen für die Einstellung der analogen Fernsehverbreitung in den deutschen Kabelnetzen vorliegen. Nahezu alle rund 17 Millionen Kabelfernsehkunden würden dann das stetig wachsende digitale Programmangebot nutzen.

    • Verband der Kabelnetzbetreiber prognostiziert wachsende Akzeptanz der digitalen TV-Nutzung

    • Voraussetzungen für Einstellung der analogen Programmverbreitung liegen bis 2018 vor

    • Analogkunden können mühelos auf Digitalempfang mit vielfältigerem Programmangebot und besserer Bildqualität wechseln


    Köln/Berlin, den 9. Juni 2015
    – Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. (ANGA) erwartet, dass spätestens zum Ende des Jahres 2018 die Voraussetzungen für die Einstellung der analogen Fernsehverbreitung in den deutschen Kabelnetzen vorliegen. Nahezu alle rund 17 Millionen Kabelfernsehkunden würden dann das stetig wachsende digitale Programmangebot nutzen. Über Satellit und terrestrische Antennen sind bereits seit einigen Jahren keine analogen Fernsehprogramme mehr zu empfangen. Fernsehen über DSL-Anschlüsse (IPTV) ist ebenfalls ausschließlich digital.

    Grundlage der Prognose der führenden Interessenvertretung der deutschen Breitbandkabelbranche ist die Annahme, dass spätestens im Jahr 2018 bundesweit die zwischen Netzbetreibern, Programmveranstaltern, Medienpolitik und Wohnungswirtschaft seit vielen Jahren diskutierten Voraussetzungen für die Einstellung der analogen Verbreitung gegeben sein werden. Dazu zählt insbesondere eine ausreichend hohe Akzeptanzrate für das digitale Kabelfernsehen, das in allen deutschen Kabelnetzen verbreitet wird und den Kabelkunden mit in der Regel über 200 Programmen eine vielfach größere Programmvielfalt bei besserer Bildqualität bietet.

    Zum Ende des Jahres 2014 nutzen mehr als 70 Prozent der Kabelkunden digitale Fernsehprogramme. Das entspricht einem Zuwachs von über 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei annähernd gleichbleibenden Zuwächsen wäre im Jahr 2018 mit einer Digitalquote von deutlich über 90 Prozent zu rechnen. Damit wäre die von den Marktbeteiligten vielfach als Voraussetzung diskutierte Akzeptanzschwelle für eine Abschaltung übertroffen. Hinzu kommt, dass viele der noch analog nutzenden Kabelhaushalte bereits über ein digitaltaugliches Empfangsgerät verfügen. Diese Kundengruppe muss im Falle einer analogen Abschaltung keinerlei zusätzliche Investitionen tätigen. Nach den Angaben der Landesmedienanstalten trifft dies auf etwa die Hälfte der heute noch analog nutzenden Kabelhaushalte zu.

    Das digitale Basisangebot, das in der Regel die Anzahl analoger Programme deutlich übersteigt, ist über die deutschen Kabelnetze unverschlüsselt und gegenüber dem Analogempfang ohne Zusatzentgelte nutzbar. Das macht den Wechsel auf den digitalen Empfang besonders leicht. Durch die Einstellung der analogen Verbreitung werden umfangreiche Übertragungskapazitäten frei, die zum Vorteil der Kabelkunden und Programmveranstalter für zusätzliche digitale Fernsehprogramme in hochauflösender Bildqualität (HDTV) und noch schnelleres Breitbandinternet genutzt werden können. Kabelkunden, die bislang nur analoge Programme nutzen, müssen, wenn ihr Fernsehgerät bereits für digitalen Kabelempfang (DVB-C) geeignet ist, dieses lediglich auf Digitalempfang umstellen oder einen Sendersuchlauf durchführen. Nur wenn das Fernsehgerät sehr alt und noch nicht digitaltauglich ist, z.B. bei Röhrenfernsehern, ist eine Neuanschaffung oder aber ein zusätzliches Empfangsgerät (Set-Top-Box) erforderlich. Entsprechende Set-Top-Boxen werden bei vielen Netzbetreibern ohne Aufpreis als Bestandteil des Kabelanschlusses oder günstig zur Miete angeboten und sind auch im Handel erhältlich.

    Der Verband hat über den Zeithorizont für das Ende der analogen Verbreitung in den letzten Monaten intensive Gespräche mit Marktpartnern und Behörden geführt. ANGA-Präsident Thomas Braun: „Alles spricht dafür, dass die Voraussetzungen für einen reibungslosen Umstieg bis Ende 2018 vorliegen. Schon heute können Kabelkunden mühelos zum in jeder Hinsicht besseren digitalen Empfang wechseln. Vielen Kunden, die noch analog schauen, ist das nur nicht bewusst“.




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