Pressemitteilungen

IPTV und DVB-C: ANGA präsentiert das Beste aus beiden Welten 12. Februar 2015

Klassisches Kabelfernsehen (DVB-C) und IPTV lassen sich immer besser ergänzen, sowohl in hybriden Kabel- als auch in reinen Glasfasernetzen. Diesen Eindruck erhielten über 100 Branchenexperten, die gestern auf einem Preview-Workshop der Fachmesse ANGA COM miteinander diskutierten.

  • Workshop mit ARRIS, AVM, EWE TEL, M7 Deutschland, Ocilion, Samsung, Unitymedia KabelBW, Zattoo und 100 Branchenexperten
  • Kabelfernsehen und IPTV ergänzen sich perfekt – in Kabel- und in reinen Glasfasernetzen
  • Hybride DVB-/IPTV-Endgeräte ermöglichen effiziente Multiscreen-Angebote
  • Neue Erlösquellen durch zeitversetzte TV-Dienste (Replay TV)
  • Ausblick auf die Kongressmesse ANGA COM vom 9. bis 11 Juni 2015


Köln, 12. Februar 2015 ­ Klassisches Kabelfernsehen (DVB-C) und IPTV lassen sich immer besser ergänzen, sowohl in hybriden Kabel- als auch in reinen Glasfasernetzen. Diesen Eindruck erhielten über 100 Branchenexperten, die gestern auf einem Preview-Workshop der Fachmesse ANGA COM in Frankfurt am Main miteinander diskutierten.

Jürgen Magull, M7 Deutschland, der mit einem Überblick über die Entwicklung der Fernsehnutzung den Auftakt machte, belegte mit aktuellen Marktzahlen, dass die TV-Nutzung über Tablets und Smart Phones rasant an Bedeutung gewonnen hat. Diesem Trend müssten auch kleinere Kabelanbieter und Stadtnetzbetreiber  Rechnung tragen. IPTV sei nicht nur eine Alternative als First Screen-Angebot, sondern könne auch hervorragend DVB-C ergänzen, um die sogenannten Second Screens zu bedienen.

Daniel Hesselbarth, Unitymedia KabelBW, präsentierte den aktuellen Stand der Horizon-Plattform, die neben DVB-C auch IP-Dienste umfasst. Mit dem IP-Produkt Horizon Go wird den Kunden eine grenzenlose Unterwegs-Nutzung geboten. Verstärkt in den Blick nehme man zudem Multiroom-Lösungen. Besonders wichtig sei bei aller Art von Videodiensten die Quality of Service. Die Messlatte seien hier nach wie vor die etablierten DVB-C-Angebote des klassischen Kabelfernsehens. Dieses Niveau müssten auch IPTV-Dienste erreichen, wenn sie sich erfolgreich am Markt etablieren wollen.

Gernot Jaeger, Zattoo, stellte die B2B-Strategie des bekannten OTT-Anbieters vor. Kabel- und Stadtnetzbetreibern biete man White Label-Angebote sowohl für den First Screen als auch als Second Screen-Ergänzung eines etablierten Fernsehangebotes an. Die Netzbetreiber könnten dadurch von der langjährigen IPTV-Erfahrung von Zattoo in einem wettbewerbsintensiven Endkundenmarkt profitieren.

Hans Kühberger, Ocilion, betonte im Zusammenhang mit IPTV besonders die Marktchancen, die sich für Kabelnetzbetreiber aus netzseitigem, zeitversetztem Fernsehen ergäben. Die Erfahrungen mit sogenannten Replay-Angeboten in der Schweiz zeigten, dass damit neue Erlösquellen für die gesamte Bezugskette entstehen. Die Einführung der neuen Angebote habe dort durch eine Steigerung der Attraktivität des Kabelempfangs zu einer spürbaren Erhöhung auch der regulären Kabel-TV-Umsätze geführt, von der über Lizenzentgelte letztlich auch die Fernsehveranstalter und Verwertungsgesellschaften profitierten. Diese sollten ihre abwartende Haltung in Deutschland daher auch im eigenen Interesse schnellstmöglich aufgeben.

Heiner Meyer, EWE TEL, erläuterte den TV-Ansatz des regionalen Netzbetreibers EWE TEL, der mit Fernsehen im klassischen Kabelstandard („LWL TV“) über Glasfasernetze (FTTH) und IPTV über DSL-Anschlüsse verschiedene Technologien in einem Unternehmen verbindet. DSL-Kunden können dabei zwischen Online-TV über PCs und der TV App für Tablets und Smart Phones wählen.

Thorsten Kraus, Samsung, stellte die neusten Trends bei Endgeräten für IPTV vor. Mit der Direct2TV-Technologie stünde inzwischen auch eine Lösung ohne Set-Top-Box und SmartCard zur Verfügung.

Tim Kroll, AVM, erläuterte wie mit der jüngsten Endgerätegeneration von AVM für Kabelkunden DVB-C-Signale in IP-Streams umgewandelt werden können, um dann über WiFi mehrere Endgeräte mit Fernsehprogrammen zu versorgen. AVM setze dabei auf eine enge Abstimmung mit den jeweiligen Kabelunternehmen.

Cornel Ciocirlan, ARRIS, erläuterte wie im Zuge der Einführung von DOCSIS 3.1 das Spektrum in den Kabelnetzen effizient für IPTV genutzt werden könne. Dadurch wüchsen High Speed Data und Video over IP mit modernen Apps noch enger zusammen. Damit öffne sich zugleich eine Option zu All-IP.

Carsten Engelke, ANGA, fasste den Verlauf des Workshops zusammen: „IPTV gewinnt bei der TV-Versorgung rasant an Bedeutung. Dies zeigte auch das große Interesse an dem ANGA COM-Workshop. Bei der Einführung von IPTV neben den vorhandenen DVB-C-Diensten darf die Quality of Experience bei den Endkunden nicht leiden. Konzepte mit Unicast- und Multicast-Lösungen müssen vor der Einführung genau betrachtet werden, damit der Dienst wirtschaftlich erfolgreich implementiert werden kann. Der Trend zu All-IP mit DOCSIS 3.1 schreitet klar voran. Die Kabelnetze sind hier optimal aufgestellt.“

Die Diskussion wird auf der ANGA COM – Fachmesse und Kongress für Breitband, Kabel & Satellit – vom 9. bis 11. Juni 2015 in Köln fortgesetzt. Es liegen bereits mehr als 350 Ausstelleranmeldungen vor. Die ANGA COM wird von einer Tochtergesellschaft des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) ausgerichtet und seit vielen Jahren vom ZVEI-Fachverband Satellit & Kabel unterstützt. Zu den Kooperationspartnern zählen: BITKOM e.V., BREKO e.V., BUGLAS e.V., Deutsche TV-Plattform e.V., DVB, FTTH Council Europe, Kölner Forschungsstelle für Medienrecht,  SCTE – The Society for Broadband Professionals, Society of Cable Telecommunications Engineers, VATM e.V., VPRT e.V. und WKÖ. Sponsoringpartner der Veranstaltung sind Alcatel-Lucent, ASTRA Deutschland, AVM, NAGRA, QVC, Sky Deutschland und Unitymedia KabelBW (www.angacom.de).



Netzallianz Digitales Deutschland: ANGA fordert Fokus auf Infrastrukturwettbewerb 14. Januar 2015

  • Treffen der Netzallianz Digitales Deutschland mit EU-Kommissar Oettinger
  • ANGA fordert investitionsfreundliche Rahmenbedingungen für Netzbetreiber und deutlichen Fokus auf den Infrastrukturwettbewerb
  • ANGA begrüßt die Bündelung der Zuständigkeitsbereiche Telekommunikation, Medien und Urheberrecht bei EU-Kommissar Oettinger

Köln/Berlin, 14. Januar 2015 – Anlässlich des Treffens der Netzallianz Digitales Deutschland mit EU-Kommissar Oettinger am 14. Januar fordert der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) einen deutlichen Fokus auf den Infrastrukturwettbewerb. Dazu ANGA-Präsident Thomas Braun: „Wir brauchen Rahmenbedingungen, die sicherstellen, dass die Unternehmen auch künftig in den Netzausbau investieren können. Das muss bei der Reform des europäischen Regulierungsrahmens für die Telekommunikation klare Priorität haben. Das heißt auch, dass die Förderung von Investitionen in eigene Netze Vorrang haben muss vor neuen Zugangsansprüchen.“ 

Positiv bewertet die ANGA die Bündelung von Zuständigkeiten im Bereich von Kommissar Oettinger. Thomas Braun: „Die Konvergenz der Märkte stellt Regulierer vor ganz neue Herausforderungen, insofern ist es gut, wenn jetzt bei der EU-Kommission eine Generaldirektion für Telekommunikation, Medien und Urheberrecht zuständig ist. Die ANGA fordert seit langem eine Modernisierung des Urheberrechts; die neue Zuständigkeitsverteilung gibt die Möglichkeit, die Belange der Netzbetreiber angemessen zu berücksichtigen. Handlungsbedarf besteht vor allem in Bezug auf die schwache Rechtsposition der Infrastrukturanbieter: Neue, zeitversetzte TV-Funktionalitäten gewinnen durch das Zusammenwachsen von klassischem Fernsehen und Online rasant an Bedeutung. Die dafür erforderlichen Urheberrechte und Lizenzen müssen Netzbetreiber schnell, unbürokratisch und zu fairen Kosten erwerben können. Das ist durch den geltenden Rechtsrahmen und die zersplitterte Struktur der beteiligten Rechteinhaber bislang nicht gewährleistet.“



ANGA: Kursbuch Netzausbau ist wichtiger Schritt auf dem Weg zu flächendeckend verfügbarem und leistungsfähigem Internet 07. Oktober 2014

  • Netzallianz Digitales Deutschland verabschiedet heute Kursbuch Netzausbau
  • Teilnehmer betonen Notwendigkeit einer Breitbandstrategie für die Gigabit-Gesellschaft
  • ANGA begrüßt das einhellige Votum der Netzallianz für Dienste auf Basis von Qualitätsmerkmalen
  • ANGA fordert: Arbeit am Kursbuch fortsetzen, gemeinsam Hochgeschwindigkeitsstrategie erarbeiten, Breitbandförderung fair ausgestalten

Köln/Berlin, 7. Oktober 2014 – Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) gehört zu den Unterzeichnern des heute veröffentlichten Kursbuchs Netzausbau. Im Kursbuch haben das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), die Bundesnetzagentur und Akteure der Breitbandbranche Prinzipien und Maßnahmen vereinbart, die den Breitbandausbau in Deutschland vorantreiben sollen.

Wesentliches Ziel des Kursbuchs ist es, bis 2018 die Versorgung aller Haushalte mit Bandbreiten von 50 Mbit/s herbeizuführen. Erstmals bekennt sich die Netzallianz auch dazu, die notwendigen Grundlagen für eine künftige Internetversorgung im Gigabit-Bereich zu legen. Hierzu ANGA-Präsident Thomas Braun: „Anschlüsse mit 50 Mbit/s stellen bald nur noch die Grundversorgung sicher. Wir freuen uns, dass die Mitglieder der Netzallianz erkannt haben, dass der Ausbau höherer Bandbreiten erforderlich ist und dieses Thema angegangen wird.“

Die ANGA begrüßt außerdem die einhellige Forderung der Netzallianz, Netzbetreibern innovative Dienste auf Basis von Qualitätsmerkmalen zu ermöglichen. Thomas Braun: „Der weitere Breitbandausbau bedarf einer fairen Verteilung der Wertschöpfung zwischen Dienste- und Inhalteanbietern einerseits und Netzbetreibern andererseits. Die Netzallianz macht sich für Geschäftsmodelle stark, die weitere Investitionen in den Netzausbau sichern.“

Die Arbeit am Kursbuch soll fortgesetzt werden. Notwendig ist aus Sicht der ANGA vor allem die weitere Ausformung der Hochgeschwindigkeitsstrategie für den Netzausbau. Hier dürfe es nicht bei einer Willensbekundung bleiben, so Braun.

Diskussionsbedarf besteht für den Verband beim Thema Breitbandförderung. Es gelte, die im Kursbuch postulierte Technologieneutralität im Förderungsregime auch faktisch herbeizuführen. Außerdem fordert die ANGA, näher zu bestimmen, wie der im Kursbuch geforderte Schutz vor subventioniertem Überbau bestehender NGA-Netze praktisch sichergestellt werden kann.



ANGA-Mitgliederversammlung: Verbindung von Breitband und Medien bleibt im Fokus 24. September 2014

      • 40 Jahre ANGA – Verband ist heute die Branchenvertretung für alle Unternehmen an der Schnittstelle von Netzen und Inhalten

      • ANGA sieht sich für Zusammenwachsen von Rundfunk und Internet gut gerüstet

      • Mitgliederversammlung wählt Vorstand für die Dauer von zwei Jahren

      • Thomas Braun zum Präsidenten der ANGA wiedergewählt

      • Vizepräsidenten Dr. Manuel Cubero, Jens-Uwe Rehnig und Bernd Thielk

Köln/Berlin, 24. September 2014 – Als Vertretung der Unternehmen an der Schnittstelle von Breitbandnetzen und Medieninhalten sieht sich der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V. (ANGA) für die Zukunft inhaltlich wie personell gut aufgestellt.

Dies bestätigte ANGA-Präsident Thomas Braun anlässlich der Mitgliederversammlung und des 40-jährigen Bestehens des Verbands: „Das große Medieninteresse an Online-Videodiensten zeigt, welche Bedeutung das Zusammenwachsen von Rundfunk und Internet mittlerweile hat. Unsere Unternehmen bieten mit schnellem Breitbandinternet und erstklassigen Kabel TV-Angeboten das Beste aus beiden Welten.“ Gleichzeitig ergeben sich aus der Konvergenz neue Herausforderungen für die Kabelbranche. Thomas Braun: „Wir beobachten derzeit das Entstehen eines europäischen Telekommunikationsmarkts, den Markteintritt internetbasierter Video-Anbieter sowie eine wachsende Macht der Verwertungsgesellschaften und Programmveranstalter. Dank langjähriger Expertise rund um die Themen Medien und Breitband sind wir prädestiniert, auch in der konvergenten Medienwelt die Interessen unserer Mitglieder tatkräftig zu vertreten.“

Auf der gestrigen Mitgliederversammlung in Düsseldorf wurde der Vorstand des Verbandes für zwei Jahre gewählt. Die Mitglieder haben dabei weitgehend auf Beständigkeit gesetzt: So wurden Thomas Braun als Präsident sowie Jens-Uwe Rehnig (Rehnig BAK Kabel­fern­sehen für Deutschland) und Bernd Thielk (willy.tel) als Vizepräsidenten im Amt bestätigt. Neu zum Vizepräsidenten gewählt wurde das bisherige Vorstandsmitglied Dr. Manuel Cubero (Kabel Deutschland). Andreas Coupette (MMKS), Lutz Schüler (Unitymedia KabelBW), Jürgen Sommer (ANTEC), Herbert Strobel (ASTRO Strobel Kommu­ni­kations­systeme) und Theo Weirich (wilhelm.tel) wählte die Mitgliederversammlung erneut zu Vorstandsmitgliedern; Stefan Beberweil (Tele Columbus) und Dr. Wolf Osthaus (Unitymedia KabelBW) kommen neu hinzu. Thomas Braun: „Der ANGA-Vorstand freut sich über die Anerkennung und Bestätigung seiner Arbeit. Wir bedanken uns bei allen Mitgliedsunternehmen für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung.“

In diesem Rahmen feierte die ANGA auch ihr 40-jähriges Bestehen. 1974 von fünf Mitgliedern aus dem Bereich Antennenbau und -betrieb gegründet, hat die ANGA heute 190 Mitglieder, darunter kleine und große Netzbetreiber ebenso wie Hersteller. Mit wachsender Mitgliederzahl hat sich der Verband zu einer branchenweiten Interessenvereinigung entwickelt.

Kabelfernsehen baut Marktführung bei HDTV aus: Mehr als 3 Millionen Kunden für private HD-Angebote 09. September 2014

      • Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten: Digitale TV-Nutzung in den Kabelnetzen steigt um 7 Prozentpunkte auf 62,9 Prozent

      • Trendwende im Wettbewerb der Übertragungswege: Kabelfernsehen gewinnt an Reichweite

      • Mehr als 3 Millionen Kabelkunden empfangen die Privatsender in HD-Qualität

      • ANGA-Präsident Thomas Braun: „Fernsehsender und Rechteinhaber müssen bei technischen Restriktionen und Vergütungsforderungen Maß halten“


Köln/Berlin, 9. September 2014
– Die Akzeptanz digitaler Fernsehangebote in den Kabelnetzen ist erneut deutlich gewachsen. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten hervor: Im Juni 2014 nutzten 62,9 % der deutschen Kabel-TV-Haushalte digitale Fernsehprogramme. Dies entspricht einem Wachstum von 7 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

Besonders erfolgreich hat sich die Vermarktung von HDTV im Kabel entwickelt. Die Kabelunternehmen verzeichneten zur Jahresmitte mehr als 3 Millionen Abonnenten, die auch die HD-Programme der werbefinanzierten Privatsender empfangen. Zum Vergleich: Beim Satellitendirektempfang belief sich die zum 30. Juni veröffentlichte Zahl von zahlenden Kunden für das HD-Paket mit den privaten FreeTV-Sendern bei fast gleicher technischer Reichweite auf 1.543.404 (weitere rund 1,3 Millionen waren noch in der kostenlosen Testphase).

Insgesamt empfangen nach den Zahlen des Digitalisierungsberichts 17,85 Millionen Haushalte ihre Fernsehprogramme über einen Kabelanschluss. Damit ist der Kabelbranche eine Trendwende gelungen: Erstmals seit mehreren Jahren ist die Zahl der Kabelfernsehanschlüsse nicht mehr gefallen, sondern hat leicht zugelegt.

Thomas Braun, Präsident des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): „Das rasante Wachstum der HD-Kunden belegt eindrucksvoll die Vermarktungskraft der Kabelnetzbetreiber beim digitalen Fernsehen. Dadurch wird auch die Digitalquote insgesamt beständig steigen. Die vollständige Umstellung auf Digitalempfang kann aber nur erfolgreich sein, wenn die Fernsehsender und Rechteinhaber bei den technischen Restriktionen und Vergütungsforderungen an das klassische Fernsehen Maß halten und die Medienpolitik den passenden Rechtsrahmen setzt. Das gilt besonders in Zeiten, in denen der Wettbewerb mit online-basierten Unterhaltungsangeboten tagtäglich zunimmt.“

Europäisches Parlament vergibt Chance zur ausgewogenen Regulierung der Netzneutralität 03. April 2014

Das Europäische Parlament hat mit dem heute verabschiedeten Verordnungsentwurf für einen Digitalen Binnenmarkt die Gelegenheit versäumt, eine praxistaugliche und ausgewogene Regulierung der Netzneutralität zu schaffen.

  • Das Europäische Parlament verabschiedete am 3. März in erster Lesung einen Verordnungsentwurf zur ‚Vollendung des Digitalen Binnenmarkts‘
  • ANGA sieht erheblichen Diskussionsbedarf beim Regulierungsansatz für Netzneutralität und qualitätsgesicherte Dienste
  • Entscheidung des Parlaments positiv, beim Thema Verbraucherschutz den nationalen Besonderheiten der TK-Märkte Rechnung zu tragen
  • Weiterer Änderungsbedarf beim Kundenschutz bezüglich der Vorgaben zu Transparenz, Kündigungsfristen und Anbieterwechsel

Köln/Berlin, 3. März 2014 – Das Europäische Parlament hat mit dem heute verabschiedeten Verordnungsentwurf für einen Digitalen Binnenmarkt die Gelegenheit versäumt, eine praxistaugliche und ausgewogene Regulierung der Netzneutralität zu schaffen.

Der Verordnungsentwurf sieht zwar vor, dass es TK-Netzbetreibern freistehen soll, Endkunden qualitätsgesicherte Spezialdienste – etwa für Videokon¬ferenzen oder Gesundheitsdienste – anzubieten. Gleichzeitig hat das Europäische Parlament jedoch zahlreiche Restriktionen eingefügt, die das Angebot solcher Dienste in der Praxis erheblich erschweren würden. So ist zum einen unklar, ob TK-Netzbetreiber überhaupt entsprechende Vereinbarungen mit Inhalteanbietern abschließen dürfen. Zum anderen sollen Spezialdienste künftig nur über logisch getrennte Kapazität in den Netzen erbracht werden. Das erfordert wiederum ein Vorhalten von Kapazität, die sonstigen Anwendungen nicht zur Verfügung steht. Hierzu Dr. Andrea Huber, Geschäftsführerin des Verbandes Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): „Notwendig ist eine praxistaugliche Ausgestaltung der Regeln, um Netzneutralität zu garantieren und gleichzeitig die Entwicklung qualitätsgesicherter Dienste zu ermöglichen. Nur so können die nachhaltige Wertschöpfung in den Netzen gesichert und innovative Dienste gefördert werden.“

Positiv zu bewerten ist aus Sicht der Kabelnetzbetreiber, dass das Europäische Parlament  den Kundenschutz im TK-Markt lieber in einer nationalstaatlich auszugestaltenden Richtlinie bearbeiten möchte. Die Kommission hatte in ihrem Entwurf vom September 2013 eine europaweit unmittelbar gültige Verordnung mit dezidierten Vorgaben für Unternehmen und Regulierungsbehörden vorgesehen. In einer Richtlinie kann den Besonderheiten der nationalen TK-Märkte besser Rechnung getragen werden.

Insgesamt besteht aber auch beim Thema Kundenschutz noch erheblicher Diskussionsbedarf. Hierzu Dr. Huber: „Die im Entwurf enthaltenden Vorgaben zu Transparenz, Kündigungsfristen und Anbieterwechsel sind aufgrund existierender Vorgaben in Deutschland unnötig und führen ausschließlich zu Mehrbelastungen für die Netzbetreiber und ihre Kunden.“ Die ANGA wird sich auch nach der Europawahl intensiv an der weiteren Diskussion zum Verordnungsentwurf beteiligen.



CeBIT: ANGA begrüßt branchenübergreifende Verbändeerklärungen zur intelligenten Haus- und Heimvernetzung 10. März 2014

  • ANGA begrüßt Überreichung zweier Verbändeerklärungen zur intelligenten Haus- und Heimvernetzung an Staatssekretärin Brigitte Zypries am 10. März auf der CeBIT
  • Erklärungen sind wichtig für den wirtschaftlichen Erfolg des Connected Home und für kabelgebundenes Hochgeschwindigkeitsinternet im Gigabitbereich
  • Kongressmesse ANGA COM mit Thementag Connected Home am 22. Mai

Köln/Berlin, 10. März 2014 – Einheitliche Standards, Interoperabilität und eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur sind unerlässlich für die Etablierung des Connected Home im Massenmarkt. Daher unterstützt der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) zwei Verbändeerklärungen zur intelligenten Haus- und Heimvernetzung, die auf der CeBIT heute an Brigitte Zypries, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, überreicht werden.

Kern der „Gemeinsamen Erklärung zur zeitgemäßen informationstechnischen Infrastruktur in Neubau und bei Kernsanierung“ ist die Nutzung von fachgerecht verlegten Leerrohren sowie Hausverkabelungssystemen, die eine ausreichende Datenbandbreite für die Bedürfnisse der „Gigabit-Gesellschaft“ bereitstellen. Dabei stehen Koaxialkabel- und Glasfasernetze im Fokus. Die „Gemeinsame Erklärung zur intelligenten Heimvernetzung“ zielt auf die zukünftige Entwicklung interoperabler Standards für vernetzte Gebäude.

Beide Erklärungen sind Ergebnis eines Dialogs von Wohnungswirtschaft, Netzbetreibern, Elektroindustrie und Handwerk unter Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministeriums. Sie drücken das Interesse aller Beteiligten aus, die Grundlagen für den Erfolg des Connected Home und ein leistungsfähiges Internet bis in jede Wohnung zu schaffen.

Das Potenzial der intelligenten Gebäudevernetzung haben die Kabelnetzbetreiber frühzeitig erkannt. Hierzu ANGA-Präsident Thomas Braun: „Heimvernetzung ist für die Kabelnetzbetreiber ein wichtiger Wachstumsmarkt, in dem wir mit unserem Hochgeschwindigkeitsnetz, den gewachsenen Beziehungen zur Wohnungswirtschaft und der Erfahrung bei der Errichtung, dem Betrieb und der Instandhaltung komplexer Breitbandnetze punkten können.“

Im Rahmen der Kongressmesse ANGA COM (20. bis 22. Mai 2014 in Köln) wird das Connected Home Gegenstand eines Thementages sein, der am dritten Veranstaltungstag in Kooperation mit dem BITKOM e.V. stattfinden wird. Journalisten können sich hier akkreditieren: www.angacom.de/journalisten/akkreditierung.html.



Netzallianz: Kabelbranche fordert politischen Rückenwind für Netzbetreiber 06. März 2014

  • Anlässlich des Auftakttreffens der Netzallianz Digitales Deutschland am 7. März fordert die ANGA Rückenwind von der Breitband- und Medienpolitik.
  • Investitionsfreundliche Rahmenbedingungen statt neuer Belastungen und Abgaben für Netzbetreiber
  • Benachteiligung der Infrastruktur im Verhältnis zu den Inhalteanbietern gefährdet die Wertschöpfung in den Netzen
  • Die stark wachsende Nachfrage nach High-Speed Anschlüssen belegt den Stellenwert der besonders leistungsfähigen Breitbandkabelnetze

Köln/Berlin, 6. März 2014 – Anlässlich des Starts der Netzallianz Digitales Deutschland am 7. März fordert der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) Rahmenbedingungen, die sicherstellen, dass die Unternehmen auch künftig in den Netzausbau investieren können. Dazu gehört, dass Geschäftsmodelle jenseits der Vermarktung von Bandbreite nachhaltig möglich sein müssen. ANGA-Präsident Thomas Braun: „Immer neue Belastungen wie zusätzliche Auflagen im Bereich Kundenschutz und Tarifierung, medienpolitische Anreize für die Inhalteanbieter auf Kosten der Netzbetreiber oder die nach wie vor schwache Rechtsposition der Infrastrukturanbieter im geltenden Urheberrecht setzen ein falsches Signal.“

Die Kabelbranche ist in den letzten Jahren erheblich in Vorleistung gegangen: Über Breitbandkabelnetze konnten Ende 2013 mehr als 60 Prozent der deutschen Haushalte Hochgeschwindigkeitsinternet von 100 Mbit/s und mehr buchen. Dabei geht der Trend zu hohen Bandbreiten: Knapp 30 Prozent der ca. 5 Mio. aktiven Kabelinternetkunden nutzen 50 Mbit/s oder mehr; das ist gegenüber 2012 eine Steigerung von über 12 Prozentpunkten. Daher sollte die Politik neben dem Breitbandausbau in der Fläche gezielt auch die Weiterentwicklung besonders leistungsfähiger Netze vorantreiben. Die aktuellen Breitbandziele der Bundesregierung nehmen die zu erwartenden Entwicklungen im High-Speed-Segment noch nicht hinreichend in den Blick. Künftige Dienste werden voraussichtlich Bandbreiten jenseits der derzeit politisch geforderten 50 Mbit/s benötigen.

ANGA-Präsident Thomas Braun hierzu: „Flächendeckende Bandbreiten von 50 Mbit/s werden schon in wenigen Jahren allenfalls eine Grundversorgung sicherstellen. Über das Breitbandkabel können wir Geschwindigkeiten im Gigabit-Bereich realisieren, wenn uns die Politik genug Raum für Wertschöpfung in den Netzen lässt. Bund und Länder müssen jetzt gemeinsam die Weichen richtig stellen, damit die Netzbetreiber weiter in Hochleistungsnetze investieren können.“



ANGA Politikgespräch zum EU-Regulierungspaket „Vernetzter Kontinent“ – Mehr Zeit für politische Befassung erforderlich 31. Januar 2014

  • Vertreter von Europäischer Kommission, Europäischem Parlament, Bundesländern, Wissenschaft und den Kabelnetzbetreibern diskutierten beim 4. ANGA Politikgespräch das EU-Regulierungspaket „Vernetzter Kontinent“
  • Verordnungsentwurf der Kommission spricht viele wichtige Themen wie Netzneutralität, Frequenzen und Verbraucherschutz an
  • Mehr Zeit notwendig, um zu einem adäquateren Regulierungspaket zu gelangen und so für Investitionssicherheit im TK-Markt zu sorgen

Köln/Berlin, 31. Januar 2014 – ‚Gut Ding will Weile haben‘ – davon zeigten sich fast alle Diskutanten des 4. ANGA Politikgesprächs zum EU-Regulierungspaket „Vernetzter Kontinent“ überzeugt. Es sei besser, noch einmal intensiv in die Debatten um die weitere Harmonisierung des Telekommunikationsmarkts einzusteigen als unter Zeitdruck ein unfertiges Paket zu verabschieden.

Damit erteilten die auf dem Podium versammelten Vertreter des Europäischen Parlaments, der Bundesländer, der Wissenschaft und der deutschen und europäischen Kabelnetzbetreiber einer vorschnellen Einigung auf den vorgelegten Verordnungsentwurf eine Absage. Dagegen verteidigte die Europäische Kommission das Anliegen, das umfassende Regulierungspaket noch vor der Europawahl Ende Mai zu beschließen.

In seiner einleitenden Keynote betonte Matthias Kurth, Vorsitzender des Vorstands von Cable Europe, die weitreichenden Folgen einer unmittelbar in allen Mitgliedsstaaten gültigen Verordnung: „Ein vollständige Harmonisierung kann im besten Fall zu mehr Wettbewerb in Europa führen, im schlechtesten Fall jedoch notwendige Investitionen hemmen.“ Die anschließende Diskussion zeigte den bestehenden Gesprächsbedarf zu Themen wie Netzneutralität, Frequenzvergabeverfahren oder Verbraucherschutz auf.

Petra Kammerevert, Mitglied des Europäischen Parlaments, beschied daher: „Der Druck, der jetzt gemacht wird, ist unnötig.“ Dr. Andrea Huber, Geschäftsführerin der ANGA, hierzu: „Der Entwurf ist inhaltlich unklar und in Bezug auf Kundenschutzvorgaben unausgewogen – das hat potenziell negative Folgen auf die Investitionssicherheit für Breitbandnetzbetreiber. Die anstehende Überprüfung der europäischen TK-Richtlinien nach der Europawahl wäre der richtige Rahmen, um hier adäquate Lösungen zu finden.“



Kabelnetzbetreiber gewinnen immer mehr Kunden für digitale TV-Angebote 10. September 2013

  • Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten: Erstmals sieht mehr als die Hälfte aller Kabelhaushalte Fernsehen in digitaler Qualität
  • Anstieg der Digitalisierungsquote im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent (2011 zu 2012: +13,4 Prozent)
  • Wachsende Nachfrage nach innovativen TV-Angeboten treibt Digitalisierung im Kabel

Köln/Berlin, 10. September 2013 – Die deutschen Kabelnetzbetreiber haben den Trend hin zu stärkerer Digitalnutzung im Kabel fortgesetzt. Dies geht aus dem heute veröffentlichten Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten hervor: Erstmals sieht nun mehr als die Hälfte der deutschen Kabel-TV-Haushalte (rund 9,9 Millionen) Fernsehen in digitaler Qualität. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Digitalisierungsquote um rund 16 Prozent auf jetzt 55,9 Prozent. Von 2011 zu 2012 lag der Anstieg noch bei 13,4 Prozent. Insgesamt empfangen rund 17,7 Millionen Haushalte (46,3 Prozent) ihre Fernsehprogramme über einen Kabelanschluss. Den Satellitenempfang nutzen nach dem Digitalisierungsbericht 17,6 Millionen Haushalte (46,2 Prozent). Damit bleiben Satellit und Kabel Kopf an Kopf die wichtigsten Alternativen für den Fernsehkonsum in Deutschland.

Thomas Braun, Präsident des Verbands Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA): „Der Bericht der Landesmedienanstalten belegt, dass die digitale TV-Nutzung im Kabel deutlich an Fahrt aufgenommen hat. Aufgrund der starken Nachfrage nach innovativen TV-Angeboten und der darauf zugeschnittenen Angebote der Kabelnetzbetreiber gehen wir davon aus, dass sich dieser Trend in Zukunft nochmals verstärken wird.“

Auf besonders große Nachfrage bei den Zuschauern trifft HDTV und gilt somit als wichtigster Treiber der Digitalisierung. Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IPSOS im Auftrag der ANGA hat ergeben, dass im Juni dieses Jahres mehr als die Hälfte aller Deutschen Spielfilme oder Fernsehsendungen in der HD-Variante sahen – Tendenz steigend. Außerdem beflügeln digitale Videorekorder, Abrufdienste (Video on Demand) und Fernsehgeräte mit integriertem digitalen Kabelempfang die digitale TV-Nutzung im Kabel.



Unternavigation

Diese Rubrik hat mehrere Unterseiten.

Seite   1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9

Suche


Suche

Ansprechpartner


Jenny Friedsam
Leitung Presse und PR
Telefon: 0221 / 390 900-0
Telefax: 0221 / 390 900-99
E-Mail: jenny.friedsam(at)anga.de

9.-11. Juni 2015 | Köln Zur Website