Pressemitteilungen

Kabel-Glasfasernetze auf dem Sprung zur Gigabit-Infrastruktur 22. September 2016

  • Gigabit-Netze sind entscheidender Standortfaktor für Deutschland
  • Mit Hilfe des Gigabit-Standards DOCSIS 3.1 können die Netzbetreiber der ANGA mittelfristig fast 30 Mio. Haushalten Gigabit-Geschwindigkeiten zur Verfügung stellen
  • Aktuelle Broschüre der ANGA gibt Ausblick auf die Leistungsfähigkeit der künftigen Breitbandnetze


Köln/Berlin, 22. September 2016 – Die Netzbetreiber der ANGA werden mittelfristig fast 30 Mio. Haushalten in Deutschland einen Zugang zu Gigabit-Anschlüssen verfügbar machen können. ANGA-Präsident Thomas Braun: „Die Aufrüstung der Netze mit dem neuen Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 wird Gigabit-Geschwindigkeiten im Up- und Download erlauben. Damit werden unsere Unternehmen in der Lage sein, ihren Kunden in den nächsten Jahren Produkte mit sehr hohen Geschwindigkeiten anzubieten.“

Denn die Nachfrage nach Hochgeschwindigkeitsinternet steigt: Anwendungen wie Ultra HD-Streaming oder Virtual Reality werden den Breitbandbedarf weiter in die Höhe treiben. Auch wer Industrie 4.0, das Internet der Dinge oder vernetzte Mobilität verwirklichen will, braucht schnelle und verlässliche Netze. TK-Branche und Politik diskutieren daher intensiv, wie eine Breitbandstrategie für die Gigabit-Gesellschaft aussehen sollte.

In einer aktuellen Broschüre beantwortet die ANGA die wichtigsten Fragen rund um die Leistungsfähigkeit der HFC-Breitbandnetze. Sie erklärt, wie die weitere Aufrüstung der Netze Gigabit-Bandbreiten ermöglichen wird und dass zukünftig sogar symmetrische Bandbreiten im zweistelligen Gigabit-Bereich zu erwarten sind. Sie geht aber auch der Frage nach, welche technischen und ökonomischen Herausforderungen zu meistern sind, damit in Deutschland Gigabit-Netze entstehen, und wie die Politik dies unterstützen kann.

Thomas Braun: „Die ANGA steht für Infrastrukturwettbewerb und Investitionen in eigene Netze, um so den Ausbau von Gigabit-Netzen im Wettbewerb voranzutreiben. Von der Politik brauchen wir dafür einen verlässlichen, investitionsfreundlichen Regulierungsrahmen und einen klaren Fokus auf den Infrastrukturwettbewerb.“

Die Broschüre „Das Breitbandkabel auf dem Sprung zur Gigabit-Infrastruktur“ steht digital auf der ANGA-Webseite zur Verfügung: www.anga.de/infothek/marktdaten-studien.



ANGA begrüßt Fokus der EU auf Gigabitnetze 15. September 2016

  • Fokus auf Gigabitgeschwindigkeiten in der Breitbandpolitik geht in die richtige Richtung
  • Investitionsfreundliche Regulierung ist Voraussetzung für eigenwirtschaftlichen Ausbau von Gigabitnetzen


Köln/Berlin, 15. September 2016 – In dem gestern veröffentlichten Entwurf eines Europäischen Regelwerks für die elektronische Kommunikation sieht die ANGA sowohl positive als auch kritische Ansätze. ANGA-Geschäftsführerin Dr. Andrea Huber kommentiert den Entwurf: „Wir begrüßen den Fokus der Kommission auf Gigabitgeschwindigkeiten, wie sie über Kabelnetze (HFC) und Glasfasernetze (FTTB/H) sowie 5G Mobilfunknetze möglich sind. Wichtig ist, dass der Regulierungsrahmen auch künftig technologieneutral ausgestaltet bleibt. Die grundsätzliche Beibehaltung der Zugangsregulierung marktbeherrschender Anbieter ist der richtige Ansatz. Das gilt insbesondere für die neu geschaffene Möglichkeit, eigene Infrastrukturen mithilfe der Nutzung der passiven Infrastrukturen des marktbeherrschenden Unternehmens wie z.B. Leerrohren auszubauen. Denn eigenwirtschaftliche Investitionen in den Netzausbau erfordern eine investitionsfreundliche Regulierung.“

Die ANGA begrüßt, dass künftig rein internetbasierte Anbieter (Over-the-Top, „OTT“) bestimmten Regularien unterworfen werden sollen, wenn ihre Dienste mit denen von TK-Anbietern mit eigenen Netzen vergleichbar sind. Allerdings schlägt die Kommission auch neue Vorgaben im Bereich des Verbraucherschutzes vor, die kritisch zu sehen sind. 

„Die Netzbetreiber der ANGA sind mit ihren Angeboten für schnelles Internet ein wesentlicher Treiber der Gigabit-Gesellschaft. Wir werden den Vorschlag der Kommission im Detail prüfen und in der jetzt beginnenden Diskussion auf europäischer Ebene die Interessen der Netzbetreiber einbringen, die in Gigabit-Netze investieren“, so Andrea Huber abschließend.



Vorfahrt für Gigabit-Anschlüsse in Deutschland Führende Telekommunikationsverbände fordern Gesamtstrategie der Bundesregierung für die Gigabit-Gesellschaft 07. September 2016

Berlin, 7. September 2016. Haushalte und Unternehmen in Deutschland benötigen nach Auffassung der führenden Telekommunikationsverbände ANGA, BREKO, BUGLAS und VATM sowie des FTTH Council Europe bis spätestens 2025 im Festnetz wie für die mobile Nutzung Gigabit-Bandbreiten. Diese müssen sowohl in dichter besiedelten Regionen wie auch im ländlichen Bereich zur Verfügung stehen. Gigabitfähig sind im Festnetz Glasfasernetze, die bis in die Gebäude (FTTB Ethernet oder G.Fast) oder bis in die Wohnung (FTTH) reichen, sowie Kabelnetze (HFC) auf Basis des neuen Übertragungsstandards DOCSIS 3.1, im Mobilfunk die Netze der 5. Generation (5G).

Anlässlich ihres heute in Berlin stattfindenden zweiten Breitbandsymposiums „Der Weg in die Gigabit-Gesellschaft“ sprechen sich die Verbände in einem gemeinsamen Thesenpapier für eine konsistente Gigabitstrategie der Bundesregierung aus, die die Breitbandpolitik über 2018 hinaus fortentwickelt und auf nachhaltigem Wettbewerb als zentraler Grundlage aufsetzt. Sie hatten bereits im vergangenen Jahr mit ihrer gemeinsamen Initiative Impulse für eine Neujustierung der deutschen Breitbandpolitik gegeben. Der bereits seinerzeit bestehende Handlungsdruck hat sich nach Auffassung der fünf Verbände angesichts der Entwicklungen der vergangenen Monate und des anstehenden Wahljahres 2017 weiter verstärkt. Ein Beharren der Bundesregierung auf den bisherigen Zielen der Breitbandpolitik könne daher für die stärkste Volkswirtschaft Europas keine Alternative sein.

„Wir erleben gerade eine digitale Revolution. Bald werden nicht mehr nur unsere Smartphones und Tablets, sondern im Grunde alles, was wir nutzen – von Autos, Ampeln bis hin zu Kühlschränken – von der Verfügbarkeit extrem hochleistungsfähiger Internetverbindungen abhängen“, sagt Erzsebet Fitori, Director General des FTTH Council Europe. „Gigabitnetze werden im Alltag der Menschen und der Unternehmen unerlässlich sein. Ohne sie wird die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft leiden.” Und es geht dabei nicht nur um die Bandbreiten, sondern auch um zusätzliche Qualitätsparameter wie beispielsweise Latenz, Paketverlust und Verfügbarkeit, fügt sie hinzu. „Glasfaserbasierte Netzanbindungen sind die Grundlage für das Digitale Zeitalter. Deshalb sollte der Ausbau im Wettbewerb ganz oben auf der politischen Agenda stehen”, bekräftigt Fitori.

„Über VDSL und Vectoring angebotene Bandbreiten und Qualitätsparameter reichen bestimmten Nutzergruppen schon heute nicht mehr aus“, unterstreicht VATM-Präsident Martin Witt. „Dieses Nachfrage-Segment, das belegen aktuelle Studien des WIK, wird in den kommenden Jahren durch die weiter zunehmende Digitalisierung und Vernetzung erheblich anwachsen. Wenn wir den Bandbreiten-Bedarf und die Nachfrage nach anderen Qualitätsparametern auch künftig abdecken wollen, müssen wir den Ausbau der Gigabit-Netze erheblich beschleunigen, und zwar im Wettbewerb.“ Die alternativen Netzbetreiber bauten, so Witt, hierzulande bereits heute etwa dreimal so viel an zukunftsfähigen Kommunikationsinfrastrukturen aus, die Gigabit-Bandbreiten ermöglichen, als dies durch den Ex-Monopolisten erfolge.

ANGA-Vorstandsmitglied Dr. Wolf Osthaus betont die Bedeutung privatwirtschaftlicher Investitionen für den Netzausbau und fordert deshalb einen investitionsfreundlichen Ordnungsrahmen: „Infrastrukturwettbewerb bleibt der wichtigste Antrieb für einen effizienten Ausbau, bestmögliche Anschlussqualität beim Kunden und die Entwicklung innovativer Dienste. Die alternativen TK-Anbieter investieren jährlich rund 4,2 Mrd. Euro in ihre Netze. Die Politik sollte daher auch zukünftig auf Wettbewerb und eigenwirtschaftlichen Ausbau von Gigabit-Netzen setzen.“

„Wir brauchen in Deutschland schnellstmöglich über das Jahr 2018 hinausreichende, ehrgeizige Infrastrukturziele“, macht BUGLAS-Vorstandsmitglied Patrick Helmes klar. „Dabei kommt der Glasfaser als Basis-Infrastruktur die zentrale Rolle zu. Sie muss unabhängig von der jeweiligen Anschlusstechnologie so flächendeckend wie möglich ausgerollt werden. Eine nachhaltige Gigabit-Strategie unterscheidet auf Basis verlässlicher Leitlinien sinnvolle Zwischenschritte auf diesem Weg von Übergangslösungen, die den Investitionswettbewerb behindern oder verzögern.“ Langfristigen Ausbauzielen und nachhaltigem Wettbewerb sei eindeutiger Vorrang einzuräumen, damit die deutsche Wirtschaft wettbewerbsfähig bleiben und die Chance der Digitalisierung für Unternehmen ebenso wie für die Bevölkerung genutzt werden könne.

Für die Beibehaltung der SMP-Regulierung („significant market power“ – Regulierung des marktbeherrschenden Unternehmens) und einen stabilen und langfristig angelegten Regulierungsrahmen spricht sich BREKO-Vorstandsmitglied Karsten Schmidt aus. „Nicht nur in Deutschland, sondern gerade auch auf EU-Ebene brauchen wir ein klares Bekenntnis zu Wettbewerb und zum Ausbau Gigabit-fähiger Netze im Rahmen der Überarbeitung des europäischen TK-Rechtsrahmens.“ Äußerst kritisch sieht Schmidt, dass die alternativen TK-Netzbetreiber durch das weitgehende exklusive Ausbaurecht für Vectoring im Nahbereich zugunsten des Ex-Monopolisten aus der eigenen Wertschöpfung gedrängt und stattdessen auf virtuelle Vorleistungsprodukte verwiesen werden: „Damit wird der Infrastrukturausbau im Wettbewerb in keiner Weise gefördert. Der Wegfall des physischen Zugangs zur letzten Meile ist nach heutigem Stand nicht zu kompensieren.“

Die Förderpolitik in Deutschland bedarf nach Auffassung der Verbände einer neuen Grundlage. So sprechen sich Fitori, Witt, Osthaus, Helmes und Schmidt dafür aus, Gigabit-fähige Technologien und Betreibermodelle in Förderverfahren zu bevorzugen und eine Überbauung vorhandener NGA-Netze mit Hilfe von Fördermitteln zu verhindern. Die Verbände begrüßen einhellig die explizite Aufnahme des Anschlusses von Gewerbegebieten in den Förderkanon mit Gigabit-Bandbreiten, kritisieren aber, dass genau dies in Brüssel nicht notifiziert wurde. So scheitere auch hier eine Gigabit-Förderung dort, wo 0,03 Gigabit/Sekunde erreicht würden. Da es sich bei den Fördergeldern um Mittel der öffentlichen Hand handele, sei die Wirksamkeit der Programme auf Bundes- und Landesebene in einem transparenten Monitoring nachzuverfolgen.

Die Verbände bewerten die Absicht der EU positiv, sogenannte Over-the-top-Dienste (OTTs, zum Beispiel Messenger-, Streaming- oder Videotelefonie-Dienste) für die Chancengleichheit auf der Dienste-Ebene – also in den Bereichen Kunden- und Datenschutz sowie öffentliche Sicherheit – in die Regulierung mit einzubeziehen. Die Schaffung gleicher Regeln für vergleichbare Dienste dürfe jedoch nicht zu einer Deregulierung des Netzzugangs missbraucht werden. Schließlich seien die OTTs in Deutschland nicht auf der Netzebene präsent und träten somit hier auch nicht in Wettbewerb mit den TK-Netzbetreibern.

Mit ihrem gemeinsamen Thesenpapier und dem 2. Symposium Breitbandpolitik wollen die beteiligten Verbände Impulse für die breitbandpolitischen Zielsetzungen im Wahljahr 2017 setzen.

Pressekontakte:

ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.
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Nibelungenweg 2, 50996 Köln
Tel.: +49 221 390 900-0
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BREKO – Bundesverband Breitbandkommunikation e.V.
Marc Kessler, Leiter Presse-/Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederkommunikation
- Hauptstadtbüro -
Invalidenstr. 91, 10115 Berlin
Tel.: +49 30 58 58 0 - 411
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Internet: www.brekoverband.de

BUGLAS Bundesverband Glasfaseranschluss e. V.
Wolfgang Heer, Geschäftsführer
Bahnhofstraße 11, 51143 Köln
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FTTH Council Europe
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4 rue de la Presse, 1000 Brussels, Belgium
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Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) e. V.
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Digitale Nutzung im Kabel steigt weiter 06. September 2016

  • Digitalquote im Kabel steigt um 10 Prozentpunkte auf jetzt 82,1 Prozent
  • Wachsende Attraktivität von Abrufdiensten wird die Nachfrage nach hohen Bandbreiten im Kabel weiter treiben
  • Änderungen im Urheberrecht sind erforderlich, um zeit- und ortsunabhängiges Fernsehen zu ermöglichen und so die Nachfrage nach individualisiertem TV-Konsum zu befriedigen


Köln/Berlin, 6. September 2016 – Die Nutzung digitaler Angebote im Kabelfernsehen ist erneut deutlich gestiegen: Nach dem heute veröffentlichten Digitalisierungsbericht der Landesmedienanstalten liegt die Digitalnutzungsquote im Kabel jetzt bei 82,1 Prozent, das sind 10 Prozentpunkte mehr als 2015. ANGA-Präsident Thomas Braun kommentiert das positive Ergebnis: „Unsere digitalen Angebote haben auch dieses Jahr wieder viele Kunden davon überzeugt, auf den digitalen Empfang umzusteigen. Diese Entwicklung bestätigt unsere Prognose aus dem letzten Jahr, wonach spätestens Ende 2018 eine Digitalquote von deutlich über 90 Prozent erreicht sein wird. Damit wäre die von den Marktbeteiligten vielfach als Voraussetzung diskutierte Akzeptanzschwelle für eine Abschaltung übertroffen.“

Die Nutzung von Abrufdiensten ist nach Aussage der Landesmedienanstalten ebenfalls deutlich gestiegen. Bei jüngeren Nutzern liegen sie bereits gleichauf mit klassischem TV. Aber auch die anderen Altersgruppen haben nachgezogen. Für Kabelnetzbetreiber ergibt sich daraus zum einen eine weiter wachsende Nachfrage nach schnellen Breitbandanschlüssen. Zum anderen sieht der Verband Handlungsbedarf für die Politik. „Der Digitalisierungsbericht belegt eindrucksvoll das steigende Interesse an individualisiertem TV-Konsum. Umso wichtiger ist es, im Urheberrecht endlich die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass zeit- und ortsunabhängiges Fernsehen auch in Deutschland marktfähig wird,“ so Thomas Braun.



Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber: Abschlussbericht der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz kann nur erster Schritt sein 17. Juni 2016

  • Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) sieht weiteren Diskussionsbedarf bei der Überarbeitung der Plattformregulierung
  • Rundfunkregulierung darf nicht undifferenziert auf eine große Anzahl neuer Angebote ausgedehnt werden
  • Forderung nach der Möglichkeit eines Entgelts für Übertragungspflichten geht in die richtige Richtung

Köln/Berlin, 17. Juni 2016 – Gestern haben die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten der Länder gemeinsam mit der Bundeskanzlerin den Abschlussbericht der Bund-Länder-Kommission zur Medienkonvergenz angenommen. Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) findet in dem Bericht wichtige Ansätze, die jedoch zum Teil noch weiter ausgeführt werden müssen. Hierzu ANGA-Geschäftsführerin Dr. Andrea Huber: „Wir unterstützen die Grundsätze von Transparenz, Diskriminierungsfreiheit, Chancengleichheit und vor allem Nutzerautonomie, die der Bericht festschreibt. Damit lassen sich auch in einer konvergenten Medienwelt Fragen von Zugang und Auffindbarkeit angemessen regeln. Einer darüber hinausgehenden Privilegierung bestimmter Inhalte bedarf es nicht.“

Huber sieht nach wie vor Diskussionsbedarf im Hinblick auf den Anwendungsbereich des Rundfunkstaatsvertrags: „Der Abschlussbericht schlägt eine sehr weite Definition von Medienplattformen vor. Somit stellt sich künftig die Frage, wie man den Anwendungsbereich des Rundfunkstaatsvertrags sinnvoll abgrenzt. Plattformbetreiber brauchen Rechtssicherheit, welche ihrer aktuellen und zukünftigen Angebote dem Rundfunkrecht unterfallen. Gleichzeitig müssen Navigationsoberflächen, die aus Sicht der Nutzer vergleichbare Funktionen bieten, zur Sicherung der Chancengleichheit auch vergleichbaren Regelungen unterliegen, und zwar unabhängig von zu Grunde liegenden Infrastrukturen und Übertragungswegen. Hier müssen wir mit den Ländern sprechen, wie das sichergestellt werden kann.“

Ausdrücklich begrüßt der Verband, dass Bund und Länder die grundsätzliche Möglichkeit vorsehen wollen, ein angemessenes Entgelt für Übertragungspflichten vertraglich zu vereinbaren. „Wichtig ist, dass sich diese Forderung dann auch in konkreten gesetzgeberischen Maßnahmen niederschlägt“, so Huber.

 

Deutschland jetzt auf den Weg zur Gigabit-Gesellschaft bringen Gemeinsame Pressemitteilung 15. Juni 2016

Führende Telekommunikationsverbände in der Netzallianz fordern Neuausrichtung der Breitbandpolitik zur Schaffung leistungsfähiger Gigabit-Netze – Breitbandziele 2018 reichen nicht aus

Berlin, 15. Juni 2016. Die führenden deutschen Telekommunikationsverbände ANGA, BREKO, BUGLAS und VATM begrüßen die für heute in der Netzallianz von Bundesminister Alexander Dobrindt vorgesehene Verabschiedung des Kursbuches 2016 in weiten Teilen und sehen Deutschland auf einem guten Weg, die von der Politik angestrebte flächendeckende 50-Mbit/s-Versorgung bis 2018 weiter spürbar voranzubringen. Die Verbände sehen aber die Notwendigkeit, gerade in der Netzallianz unverzüglich die Weichen für den Übergang in die Gigabit-Welt richtig zu stellen, damit der bereits mittelfristig notwendige Aufbau nachhaltiger, gigabitfähiger Infrastrukturen gelingt und Fördermittel in Milliardenhöhe nicht fehlgeleitet wer-den.

Wenn man international konkurrenzfähige Gigabit-Netze zur Verfügung haben möchte, muss man nun unmittelbar mit den entsprechenden Planungen beginnen. Politik und Wirtschaft müssen heute über die Rahmenbedingungen sprechen, die zukünftig auf der Basis hochleistungs- und zukunftsfähiger Gigabit-Netze die Entwicklung von Anwendungen wie autonomes Fahren, Landwirtschaft 4.0 oder Ultra-HD-TV in 8k ermöglichen.

Gigabit-Netze werden von entscheidender Bedeutung für Unternehmen, Privatkunden und die gesamte Gesellschaft sein. Die Nachfrage nach Bandbreite wächst kontinuierlich und die schon heute deutlich absehbaren Anforderungen an Geschwindigkeit und Qualität können nur durch diese zukunftssicheren Gigabit-Kommunikationsinfrastrukturen erfüllt werden. Dabei wird sich Deutschland keinesfalls an durchschnittlichen Anforderungen orientieren können, wenn es in Europa zur Spitze der Wirtschaftsstandorte gehören will und Arbeitsplätze langfristig gesichert werden sollen. Damit Bürger und Unternehmen zukünftig Festnetz und Mobilfunk in 5G-Qualität im optimalen Technologiemix nutzen können, wird ein klares Bekenntnis zum vorrangigen Ausbau von Gigabit-Netzen benötigt:

  • Die Kabelnetze werden mit dem neuen Übertragungsstandard DOCSIS 3.1 und der sogenannten Full-Duplex-Technologie Gigabit-Anschlüsse mit symmetrischen Band-breiten im zweistelligen Bereich erreichen.
  • Fiber to the Building (FTTB) erzielt im Zusammenspiel mit G.fast ebenso hohe Bandbreiten.
  • Fiber to the Home (FTTH) – Glasfaser bis direkt in die Wohnung – wird Bandbreiten im Bereich mehrerer Terabit pro Sekunde ermöglichen.
  • Glasfaserausbau bis zu den Mobilfunk-Basisstationen schafft die Voraussetzungen für 5G und damit ebenfalls im Gigabit-Bereich bei geringsten Übertragungszeiten (Latenz), die für viele Anwendungen in Wirtschaft und Gesellschaft von größter Bedeu-tung sein werden.

Die an der Netzallianz beteiligten Verbände ANGA, BREKO, BUGLAS und VATM und ihre Mitgliedsunternehmen sind sich darin einig, dass der dafür notwendige Breitbandausbau nur im Wettbewerb gelingen kann. Hierfür die richtigen Anreize zu setzen, muss aus Sicht der vier Verbände jetzt die Aufgabe der Politik sein. Die Schaffung neuer Monopole in Bereichen des nicht zukunftsfähigen Kupfernetzes setzt dagegen ebenso die falschen Anreize wie ein staatlich angeordneter Überbau von Gigabit-Netzen (FTTB, FTTH, HFC) durch leistungsschwä-chere Infrastruktur.

„Wir brauchen ein klares politisches Ziel und eine entsprechende Strategie, damit wir 2025 in Deutschland Gigabit-Netze haben, die dringend benötigt werden“, appellieren die Verbands-präsidenten Thomas Braun (ANGA), Norbert Westfal (BREKO), Jens Prautzsch (BUGLAS) und Martin Witt (VATM).

Pressekontakte:

ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e. V.
Jenny Friedsam, Leitung Presse & PR
Nibelungenweg 2, 50996 Köln
Tel.: +49 221 390 900-0
Fax: +49 221 390 900-99
E-Mail: jenny.friedsam@anga.de
Internet: www.anga.de

BREKO – Bundesverband Breitbandkommunikation e. V.
Marc Kessler, Leiter Presse-/Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliederkommunikation
- Hauptstadtbüro -
Invalidenstr. 91, 10115 Berlin
Tel.: 030 / 58 58 0 - 411
Fax: 030 / 58 58 0 - 412
E-Mail: kessler@brekoverband.de
Internet: www.brekoverband.de

BUGLAS Bundesverband Glasfaseranschluss e. V.
Wolfgang Heer, Geschäftsführer
Bahnhofstraße 11, 51143 Köln
Tel.: +49 2203 20210-10
Fax: +49 2203 20210-88
E-Mail: heer@buglas.de
Internet: www.buglas.de

Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) e. V.
Corinna Keim, Leiterin Kommunikation und Presse
Frankenwerft 35, 50667 Köln
Tel.: 0221 / 37677 – 23
Fax: 0221 / 37677 – 26
E-Mail: ck@vatm.de
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Kabelnetzbetreiber gewinnen 600.000 Breitbandinternetkunden hinzu 25. April 2016

  • Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) veröffentlicht aktuelle Branchenzahlen für den Breitbandinternet- und Kabelfernsehmarkt
  • Kabelinternet dank weiträumiger Verfügbarkeit und hoher Bandbreiten bei Kunden immer beliebter; rund ein Drittel bucht Produkte mit 100 MBit/s und mehr
  • Kabelnetzbetreiber mit stabilem Kabelfernsehgeschäft und Wachstum bei Pay-TV


Köln/Berlin, 25. April 2016 – Die deutschen Kabelnetzbetreiber gewannen im vergangenen Jahr rund 600.000 Internetkunden hinzu und versorgen aktuell 6,6 Mio. Haushalte in Deutschland mit Hochgeschwindigkeitsinternet. Das geht aus Branchenzahlen hervor, die der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) heute veröffentlicht hat. Kabelkunden buchen demnach besonders hohe Bandbreiten: Aktuell fragt schon jeder Dritte Kabelinternetkunde Anschlüsse mit 100 MBit/s und mehr nach.

Hierzu ANGA-Präsident Thomas Braun: „Mit Angeboten von bis zu 400 MBit/s und einer Verfügbarkeit in 72 Prozent der Haushalte bleiben die Kabelnetzbetreiber im Breitbandinternetmarkt auch 2016 auf der Überholspur. Der kommende Standard DOCSIS 3.1 wird die Leistungsfähigkeit der Kabelnetze ab 2017 noch einmal deutlich erhöhen.“

Steigende Zahlen vermelden die Kabelnetzbetreiber auch bei der Nachfrage nach Pay-TV. Gegenüber dem Vorjahr entschieden sich weitere 260.000 Haushalte für kostenpflichtige zusätzliche Programmpakete; insgesamt ein Zuwachs von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Kabelfernsehhaushalte ist mit 17,9 Millionen weitestgehend stabil geblieben.

„Die Kabelnetzbetreiber können mit dem Jahr 2015 sehr zufrieden sein. Wir konnten uns im Fernsehmarkt gegen die neue onlinebasierte Konkurrenz behaupten und haben im Breitbandmarkt noch einmal deutlich zugelegt, insgesamt ein gutes Ergebnis“, so Braun resümierend.

Die Branchenzahlen wurden in zwei Faktenblättern veröffentlicht. Sie stehen Ihnen auf der Website www.anga.de zum Download bereit.



ANGA, Bitkom und ZVEI positionieren sich gemeinsam für eine innovationsfreundliche und nutzerorientierte Medienregulierung 16. März 2016

Berlin und Frankfurt am Main – Das Symposium der Direktorenkonferenz der Landesmedienanstalten setzt sich dieses Jahr mit der Frage auseinander, wie der Zugang zu Medien künftig reguliert werden sollte. Anlässlich dieser Veranstaltung fordern ANGA Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V., Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien e.V. (Bitkom) und ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., auf eine Ausweitung der Plattformregulierung zu verzichten. Insbesondere eine Regelung, nach der Plattformbetreiber eine privilegierte Auffindbarkeit bestimmter Inhalte sicherstellen müssten, lehnen sie ab.

Digitalisierung und Konvergenz bieten aus Sicht von ANGA, Bitkom und ZVEI zahlreiche Chancen für Inhalteanbieter und einen Souveränitätsgewinn für die Zuschauer. Die Wahlfreiheit des Nutzers hinsichtlich der Endgeräte, Empfangswege und Anwendungsszenarien war nie größer als heute – Anbieter von Benutzeroberflächen konkurrieren um die Nutzer. Eine Privilegierung bestimmter Inhalte oder Dienste steht im Widerspruch zur Chancengleichheit und Medienpluralität und droht, die Nutzersouveränität zu beeinträchtigen.

Carine Chardon, Leiterin Medienpolitik und Medienrecht, ZVEI-Fachverband Consumer Electronics: „Für die Gerätehersteller ist maßgeblich, dass der Nutzer eine größtmögliche Vielfalt an Inhalten jederzeit leicht findet. Die Mechanismen zur Suche und die Darstellung von Inhalten befinden sich im stetigen Wandel. Strikte Vorgaben an die Benutzeroberflächen über ein strukturelles Auffindbarkeitsgebot hinaus sind kontraproduktiv und hemmen die Innovationsdynamik.“

Der Zuschauer ist nach Auffassung der drei Verbände als mündiger medialer Nutzer in der Lage, die ihm zur Verfügung stehenden Instrumente frei und zweckmäßig zu verwenden. „Die Digitalisierung der Gesellschaft führt zu einem Mehr an Vielfalt und zu einem Souveränitätsgewinn für den Nutzer audiovisueller Medien. Der Nutzer ist heute in der Lage, das vielfältige Programmangebot flexibel über verschiedene Übertragungswege und Endgeräte und damit selbstbestimmter als zu Zeiten der analogen TV-Welt zu nutzen“, so Dr. Joachim Bühler, Mitglied der Bitkom-Geschäftsleitung.

Der Ausgangspunkt für die Plattformregulierung – knappe Übertragungskapazitäten und damit verengte Zugänge zu Infrastrukturen – besteht heute nicht mehr. Dr. Andrea Huber, Geschäftsführerin der ANGA: „Wachsende Übertragungskapazitäten und die steigende Zahl an Plattformen ermöglichen es heute jedem Kunden, auf alle Inhalte zuzugreifen.“

Die Presseinformation sowie das gemeinsame Positionspapier von ANGA, Bitkom und ZVEI finden Sie hier: www.zvei.org

Ansprechpartner:
ANGA
Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber e.V.
Jenny Friedsam | Leiterin Presse & PR
Telefon: +49 221 390 9000 
E-Mail: jenny.friedsam@anga.de

Bitkom
Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien e.V.
Marie-Teresa Weber | Referentin Verbraucherrecht & Medienpolitik
Telefon: +49 30 27576-221
E-Mail: mt.weber@bitkom.org

ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.
Stella Loock | Referentin Kommunikation und Marketing
Telefon: +49 69 6302-257
E-Mail: loock@zvei.org



Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber: Transport von Inhalten muss angemessen vergütet werden 19. Januar 2016

  • ANGA begrüßt die Positionierung der Netzallianz Digitales Deutschland zu Einspeiseentgelten
  • Aufgabe der Länder ist es, eine angemessene Kompensation im Einklang mit europäischen Richtlinien vorzusehen
  • ANGA fordert Dialog mit den Ländern über die Umsetzung des Vorschlags der Netzallianz


Köln/Berlin, 19. Januar 2016 – Der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) begrüßt die gemeinsame Erklärung zu Einspeiseentgelten, auf die sich die in der Netzallianz vertretenen Unternehmen und Verbände mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) geeinigt haben. In der Erklärung werden die Länder aufgefordert, die Entgeltlichkeit von gesetzlichen Übertragungspflichten (sog. Must Carry-Inhalte) festzuschreiben.

„Dass der Transport von Inhalten angemessen vergütet werden muss, ist eine Selbstverständlichkeit und wird von uns und unseren Mitgliedern seit langem gefordert“, so ANGA-Präsident Thomas Braun. „Wir freuen uns, dass das BMVI dieses Anliegen unterstützt und setzen darauf, dass es diese Forderung gegenüber den Ländern jetzt auch aktiv vorantreiben wird.“

Die europäische Universaldienstrichtlinie eröffnet den Mitgliedstaaten die Möglichkeit, ein angemessenes Entgelt für den Transport von Must Carry-Inhalten festzulegen. Eine entsprechende Regelung in Deutschland müsste auf Ebene der Länder erfolgen.



ANGA-Politikgespräch: Neues Fernsehen braucht neues Urheberrecht! 26. November 2015

  • ANGA-Politikgespräch mit GVL, ProSiebenSat.1, Zattoo, ZDF und MdB Christian Flisek
  • Studie zum Medienkonsum der Zukunft: Trend zur orts- und zeitunabhängigen Nutzung von Videoinhalten wächst rasant
  • ANGA setzt auf zeitversetztes Fernsehen und erleichterten Lizenzerwerb
  • ANGA, Zattoo und ZDF fordern technologieneutrale Ausweitung der für die Kabelweitersendung geltenden Verfahrensvorschriften im Urheberrecht


Köln/Berlin, 26. November 2015 – „Neues Urheberrecht für neues TV?“, unter diesem Titel diskutierte der Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA) am 24. November in Berlin über Modernisierungsbedarf im Urheberrecht. Im Vordergrund standen dabei neue IP-basierte und zeitversetzte Fernsehangebote.

Nach der Vorstellung der Studie „Kursbuch Medienkonsum der Zukunft“ durch Prof. Dr. Klaus Goldhammer diskutierten auf dem Podium Dr. Niklas Brambring, CEO Zattoo, Christian Flisek, MdB und Berichterstatter der SPD-Bundestagsfraktion für das Urheberrecht, Dr. Tilo Gerlach, Geschäftsführer der Verwertungsgesellschaft GVL, Felix Mai, Justitiariat ZDF, Dr. Michael Müller, Senior Vice President Distribution von ProSiebenSat.1 Media und Dr. Peter Charissé vom gastgebenden ANGA-Verband über die Auswirkungen auf die etablierten Plattformen und die Schlussfolgerungen für die urheberrechtlichen Rahmenbedingungen.

Nach den Umfragen im Rahmen der Studie hat sich der Trend zur orts- und zeitunabhängigen Nutzung von Videoinhalten deutlich bestätigt. ANGA-Geschäftsführer Dr. Peter Charissé warb in der Diskussion dafür, auf die Konkurrenz durch globale Online-Plattformen nicht nur mit eigenen Video on Demand-Angeboten ähnlicher Art zu reagieren. Auch das lineare Fernsehangebot müsse durch neue zeitversetzte Funktionalitäten aufgewertet werden. Vom Gesetzgeber forderten ANGA, ZDF und Zattoo einhellig eine technologieneutrale Ausweitung der für die Kabelweitersendung geltenden Vorschriften für den Rechteerwerb.

Gesetzgeberischen Handlungsbedarf gibt es auch bei zeitversetzten TV-Funktionalitäten, denn hier besteht ebenfalls eine starke Rechtezersplitterung. Lizenzen müssen von einer unüberschaubaren Vielzahl von Rechteinhabern erworben werden, was das Risiko von Blockaden dieser neuen Angebotsformen erhöht. Davor würde eine obligatorische kollektive Rechtewahrnehmung schützen, die sich beim klassischen Kabelfernsehen über viele Jahre bewährt hat: Der Gesetzgeber sollte die gebündelte Lizensierung aller notwendigen Rechte über Verwertungsgesellschaften entsprechend erweitern. Das würde die Einführung neuer TV-Funktionalitäten wie zeitversetztes Fernsehen und netzseitige Videorekorder erheblich erleichtern.

Im Rahmen der laufenden Novelle der Satelliten- und Kabelrichtlinie und des Verwertungsgesellschaftengesetzes hat die ANGA der EU- und der deutschen Gesetzgebung folgende Vorschläge gemacht:

1. Kabelweitersendung: Technologieneutrale Ausgestaltung der Vorschriften in der EU-Richtlinie und in § 20b des Urheberrechtsgesetzes
2. Zeitversetztes Fernsehen: Gebündelten Rechteerwerb ohne Blockaderisiko durch sogenannte Außenseiter ermöglichen
3. Verhandlungsgleichgewicht zwischen Verwertungsgesellschaften und gewerblichen  Rechtenutzern gewährleisten:
- Aufrechterhaltung des Abschlusszwangs der Verwertungsgesellschaften
- Stärkung der Option auf vorläufige Rechteeinräumung durch Hinterlegung von Vergütungen
- Festschreibung der vorgenannten Grundsätze auch gegenüber ausländischen Verwertungsgesellschaften



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25. bis 27. Oktober 2016 | München
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